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Shorttracker bei EM wieder leicht im Aufwind

Shorttracker bei EM wieder leicht im Aufwind

Nach der desaströsen Olympia-Saison, zahlreichen Rücktritten und auch manchen Verletzungssorgen haben es die deutschen Shorttracker mit ihren Neuanfang in diesem Winter nicht leicht.

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Anna Seidel

Quelle: Archiv

Dennoch hat die Europameisterschaft am vergangenen Wochenende im niederländischen Dordrecht gezeigt, dass es in kleinen Schritten wieder vorangeht. Beim Heim-Weltcup kommende Woche (6. bis 8. Februar) wollen die Schützlinge von Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev diesen Trend in der Energie-Verbund-Arena fortsetzen.

Ein Ausrufezeichen setzte in Dordrecht einmal mehr die Jüngste im Team, die 16-jährige Dresdnerin Anna Seidel. Die Olympia-Teilnehmerin glänzte bei ihrem EM-Debüt mit einem sechsten Platz über 1000 m, womit sie das beste Einzelresultat der kleinen DESG-Abordnung erreichte. Über 500 m erkämpfte sie Rang neun, nur über 1500 m schied sie schon in der ersten Runde aus und verpasste durch Rang 21 in der Gesamtwertung dadurch ein noch besseres Resultat. Doch auch Rang zehn war für die Sportschülerin aller Ehren wert und sie freute sich: "Der sechste Platz war mein bisher größter sportlicher Erfolg und ist Motivation für den Weltcup in Dresden." Gestern saß der Teenager bereits wieder im Sportgymnasium auf der Schulbank.

Auf dem Weg zurück zu alter Leistungsstärke ist auch ihre Dresdner Vereinsgefährtin Bianca Walter. Auch wenn sie in Holland diesmal noch ein wenig vom Pech verfolgt war, stand die über 1500 m im B-Finale und wurde Zwölfte, über 500 sprintete sie ins Viertelfinale (15.), aber über 1000 m gab es eine strittige Disqualifikation, deshalb reichte es am Ende "nur" zu Rang 22 im Mehrkampf. "Es war für mich nicht die glücklichste EM, da ich neben der Disqualifikation nach einem Sturz auch noch Kufenprobleme hatte, aber insgesamt war es auch für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Leistungskurve zeigt weiter nach oben und wir können wieder mit den anderen Ländern mithalten. Das stimmt mich für nächste Woche zuversichtlich", so die 24-Jährige.

Bei den Männern hatte die deutsche Mannschaft noch vor der EM den Ausfall von Daniel Zetzsche, der sich bei einem Trainingssturz eine Schnittwunde am Knie zuzog und genäht werden musste, zu verkraften. Für ihn war Jonas Kaufmann-Ludwig (München) nachgerückt. Im Einzel starteten der Rostocker Torsten Kröger, der nach seinem Unfall 2013 wieder auf dem Weg zurück ist, sowie der Dresdner Christoph Schubert. Mit den Plätzen elf (500 m) und zwölf (1000 m) erkämpfte Kröger gute Platzierungen und auch Rang 15 im Mehrkampf kann sich beim Comeback sehen lassen. Schubert, der über 1000 m ebenfalls einen Penalty kassierte, wurde 31. In der Gesamtwertung. Dazu belegten die deutschen Herren in der Besetzung Hannes und Torsten Kröger sowie Jonas und Leon Kaufmann-Ludwig den siebenten Platz. Bei den Damen war kein Quartett am Start. "Die EM war für uns eine Durchgangsstation wie eigentlich die gesamte Saison eine ist. Insgesamt war ich zufrieden", erklärte Miroslav Boyadshiev, der hinzufügte: "Anna war vorher sehr aufgeregt, lief aber sehr motiviert. Auch bei Bianca geht es weiter vorwärts. Christoph Schubert bekam gleich zu Beginn einen Schlag ans Knie, bei ihm müssen wir abwarten, ob er bis zum Weltcup wieder fit sein wird. Torsten hat sich deutlich gesteigert und viel Selbstvertrauen getankt. Die Staffel lief erstmals in dieser Besetzung und hat noch Lehrgeld bezahlt." Beim Heim-Weltcup wird der Bundestrainer auch bei den Damen eine Staffel an den Start schicken.

Tickets für den Weltcup gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.shorttracks-events.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.01.2015

Astrid Hofmann

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