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23:33 09.09.2015
Dort musst du ihn reinmachen!, scheint Lynel Kitambala Mickaël Poté das Tor zeigen. Der Kapitän wartet seit Ende Oktober auf einen Treffer. Kitambala hat indes beim 3:1 gegen Sandhausen ein Tor erzielt. Quelle: imago sportfotodienst

Nachdem die ersten beiden Partien unter dem neuen Trainer Peter Pacult gar ohne eigenen Treffer zu Ende gingen, waren die Stürmertore von Tobias Müller (2) und Lynel Kitambala bitter nötig. So sehr sich Pacult freute, dass das Duo erfolgreich war, so schwer fällt ihm nun die Wahl, wer heute (13 Uhr) in Ingolstadt neben Kapitän Mickaël Poté stürmen soll.

Obwohl Müller doppelt traf, spricht vieles dafür, dass Kitambala wieder beginnt. "Er hat den Bann gebrochen, das war wichtig für die gesamte Mannschaft", lobte Pacult den lange verletzten Rückkehrer, dem nach starker Vorarbeit von Idir Ouali das frühe 1:0 gegen Sandhausen geglückt war. Der 24-jährige Franzose mit kongolesischen Wurzeln bringt auch mehr Erfahrung mit und ist technisch wohl etwas stärker als der 19-jährige Senkrechtstarter aus dem Dynamo-Nachwuchs. Pacult ist nicht nur von Kitambalas "hervorragender Schnelligkeit" angetan: "Er ist schon ein Spieler, der eins gegen eins gehen, der von der Ballbehauptung dem Gegenspieler Probleme bereiten kann." Zudem kennt die Leihgabe vom AS Saint-Étienne keine Verständigungsschwierigkeiten mit Poté.

Fraglich ist zudem, wie Müller damit zurechtkommt, dass er mit seinem Doppelschlag gegen Sandhausen die eigene Messlatte gleich sehr hoch gelegt hat. Wie schwer es ist, plötzlich geweckte Erwartungen zu erfüllen, hat der Fall Muhamed Subasic gezeigt. Der Bosnier startete in der vergangenen Spielzeit mit einem famosen Doppelpack beim 2:1 gegen Bochum, den Durchbruch bei Dynamo schaffte er bisher aber nicht.

Obwohl Müller auf Pacults Anweisung hin nicht mit den Medien reden durfte, wurde er trotzdem im Bekanntenkreis ständig mit seinen Toren konfrontiert. Selbst in der kicker-Elf des letzten Spieltages tauchte der Jungspund auf. Da fällt es schwer, locker zu bleiben, nicht zu verkrampfen. "Er ist ein Riesentalent, das aber noch etwas Zeit braucht", meint Pacult. Vielleicht tut es dem Abiturienten gut, wenn er von der Bank kommt. Gegen Sandhausen klappte es jedenfalls prächtig.

Vielleicht platzt jetzt auch der Knoten bei Poté (6 Saisontore). Der unumstrittene Sturmführer wartet seit dem 28. Oktober auf ein Erfolgserlebnis. Fällig wäre auch Ouali mal wieder, der sich nach tollen Einzelaktionen noch zu oft verzettelt. Pacult gestand: "Ich möchte das korrigieren, aber wenn du das einmal drin hast, geht das nicht so schnell."

Schiedsrichter ist heute Christian Fischer (42) aus Hemer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.02.2013

Jochen Leimert

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