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Sport Regional Nach zehn Kilometern mit Weltrekord im Ziel des OEM15: Rückwärtsläufer Thomas Dold
Sportbuzzer Sport Regional Nach zehn Kilometern mit Weltrekord im Ziel des OEM15: Rückwärtsläufer Thomas Dold
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23:49 09.09.2015
Nach zehn Kilometern mit Weltrekord im Ziel: Rückwärtsläufer Thomas Dold. Quelle: Lutz Hentschel

Von 2006 bis 2012 gewann er siebenmal hintereinander den prestigeträchtigen Empire State Building Run Up in New York. Dazu ist er Doppelweltmeister und mehrfacher Rekordhalter im Rückwärtslaufen. Seit einiger Zeit betreut der Diplomökonom zudem die schnellsten Zwillinge Deutschlands Anna und Lisa Hahner. Gestern erfüllte sich Dold beim Oberelbe-Marathon einen Traum, lief als erster Mensch die 10 Kilometer rückwärts in 39:20 Minuten und durchbrach damit die Schallmauer von 40 Minuten. Die DNN sprachen mit dem neuen Weltrekordhalter.

Frage: Wie fühlen Sie sich?

Thomas Dold: Das ist ein unglaubliches Gefühl. Diesen Rekord aufzustellen war eines der großen Ziele, die ich erreichen wollte. Es ist alles perfekt gelaufen, die Organisatoren haben super Bedingungen geschaffen und das Publikum hat mich getragen. Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen.

Warum laufen Sie rückwärts? Und das auch noch so schnell wie viele andere vorwärts nicht?

Der Leiter unserer ehemaligen Laufgruppe hatte das gemacht und mich animiert, es auch einmal zu versuchen. Weil es bei mir auf Anhieb so gut funktionierte, habe ich das weiter perfektioniert. Der besondere Kick dabei ist, die Welt mit anderen Augen zu sehen, etwas Unbekanntem entgegenzulaufen. Ich habe schon immer die besondere Herausforderung gesucht. Das Rückwärtslaufen erfordert gute Koordination und es beinhaltet eine mentale Komponente. Denn man muss lernen, sich nicht dauernd rückzuversichern. Man schult also Körper und Geist.

Wo trainieren Sie und wie orientiert man sich beim Rückwärtslauf?

Ich trainiere auf abgelegenen Strecken, zum Beispiel einem Bahndamm oder auf Wirtschaftswegen. Am Anfang ist natürlich der Reflex, sich immer wieder umzudrehen, da. Aber der verschwindet mit der Zeit und der Erfahrung. Man orientiert sich vor allem an der Straßenbegrenzung oder hat - wie in Dresden - einen Begleiter.

Als Treppenläufer haben Sie nicht nur in New York gewonnen, sondern auch in Sydney, Taipeh und vielen anderen Städten. Was war für Sie das schönste Erlebnis?

Jeder Treppenlauf war einzigartig. Das Beste daran war, dass ich so viele gewinnen konnte und dass ich überall viele Freunde gefunden habe.

Wollten Sie nie an Olympischen Spielen teilnehmen?

Für mich selbst hat sich das als Ziel nie ergeben. Doch jetzt möchte ich nach Rio, als Betreuer der Hahner-Zwillinge.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2015

Interview: Astrid Hofmann

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