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Rödertalbienen gehen beim Spitzenreiter unter

Handball Rödertalbienen gehen beim Spitzenreiter unter

Eine kleine Sintflut sei über seine Mannschaft hereingebrochen, gestand Karsten Knöfler nach dem letzten Spiel des alten Jahres. Tatsächlich gab es für die Handball-Frauen des HC Rödertal wie erwartet beim Vizemeister und souveränen Tabellenführer Thüringer HC nichts zu holen.

Für Tamara Bösch und die anderen Rödertalbienen war beim THC meist kein Durchkommen.

Quelle: Christian Skomudek

Dresden. Eine kleine Sintflut sei über seine Mannschaft hereingebrochen, gestand Karsten Knöfler nach dem letzten Spiel des alten Jahres. Tatsächlich gab es für die Handball-Frauen des HC Rödertal wie erwartet beim Vizemeister und souveränen Tabellenführer Thüringer HC nichts zu holen. Nachdem die Gastgeberinnen in der mit 1100 Zuschauern ausverkauften Salza-Halle mit einem 9:0-Lauf schon nach 13 Minuten alle Weichen gestellt hatten, musste sich der Aufsteiger am Ende standesgemäß mit 14:31 (6:16) geschlagen geben. Für das Knöfler-Team, das auch diesmal auf die verletzte Sarolta Selmeci verzichten musste, war es im neunten Spiel die neunte Niederlage. Das Warten auf den ersten Punkt geht also im neuen Jahr weiter. Und da erwarten die Großröhrsdorferinnen am kommenden Sonnabend in der Dresdner Ballsport Arena keinen Geringeren als den Meister aus Bietigheim.

Dann soll die noch zu Silvester verpflichtete Kreisspielerin Kamila Szczecina ihren Einstand im Bienen-Trikot geben. Die 30-Jährige Polin, die HCR-Präsident Andreas Zschiedrich schon angekündigt hatte (DNN berichtete), wechselte ablösefrei vom norwegischen Erstdivisionär Forde IL Handball ins Rödertal. Sie hat einen Vertrag bis 2020 unterschrieben, der für die erste und zweite Bundesliga gilt. Kamila Szczecina erlernte das Handball-ABC in Novy Sacz. Als 18-jährige wechselte sie zu MKS Piotrkow Trybunalski und spielte fünf Jahre in der polnischen Superliga. Anschließend kehrte sie zu ihrem Heimatverein zurück, mit dem sie den Aufstieg in die polnische Eliteliga schaffte.

Drei Jahre später wechselte sie zum Meisterschaftszweiten Pogon Baltica Szczecin und sammelte mit diesem Verein auch Erfahrungen im Europacup. Mit der Nationalmannschaft ihres Landes trat sie bei der Europameisterschaft 2016 an. In diesem Jahr nahm sie in Norwegen ihr erstes Auslandsengagement an, erhielt jetzt wegen finanzieller Probleme des Clubs aber die Freigabe. „Ich bin sehr froh, dass wir mit Kamila eine international erfahrene Spielerin für uns gewinnen konnten. Mit ihr erhoffen wir uns eine Verstärkung im Abstiegskampf“, erklärt Zschiedrich. Ob auch die litauische Probespielerin, die noch in den letzten Tagen des alten Jahres in Großröhrsdorf vorspielte, für gut befunden wurde, war bis gestern nicht zu erfahren.

Beim Thüringer HC jedenfalls war ein deutlicher Klassenunterschied zwischen beiden Teams zu erkennen, wie auch Karsten Knöfler nach der Partie unumwunden feststellte. Nicht nur besagte Sintflut zu Beginn der Partie zeigte das klar auf. Erst in der 15. Minute erzielte Lisa-Marie Ostwald das erste Tor für die Gäste. Auch danach erteilte der Champions-League-Teilnehmer dem Liga-Neuling eine Lehrstunde. Vor allem die Abwehr des THC stand kompakt, ließ in der ersten Hälfte nur sechs Gegentore zu. Dazu machten es die Rödertalbienen mit einfachen Ballverlusten und vergebenen Chancen im Angriff dem Gegner sehr leicht. „Wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Wir kriegen es noch nicht hin, einfachere Tore zu erzielen“, bekannte Knöfler. Zwar kamen die Bienen in der zweiten Halbzeit etwas besser zurecht, auch weil sich beim Gastgeber einige Unkonzentriertheiten einschlichen und Trainer Herbert Müller viel wechselte. So konnten die Rödertalbienen nach einem 7:23-Rückstand in der 43. Minute noch einige Tore erzielen, mehr als Ergebniskosmetik war das aber nicht.

Rödertal-Tore: Alesiunaite 4, Nepolsky 2, Bösch 2/1, Kurzke, Ostwald, Nagy, St. Hummel, J. Hummel je 1, Markeviciute 1/1.

Von Astrid Hofmann

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