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Sport Regional Nikola Radosová wechselt zum Dresdner SC
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21:03 28.06.2018
Nikola Radosová beim Fototermin Im Großen Garten. Quelle: Matthias Rietschel
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Dresden

Die DSC-Verantwortlichen hatten sich ein schönes Plätzchen ausgesucht, um den nächsten Neuzugang zu präsentieren. Das Carolaschlösschen im Großen Garten bot das richtige Ambiente für die Fotografen, um die attraktive Nikola Radosová ins Bild zu setzen. Fast wäre ja aus der 26-jährigen slowakischen Nationalspielerin einst ein Model geworden. Immerhin hatte die aus Bojnice stammende Athletin als Jugendliche an einigen Schönheitswettbewerben teilgenommen. Doch zum Glück entschied sich die 1,86 m große Außenangreiferin für den Sport und nicht die Model-Szene.

„Ich wollte unbedingt Volleyball spielen“, meinte sie schon früher einmal. Mit zehn Jahren hatte sie begonnen und bereits mit 16 Jahren verließ sie ihr Zuhause mit Mama Denisa, Stiefvater Vladimir und Schwester Adriana, um ins Internat zu ziehen. Doch nicht etwa in der Slowakei, sondern in Wien bei SVS Post Schwechat. Bis 2013 spielte sie für den österreichischen Topclub und gewann mit ihm mehrere Meistertitel. Und in der Saison 2009/2010 stand sie im Europacup sogar zweimal dem DSC am Netz gegenüber. „Ich war damals noch sehr jung“, erinnert sich Radosova, „aber ich weiß, wie mich die Atmosphäre in der Margon-Arena begeistert hat und ich gesagt habe, hier würde ich gern einmal spielen.“

Fast wäre es 2013 schon dazu gekommen, denn DSC-Trainer Alexander Waibl wollte die annahme- und angriffsstarke Slowakin damals bereits nach Dresden lotsen. „Doch Wien forderte eine Ablöse von etwa 10 000 Euro“, verriet der Coach am Donnerstag. Dennoch landete die Angreiferin 2013 in der Bundesliga beim SC Potsdam. Dort hatte sie allerdings erst einmal Pech, riss sich am fünften Spieltag in Vilsbiburg das vordere Kreuzband im linken Knie und musste sich mühsam zu alter Form zurückkämpfen.

In Potsdam fand die junge Frau auch die große Liebe. Sie lernte Handballer Philipp Reuter, der damals für den Drittligisten Potsdam spielte, kennen. Der gebürtige Hamelner hatte zu dieser zeit schon Erstliga-Erfahrung in Großwallstadt und der Schweiz gesammelt. Neben dem Leistungssport hat der inzwischen 31-Jährige eine weitere Gemeinsamkeit mit Nikola Radosova – er modelt. Allerdings macht er das inzwischen als Profi, spielte in der abgelaufenen Saison nur noch aushilfsweise beim Drittligisten Hanau. Bekannt ist er derzeit unter anderem als Werbegesicht für die Kampagne einer großen Dating-Plattform (Parship). Seinen Lebensmittelpunkt hat Reuter jetzt im bayerischen Aschaffenburg, wohin Nikola Radosová auch am Freitag mit dem Zug zurückreisen wird.

Viel Zeit hatte sie also nicht, um sich ein wenig mit ihrer neuen Umgebung bekanntzumachen und Organisatorisches zu klären. Doch sie freut sich schon jetzt auf die neue Herausforderung, bei der sie übrigens nicht lange überlegen musste: „Ich hatte einige andere Angebote, doch als das vom DSC kam, war die Entscheidung schnell gefallen. Ich weiß, das ist ein Top-Verein und ein gutes Team.“

Alexander Waibl, der in den vergangenen Jahren, in denen sie nach Potsdam beim polnischen Erstigisten Bielsko Biala (15/16) und zuletzt zwei Jahre beim rumänischen Double-Gewinner CSM Bukarest schmetterte, immer mit ihr im Kontakt blieb, ergänzt: „Es hat gerade einmal 14 Stunden gedauert, bis die Entscheidung gefallen war.“ Der 50-Jährige fügt hinzu: „Als nach unserer Saison klar war, was wir im Außenangriff brauchen, kam mir Nikola sofort wieder in den Sinn und diesmal passt es wunderbar zusammen. Sie ist technisch und taktisch gut geschult, bringt viele Erfahrungen mit. Mit ihr, Lena Stigrot und Katharina Schwabe sind wir auf jeden Fall deutlich durchschlagskräftiger im Angriff als letztes Jahr.“

Zudem kündigte er an, dass demnächst eine vierte Außenangreiferin vorgestellt wird, die das Team komplettiert. Nikola Radosová hat vorerst einen Einjahresvertrag unterschrieben, aber Waibl betont, dass er eine längerfristige Zusammenarbeit im Auge habe. Mitte August, wenn Radosová mit der slowakischen Nationalmannschaft ein weiteres Trainingslager absolviert hat, wird sie ihre Zelte dann endgültig in Dresden aufschlagen. Da die Slowakei als Mit-Gastgeber für die nächste EM qualifiziert ist, muss das Team in diesem Jahr keine Qualifikation bestreiten.

Von Astrid Hofmann

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