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Sport Regional Riesaer feiern Olympiasieger Francesco Friedrich und Meistermacher Gerd Leopold
Sportbuzzer Sport Regional Riesaer feiern Olympiasieger Francesco Friedrich und Meistermacher Gerd Leopold
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17:34 27.03.2018
Francesco Friedrich schreibt in Riesa Autogramme. Quelle: Uwe Päsler
Riesa

Das Riesaer Sportzentrum „Olympia“ trägt sowieso schon den passenden Namen. Am Montag erstrahlte es auch im echten olympischen Goldglanz. Mitinhaber Gerd Leopold hatte die Mitglieder zum „Clubabend“ geladen. Der Co-Trainer der deutschen Bobsport-Nationalmannschaft führte seine Schützlinge Francesco Friedrich und Nico Walther und ihre Teams zu zwei Gold- und einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Riesa hat einen echten „Meistermacher“, der von rund 150 Gästen gefeiert wurde. Der Doppelolympiasieger und siebenfache Weltmeister, „Franz“ Friedrich, und seine Anschieber Candy Bauer und Martin Grothkopp waren ebenfalls gekommen und genossen die Beifallswogen. Thorsten Margis kümmert sich derzeit intensiv um sein Maschinenbau-Studium, konnte nicht dabei sein. „Ich möchte Euch danken, dass ihr versteht und toleriert, dass der Chef des Hauses im Winter monatelang nicht da ist“, so Gerd Leopold zu den Gästen. Immerhin ist Sport- und Fitness-Unternehmer sein eigentlicher „Hauptberuf“.

Eine Fülle privater Fotos aus dem Olympischen Dorf, von der Bobbahn und aus dem Deutschen Haus in Pyeongchang ließen die wunderbaren Erfolge wieder aufleben, launig kommentiert von Gerd Leopold und Francesco Friedrich, der echte Entertainer-Qualitäten offenbarte. Man erfuhr, wie spartanisch die Sportler im Dorf lebten, wie die Handwerker noch Stunden vor der Eröffnung überall zugange waren, wie letztlich aber auch eine fast perfekte Organisation funktionierte. Großes Lob gab es für die Bob- und Rodelpiste im Alpensia-Center: „Eine anspruchsvolle Bahn, wo wirklich fahrerisches Können gefragt ist, wo aber auch Startschnelligkeit und Material zählen, aber keine Sturzpiste“, sagte Leopold, der auch anderes erlebt, namentlich die gefürchtete Bahn in Whistler bei Vancouver erwähnte. Die Nähe zu den Sportstätten im Olympiaort empfanden alle als angenehm. Bei Begegnungen mit Biathleten, Langläufern und Skispringern kam wirkliches Olympiaflair auf.

Natürlich wurde die Entwicklung des Sports diskutiert: Seit den Zeiten eines Harald Czudaj, den Leopold 1994 zu Olympiagold führte, hat sich trainingsmethodisch, athletisch und beim Material vieles verändert. Bestes Beispiel sind die ständig perfektionierten Kufen, von denen Friedrich ein Exemplar zum Angucken mitgebracht hatte. Der Vierersatz kostet etwa 15.000 Euro, zwölf Sätze braucht man pro Saison, Bobfahren ist ein teures Hobby. Da wirken die 20.000 Euro Siegprämie für jeden Olympiasieger fast mickrig. Das Vergleichsstichwort „Fußballer“ lassen wir hier mal weg…

Czudaj, der gemeinsam mit Leopold die beiden Sportzentren in Riesa und Coswig führt, verwies aber auch darauf, dass es immer tolle Piloten gab: „Wolfgang Hoppe, Gustav Weder, Christian Reich und viele andere“, ließ er sich selbst bescheiden außen vor. Auch Erstaunliches war zu hören: So hat der Trainer Leopold den Kanuten Czudaj seinerzeit zwei Mal abgelehnt, als der unbedingt Bobpilot werden wollte. Zum Glück entschied sich „Leo“ dann doch noch anders.

Mit seinen jetzigen Teams hat er alles richtig gemacht: „Trotz aller Erfolge sind sie bescheiden geblieben.“ Das bewies das Trio auch beim Autogrammeschreiben, Francesco als „Servierkraft“ beim Verteilen der von der Stadt spendierten „Olympiasiegertorte“ und bei den vielen Fotowünschen der Fans.

Schließlich durfte sich Gerd Leopold in das Goldene Buch der Stadt Riesa eintragen, auch seinen Sportlern wurde diese Ehre zuteil. Oberbürgermeister Marco Müller versprach zudem eine städtische Beteiligung an der Reparatur des Bahnbelages der Anschubstrecke in der Pausitzer Delle. In der gleichen Sache ist Gerd Leopold schon auf Sponsorensuche. Die bereits 22 Jahre alte Anschubbahn ist kein Schmuckstück, aber praktisch – und hier werden im Sommer Olympiasieger gemacht!

Von Uwe Päsler

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