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Sebastian/Kraft schuften für die World Games

Sportakrobatik Sebastian/Kraft schuften für die World Games

Am Dienstag starten die beiden Sportakrobaten Tim Sebastian und Michail Kraft bei den World Games in Polen. Um dort eine starke Leistung zeigen zu können, haben sich der Dresdner und der Riesaer intensiv vorbereitet. Sebastian hat auf dem Bau extra Überstunden angehäuft, um sich bestmöglich vorbereiten zu können.

Tim Sebastian (l.) und Michail Kraft investieren viel Herzblut in ihren Sport, um international mithalten zu können.

Quelle: Archiv

Dresden.

Um am Dienstag in Breslau eine Top-Leistung zeigen zu können, hat Tim Sebastian in den vergangenen Monaten Überstunden angesammelt, die er mit Zustimmung seines sportbegeisterten Arbeitgebers für die Vorbereitung auf die World Games abbummelte. Ansonsten arbeitet der kräftige Untermann des Duos als gelernter Stahlbetonarbeiter wöchentlich 20 Stunden auf dem Bau. „Einschalen, betonieren. Ich mache alles, was eben so auf dem Bau anfällt“, lacht der Dresdner, der dann erläutert: „Im Gegensatz zu den Sportlern olympischer Disziplinen bekommen wir weder Geld von der Sporthilfe, haben nicht die Möglichkeit über Bundeswehr oder Polizei gefördert zu werden. Und da wir Trainingslager oder auch die Teilnahme an Weltcups selbst bezahlen, muss man ja irgendwie seinen Lebensunterhalt finanzieren.“

Da sein Motto heißt, „Wo ein Wille, da ein Weg“, hat der ehrgeizige Athlet bislang den Spagat zwischen Arbeit, Studium und Training sehr gut unter einen Hut bekommen. Selbst die vielen Fahrten in der Woche zum gemeinsamen Training mit Michail Kraft in Riesa. „Mein Tag beginnt normalerweise um fünf Uhr und gegen neun, halb zehn bin ich dann wieder daheim“, erzählt Tim Sebastian, der mit seinem Partner zwischen zehn und 15 Stunden in einer Woche trainiert, dazu kommen nochmals zehn Stunden am Wochenende. „Eigentlich brauchten wir Trainingslager auf europäischer und Welt-Ebene, um uns weiter zu entwickeln, aber dafür fehlen finanzielle Mittel und Zeit“, bedauert auch ihr Trainer Igor Blintsov. Dabei sei die Sportakrobatik zwar schon vom IOC als olympische Sportart anerkannt, aber leider nicht Teil des Programms. „Wir kämpfen weiter. Zumindest ist die Sportakrobatik im nächsten Jahr erstmals bei den Olympischen Jugendspielen in Argentinien vertreten“, so Blintsov, der in den letzten Wochen mit seinen Schützlingen hart gearbeitet hat. „Die beiden passen gut zusammen, sind zwei talentierte Jungs, jeder versucht, sein Bestes zu geben“, lobt er. Aber die Weltspitze sei noch einmal enger zusammengerückt. Deshalb habe man die Schwierigkeit im Vergleich zur WM aufgestockt und zudem an der technischen Ausführung gefeilt. Ihr Ziel: „Wir wollen ins Finale der besten Vier und dann kann man vielleicht auch von einer Medaille träumen. Das wäre das Größte“, so Tim Sebastian.

Von Astrid Hofmann

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