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Rödertalbienen wollen sich in Dresden teuer verkaufen

Handball Rödertalbienen wollen sich in Dresden teuer verkaufen

Der Start ins neue Jahr soll für die Handballerinnen des HC Rödertal ein ganz besonderer werden. Erstmals zieht der Erstliga-Aufsteiger aus der heimischen Großröhrsdorfer Sporthalle für ein Punktspiel in die neue Dresdner Ballsport-Arena um.

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Trainer Karsten Knöfler und seinen Rödertalbienen steht mit der Partie gegen Meister Bietigheim eine äußerst schwere Aufgabe ins Haus.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Der Start ins neue Jahr soll für die Handballerinnen des HC Rödertal ein ganz besonderer werden. Erstmals zieht der Erstliga-Aufsteiger aus der heimischen Großröhrsdorfer Sporthalle für ein Punktspiel in die neue Dresdner Ballsport-Arena um. Am heutigen Sonnabend um 17.30 Uhr empfangen die Bienen dann keinen Geringeren als den deutschen Meister BBM Bietigheim. Wie schon zum Abschluss des Jahres 2017 bei Spitzenreiter Thüringer HC ist auch diese Partie unter die Kategorie „David gegen Goliath“ einzustufen. Denn Zählbares gegen den aktuellen Tabellenzweiten wäre für das nach neun Spieltagen noch punktlose Schlusslicht eine absolute Sensation.

„Da müsste bei uns alles klappen und beim Gegner nichts“, weiß auch Frank Mühlner, Co-Trainer der Rödertalbienen, dass dies eher ein Wunschtraum ist. „Bietigheim hat Weltklassespielerinnen in den Reihen. Da geht es für uns vor allem darum, vor den vollen Rängen vielleicht noch das eine oder andere Prozent mehr heraus zu kitzeln“, so hofft er. „Den Druck hat Bietigheim, gegen uns als Aufsteiger keinen Punkt liegen zu lassen. Wir wollen uns auf jeden Fall so teuer wie möglich verkaufen“, sagt die österreichische Nationalspielerin Tamara Bösch und fügt an: „Wir hoffen, dass wir möglichst lange mithalten und sie ein bisschen ärgern können.“

Allerdings wird Bietigheim alles daran setzen, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Meister, der vergangene Saison den Titel ohne Verlustpunkt holte, war kürzlich schon bei Kellerkind Bensheim ausgerutscht und hatte dort einen Punkt verloren. Damit haben die Schwaben derzeit drei Zähler Rückstand auf den Thüringer HC. Noch einen Patzer kann sich das Team des dänischen Trainers Martin Albertsen also nicht leisten, will man die Titelverteidigung nicht aus den Augen verlieren.

Allerdings musste Bietigheim in dieser Saison schon zwei schwere Ausfälle verkraften. Die niederländische Nationalspielerin Maura Visser, die mit Torhüter Philipp Pentke von Fußball-Zweitligist SSV Jahn Regensburg liiert ist, steht gar nicht zur Verfügung, weil sie im März Nachwuchs erwartet, und die deutsche Nationalspielerin Kim Naidzinavicius erlitt bei der Weltmeisterschaft einen Kreuzbandriss. Freigestellt sind außerdem Nina und Susann Müller und die niederländische Auswahlspielerin Martine Smeets muss wegen einer Bänderverletzung passen.

Dennoch ist das Aufgebot des Champions-League-Teilnehmers hochkarätig. So steht zum Beispiel auch die langjährige Rückraumspielerin des HC Leipzig, die Polin Karolina Kudlacz-Glock im Kader. Sie hat nach der Geburt ihres Kindes schon wieder zu alter Stärke zurückgefunden und gehört zu den besten Werferinnen von BBM. Trainer Martin Albertsen freut sich auf das erste Aufeinandertreffen mit den Bienen in der Liga: „Wir haben Respekt vor dem Gegner, schauen aber auf uns. Wir wollen fokussiert sein und den Kampf um die ersten beiden Punkte des Jahres annehmen, um so unserer Favoritenrolle gerecht zu werden.“

Bei den Gastgeberinnen kehrt Sarolta Selmeci in den Kader zurück, dafür fehlt Jessica Jander (Fußverletzung) und Michelle Urbicht plagt sich noch mit einer Erkältung, wird aber auflaufen können. Wenn alle Formalitäten geklärt sind, wird der polnische Neuzugang Kamila Szczecina ihr Debüt geben.

Auch wenn die Heimmannschaft so gut wie chancenlos in dieser Partie geht, können die Organisatoren mit dem Zuspruch der Fans schon jetzt zufrieden sein. Über 1200 Tickets wurden bereits abgesetzt und man rechnet in Dresden mit etwa 1500 Zuschauern. Damit dürfte zumindest der wirtschaftliche Erfolg sichergestellt sein.

Von Astrid Hofmann

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