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Sport Regional Nico Walther wird deutscher Doppel-Meister
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08:05 29.10.2018
Nico Walther Quelle: Foto: dpa
Dresden

Der Oberbärenburger Bob-Pilot Nico Walther ist glänzend in die neue Winter-Saison gestartet. Der 28-Jährige hat bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg, die zugleich als erste Selektion für die Weltcups galten, zweimal Gold gewonnen. Dabei fehlte der Pirnaer Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, der für die Weltcups gesetzt ist und in Winterberg vor allem das Material testete.

So gewann Nico Walther am Sonnabend mit Anschieber Paul Krenz die Konkurrenz im Zweier in zwei Läufen mit 22 Hundertstel Vorsprung vor dem Stuttgarter Johannes Lochner und Christof Hafer (Bad Feilnach/+ 0,78). Für den Olympia-Vierten im kleinen Schlitten war es das dritte Meisterschaftsgold nach 2015 und 2016 in dieser Disziplin. „Im ersten Lauf fehlte am Start die richtige Einstellung, das haben die beiden Jungs dann im zweiten Durchgang deutlich besser gemacht“, meinte Co-Bundestrainer Gerd Leopold.

Im Vierer dominierte der Olympia-Zweite dann deutlich, verwies Hafer mit 69 Hundertstel auf Platz zwei. Dritter wurde Johannes Lochner (+0,70). Nicht zufrieden zeigte sich Leopold mit dem Oberbärenburger Junioren-Weltmeister Richard Oelsner, der nicht über die Plätze sechs (Zweier) und sieben (Vierer) hinauskam. „Da haben wir deutlich mehr erwartet“, zeigte sich Coach schon etwas enttäuscht.

Bei den Frauen, die ihre Meisterin in vier Läufen kürten, setzte sich die Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit ihrer Anschieberin Annika Drazek (Oberhof/Winterberg) durch. Sie verwies mit dreimal Laufbestzeit die Oberbärenburgerin Stephanie Schneider, die mit der Stuttgarterin Ann-Christin Strack antrat, auf den Silberrang (+ 0,48). Bronze sicherte sich auf ihrer Heimbahn mit klarem Rückstand die Winterbergerin Anna Köhler mit Lisa-Sophie Gericke (Mitteldeutscher SC/+ 1,95).

Besonders froh war Stepahnie Schneider, die im vierten Lauf die Schnellste war. Schließlich hatte die Olympia-Vierte im Frühjahr einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste sich durch ein monatelanges Reha-Programm quälen und in Form bringen. „Für sie war das ein sehr guter Auftakt. Sie ist gut in Schuss und das macht uns auch für die internationalen Aufgaben zuversichtlich“, betont Gerd Leopold, der auch mit seinem Vorzeigepiloten Francesco Friedrich zufrieden ist: „Franz hat durch die neuen Bestimmungen hinsichtlich der Kurvenradien technisch einiges zu tun und ist in Winterberg Materialvergleiche gefahren. Er und seine Jungs sind sehr gut drauf.“ Ab diesem Montag trainieren die deutschen Asse in Altenberg, wo am 10./11. November die zweite nationale Qualifikation steigt.

Von Astrid Hofmann

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