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Sport Regional Shorttrack-WM ohne Seidel und Walter
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10:39 13.03.2018
Bianca Walter vertrat die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen in Südkorea. Auf die WM in Kanada muss sie hingegen aufgrund eines Infekts verzichten. Quelle: dpa
Dresden

Wenn am kommenden Wochenende die Shorttrack-Weltmeisterschaft im kanadischen Montreal über die Bühne geht, wird nur der Dresdner Christoph Schubert die deutschen Farben vertreten. Die beiden Olympia-Teilnehmerinnen Bianca Walter und Anna Seidel müssen passen. Bianca Walter muss die geplante Reise wegen eines grippalen Infektes absagen. Anna Seidel war nach Olympia ebenfalls nicht ganz fit, zudem steckt die 19-Jährige mitten im Abiturstress und muss durch den vielen Unterrichtsausfall in der Olympia-Vorbereitung einiges nachholen.

Bianca Walter erklärt: „Ich hatte schon auf dem Rückflug von Pyeongchang erste Anzeichen eines Infektes und dann lag ich einen Tag später mit Fieber flach. Ich habe es in der zweiten Woche nach Olympia noch einmal auf dem Eis in Dresden mit Training probiert, aber es machte keinen Sinn“, so die 27-Jährige, die wie ihre Teamgefährtin übrigens am 31. März ein Jahr älter wird.

Walter, die in Korea zweimal Platz 18 belegte und insgesamt eine gute Vorstellung bot, ist noch immer überwältigt von ihrer ersten Olympia-Teilnahme: „Es war für mich eine Wahnsinnserfahrung, für die sich die harte Arbeit der letzten Jahre gelohnt hat. Als ich das erste Mal auf dem Eis mit den fünf olympischen Ringen stand, ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, berichtet die Elbestädterin, die hinzufügt: „Auch das Gemeinschaftsgefühl im olympischen Dorf war einfach grandios, man hat viele Athleten anderer Sportarten getroffen und sich mit den Athleten über Erfolge gefreut. So konnten wir nach unseren Wettkämpfen zum Beispiel das Halbfinale und Finale beim Eishockey live erleben. Das war einfach grandios. Ich bin wirklich froh und stolz, dass ich nach zwei vergeblichen Anläufen bei Olympia dabei sein konnte.“

In den Rennen habe sie ihre Leistung abrufen können. „Über 500 m bin ich fast an meinen deutschen Rekord gekommen. Über die längeren Distanzen wäre sicher noch mehr drin gewesen, wenn ich nicht durch den Muskelfaserriss im Vorfeld ausgebremst worden wäre. Auf jeden Fall haben Anna und ich gemerkt, dass uns das halbe Jahr Training in Utrecht bei Wilma Boomstra sehr vorangebracht hat“, ist die ehemalige Staffel-Europameisterin überzeugt, sagt aber zugleich: „Um unser Level noch mehr anzuheben, war dies aber zu kurz. Da hätten wir viel länger bei ihr trainieren müssen. Deshalb ist für uns jetzt die entscheidende Frage, wie es weitergeht.“ Bianca Walter will ihre Karriere noch fortsetzen, macht es aber wie einige andere deutsche Shorttracker auch von der Trainerfrage abhängig: „Noch mal im Ausland trainieren, ist sicher keine Lösung. Ich habe aber gehört, dass sich Wilma Boomstra beim deutschen Verband beworben hat. Wenn sie als neue Bundestrainerin käme, wäre das ein Riesending und würde uns sehr freuen.“

DESG-Vizepräsident Uwe Rietzke bestätigt zumindest, dass die Holländerin unter den fünf Bewerbern ist und sich bei den Deutschen Shorttrackmeisterschaften am vergangenen Wochenende erstmals in Dresden umgesehen hat. „Sie war noch nie hier und wollte sich alles einmal anschauen“, so Rietzke. Auf jeden Fall soll bis Anfang Mai eine endgültige Entscheidung gefallen sein. Allerdings würden viele Dinge hinsichtlich der Finanzierung aufgrund der Leistungssportreform noch in der Luft hängen“, wie der Dresdner zugibt.

Für Christoph Schubert geht es jetzt aber erst einmal um eine gute Vorstellung bei der WM, nachdem der Dresdner Olympia knapp verpasst hatte.

Von Astrid Hofmann

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