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Sport Regional Olympia-Vorbereitung ohne Trainerin: DSC-Speerwerfer Lars Hamann schiebt Frust
Sportbuzzer Sport Regional Olympia-Vorbereitung ohne Trainerin: DSC-Speerwerfer Lars Hamann schiebt Frust
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18:23 15.04.2016
Lars Hamann möchte in Rio dabei sein, doch das wird jetzt noch schwerer. Quelle: imago

Elbflorenz verfügt nicht über viele Athleten, die die Chance haben, im Sommer die Farben der Landeshauptstadt bei den Olympischen Spielen in Rio zu vertreten. In der Leichtathletik sind es mit den beiden DSC-Assen Jenny Elbe (Dreisprung) und Lars Hamann (Speerwurf) gerade einmal zwei ernsthafte Anwärter. Schade, dass der zweimalige WM-Teilnehmer Lars Hamann in der entscheidenden Vorbereitungsphase auch noch mit Frust zu kämpfen hat. Am Donnerstag flog der 27-Jährige ins Trainingslager nach Belek (Türkei) und postete auf seiner Facebook-Seite ein Foto aus dem Flieger. Darauf ist der Platz neben ihm leer und er hält ein Schild in der Hand, auf dem zu lesen ist „Trainerplatz“. Dazu schreibt der Schützling von Katharina Wünsche: „Mein rechter, rechter Platz ist frei – ich wünsche mir meine Trainerin herbei! Es ist ein absoluter Witz und meiner Meinung nach eine Frechheit hoch zehn. Meine Trainerin muss daheim bleiben, weil sie keine Genehmigung seitens der Sportschule Dresden bekommen hat, mich zu begleiten. Diese Entscheidung wurde eine Woche vor Abflug getroffen.“

Hamann meint damit die Direktorin des Sportgymnasiums Ulrike Becker. Wünsche arbeitet als Lehrerin an dieser Schule, betreut in ihrer Freizeit seit Jahren Hamann und weitere Athleten. Hamann selbst war einst an der Sport-Oberschule (ehemals Mittelschule). Vor allem ärgert sich der dreimalige DM-Bronzemedaillengewinner über die Begründung, warum der Antrag seiner Trainerin auf Freistellung für neun Tage abgelehnt wurde. So hätte seine Trainerin nicht genügend Zeit, die Abituraufgaben ihrer Klasse zu korrigieren. Hamann: „Man erwähne, dass die Klasse aus zwölf Leuten besteht. Nach Wiederankunft in Deutschland hätte meine Trainerin fünf Tage Zeit für die Korrektur. Das soll nicht reichen?“ Und der junge Familienvater macht seinem Ärger Luft: „Seit Jahren werden meiner Trainerin und mir Steine in Dresden in den Weg gelegt, jedes Mal muss ich ohne Trainer ins Trainingslager fahren oder zu wichtigen Qualifikationswettkämpfen. Jeder Sportler hat nahezu immer seinen Trainer zu solchen Maßnahmen bei sich – nur ich nicht. Man sollte doch meinen, dass die Schulleiterin einer Sportschule in Dresden den Sport, ihre Lehrer/Trainer und ehemalige Sportler der Schule fördern bzw. unterstützen sollte. Das funktioniert leider in Dresden seit Jahren nicht und ich habe es nun endgültig satt.“

Ulrike Becker konnte zum Sachverhalt nichts sagen, erklärte: „Das sind interne Personalentscheidungen, über die ich mich schon rein rechtlich gar nicht äußern kann.“ Auch Katharina Wünsche hielt sich bedeckt, sagte nichts dazu. Auf seiner Facebook-Seite bekam der DSC-Athlet viel Zuspruch. So schrieb Ex-Weltrekordler Uwe Hohn: „Diese Schulleiterin ist dann sicherlich eine Fehlbesetzung an einer Sportschule…..unbelievable.“ Der ehemalige Vizepräsident des deutschen Bobsportverbandes Rainer M. Jacobus meint: „Es ist nicht zu glauben! Vor allem, wenn man sieht, wie dünn die Decke in der Leichtathletik in Sachsen ist. Hier muss der Dienstherr, das ist das Kultusministerium, eingreifen und die Schulleiterin anweisen.“

Von Astrid Hofmann

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