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09:57 26.04.2018
Eric Bedard war schon einmal Bundestrainer und will es wieder werden. Quelle: Foto: Archiv
Dresden

Die Zukunft der deutschen Shorttracker steht weiter in den Sternen. Auch reichlich zwei Monate nach dem Ende der Olympischen Spiele in Pyeongchang ist die Stelle des Bundestrainers nicht besetzt. Und jetzt mussten die Verantwortlichen auf der Suche nach einer geeigneten Person einen derben Rückschlag hinnehmen. Die von allen Seiten favorisierte Niederländerin Wilma Boomstra hat dem deutschen Verband (DESG) abgesagt. Das bestätigte jetzt DESG-Vizepräsident Uwe Rietzke. Er bedauerte das, erklärte jedoch: „Sie war auf jeden Fall unsere Favoritin, hatte sich bei uns auch schon umgesehen. Doch wir haben derzeit in Vertragsangelegenheiten mit einem gewissen Handicap zu leben und zudem stimmte für sie beim Angebot aus den USA das Gesamtpaket.“

So wird Boomstra neue Nationaltrainerin beim US-amerikanischen Verband, bei dem sie zuvor schon viele Jahre gearbeitet hatte. Auch privat kommt der zweifachen Mutter dies entgegen, da ihre Tochter und der Basketball spielende Sohn ebenfalls in den USA leben. Für die deutschen Athleten um die beiden Olympia-Starterinnen Bianca Walter und Anna Seidel, die in diesen Tagen wieder mit dem Training begonnen haben, ist dies natürlich besonders bitter. Walter, Seidel und auch Christoph Schubert und Felix Spiegl hatten sich fast ein halbes Jahr in Utrecht bei der Holländerin auf Olympia vorbereitet und sie als „eine der besten Trainerinnen der Welt“, wie es Anna Seidel formulierte, kennengelernt. „Auf jeden Fall ist das für uns nicht schön, denn Wilma haben wir als absolute Top-Trainerin kennengelernt. Aber sie hat uns die Sachlage und ihre Entscheidung persönlich erläutert“, sagt Bianca Walter.

Das Dilemma, in dem sich die DESG bei allen Vertragsverhandlungen derzeit befindet, erläutert Uwe Rietzke: „Weil der bisherige Olympiazyklus vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 terminiert ist, können wir lediglich Kontrakte bis Jahresende abschließen. Wie es danach weitergeht, können wir derzeit nicht sagen, denn die Analysen nach den Winterspielen laufen noch. Die Ergebnisse müssen wir beim Bundesinnenministerium bis Mitte Mai in ein System eingeben. Danach gibt es eine Anhörung dazu und erst Mitte Juni wird die Entscheidung fallen, in welche Förderkategorie wir eingestuft werden“, so Rietzke, der natürlich auch erst danach weiß, mit welchen Geldern man in den nächsten vier Jahren planen kann. Einen Kontrakt unter der Annahme, dass die finanziellen Mittel etwa gleich bleiben, abzuschließen, würde ein immenses Risiko bedeuten. „Denn da hafte ich mit meinem Privatvermögen“, erklärt der Vizepräsident, Er gibt zu: „Unter diesen Bedingungen ist es natürlich auch nicht ganz leicht, Trainer zu finden. Doch wir haben Bewerbungen auf dem Tisch und werden uns demnächst auch mit den Athleten zusammensetzen“, berichtet er.

Unter den Bewerbern soll nach DNN-Informationen auch der Kanadier Eric Bedard sein. Der 41-jährige zweimalige Staffel-Olympiasieger war schon zwischen 2008 und 2010 deutscher Bundestrainer. Weil sich die DESG mit ihm wegen einiger Details nicht auf eine Fortsetzung seiner allseits anerkannten Arbeit einigen konnte, ließ man den ausgewiesenen Shorttrack-Fachmann und engagierten Motivator damals ziehen. Er coachte danach die Italiener, arbeitete aber zuletzt wieder in der Heimat in Calgary. Dort hat er seine Tätigkeit aber beendet, will wohl wieder nach Montreal ziehen. Die Trainer-Qualitäten des mehrfachen Weltmeisters sind hinreichend bekannt. Der ehemalige Dresdner Nachwuchstrainer Eckard Steckel betonte 2010 schon: „Ich habe ihn als einen Mann kennengelernt, der sich für seine Arbeit und die Sportler zerreißt und der überall versucht, das Beste für sie und die Sportart herauszuschlagen.“ Der damalige Spitzenläufer Sebastian Praus befand ebenfalls: „Ich schätze ihn als den besten Trainer, den ich in meiner langen Karriere gehabt habe.“

Von Astrid Hofmann

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