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Rene Kramer bleibt Eislöwen-Kapitän

Eishockey Rene Kramer bleibt Eislöwen-Kapitän

Trainer Franz Steer hat sich entschieden und belässt alles beim Alten: Rene Kramer wird auch weiter als Spielführer bei den Dresdner Eislöwen fungieren. Der neue Coach kennt Kramer schon seit dessen Jugendzeit und schätzt die Qualitäten, die sich der gebürtige Berliner in den letzten Jahren angeeignet hat.

Rene Kramer heißt der alte und neue Kapitän bei den Dresdner Eislöwen.

Quelle: Dehli-News

Dresden. Bevor die Eislöwen am Wochenende beim hauseigenen Vorbereitungscup auf hochkarätige Gegnerschaft treffen, hat Trainer Franz Steer eine wichtige Entscheidung getroffen. Wie schon vermutet, bleibt der bisherige Kapitän René Kramer auch in dieser Saison im Amt.

Dabei erinnert sich Steer, dass er vor langer Zeit mit dem damals 14-Jährigen zu einer Wettkampfreise in Schottland war und der Junge Fisch und Chips gegessen hat. „Das ging ja eigentlich gar nicht“, meint der 59-Jährige grinsend. Und Kramer ergänzt sogar: „Und Cola getrunken.“ Diese Begebenheit ist jedoch lange her, Kramer längst ein gestandener Profi, der weiß, wie man sich sportgerecht ernährt und der zudem auch andere wichtige Anforderungen des Trainers erfüllt. „Bei den ersten freiwilligen Trainingseinheiten habe ich auf der Tribüne genau hingeschaut, wer nimmt was in die Hand, wer organisiert und macht die Ansagen auf dem Eis. Und das war schon der René“, berichtet Franz Steer, der aber auch noch andere wichtige Aspekte für seine Wahl anführt: „Er hat unglaublich viel Erfahrung und ist ein Typ, der sich mit dem Standort identifiziert. Das ist für mich sehr wichtig.“

Der gebürtige Berliner freut sich über die Entscheidung des Trainers: „Es ist mir eine Ehre. Als Kapitän steht man natürlich immer vorn dran, aber eigentlich gehören auch noch Thomas Pielmeier, Alexander Höller, Matt Siddall, Steven Rupprich und Petr Macholda zu den Top-Führungsspielern im Team.“ Was seine Identifikation mit den Eislöwen und dem gesamten Umfeld angeht, bestätigt Kramer: „Ich fühle mich mit meiner Familie in Dresden sehr wohl. Der ganze Klub ist sehr professionell aufgestellt, mit der Halle, unserer Kabine haben wir super Bedingungen. Und Dresden ist eine wunderschöne Stadt. Es stimmt einfach das Gesamtpaket“, so der Profi, der bei den Blau-Weißen in seine dritte Saison in Folge geht.

Und eines haben Steer und sein Kapitän in den letzten Tagen schon deutlich gespürt: Der Teamspirit stimmt. Denn eine Aktion der besonderen Art hat die Cracks der Eislöwen ganz fest zusammengeschweißt – die Suche nach „Roger“, dem Rhodesian Ridgeback des Kanadiers Matt Siddall. Der Hund war am Montag ausgebüxt (DNN berichtete). Franz Steer, selbst Hundebesitzer, zögerte nicht und begab sich mit seinen Jungs auf „Treibjagd“. Dabei lernte er ganz nebenbei einige Stadtteile im Dresdner Norden kennen. „Manche Jungs sind 15 km mit dem Rad gefahren. Es war toll zu sehen, wie sie sich abgesprochen und organisiert haben. So haben sich auch die elf neuen Spieler noch schneller integriert“, findet der Bayer, der betont: „Die eine Eiseinheit, die wir deshalb verloren haben, fehlt uns keineswegs. Denn sicher sind es alles Profis, doch wenn die menschliche Seite nicht stimmt, können wir nicht erfolgreich sein.“ Diesen Teamgeist müsse man jetzt nur noch aufs Eis bringen. Das sieht Kramer genauso: „Die Sache hat befördert, dass man miteinander redet. Diese Kommunikation brauchen wir auch in der ganzen Saison.“

Zur Erleichterung aller Blau-Weißen und vor allem von Matt Siddall wurde Roger am Donnerstagnachmittag auf einem Firmengelände an der Radeburger Landstraße gefunden. Siddall und seine Frau waren überglücklich und der Kanadier sagte „Uns fallen tausend Steine vom Herzen. Wir sind allen Menschen, die uns in den letzten Tagen mit Informationen, Tipps und lieben Nachrichten unterstützt haben, unendlich dankbar. Roger ist aktuell sehr schwach, aber er hat sich zumindest auf den ersten Blick keine größeren Verletzungen zugezogen.“

Am Sonnabend und Sonntag steht nun mit dem heimischen Turnier eine erste wichtige Standortbestimmung auf dem Plan.

Von Astrid Hofmann

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