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Sport Regional Michael Rösch startet am Wochenende in der Heimat
Sportbuzzer Sport Regional Michael Rösch startet am Wochenende in der Heimat
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20:58 05.09.2018
Michael Rösch beim Sommer-Biathlon im Bayerischen Wald. Quelle: Foto: imago
Altenberg/Dresden

An diesem Wochenende hat Michael Rösch mal wieder ein Heimspiel. Der 35-jährige Altenberger, der seit 2014 für Belgien startet, wird sich seinen Fans bei den Offenen Deutschen Biathlon-Meisterschaften in der Sparkassen-Arena im Zinnwalder Hofmannsloch präsentieren. Am Sonnabend und Sonntag findet der erste Teil der Titelkämpfe mit Sprint und Verfolgung im Erzgebirge statt, eine Woche später folgt Teil zwei mit Speziallanglauf, Massenstart und den Staffeln in Oberhof. Für die deutschen Skijäger sind die Ergebnisse richtungsweisend für die Weltcup- und IBU-Cup-Startplätze. Für Michael Rösch ist es dagegen vor allem „eine willkommene Abwechslung zum Training und natürlich auch eine gewisse Standortbestimmung“, wie der Staffel-Olympiasieger von 2006 betont. „Wettkampf ist immer das Beste, vor allem, wenn einem im fortgeschrittenen Alter“, wie er schmunzelnd zugibt, „das Training schon manchmal schwerer fällt.“ Die Ergebnisse will er nicht überbewerten, zumal er vor den Anstiegen auf der heimischen Strecke auch gebührend Respekt habe.

Nachdem sich der Altenberger zwölf Jahre nach seinem Olympiasieg im vergangenen Winter in Pyeongchang noch einmal den Traum von einer Teilnahme an den Winterspielen erfüllte, glaubten viele, nun werde der Sachse Skier und Gewehr in die Ecke stellen. Doch weit gefehlt. Zur Freude seiner riesengroßen Fan-Gemeinde verkündete er im Mai, dass er noch eine weitere Saison dranhängen wird. Böse Zungen sagen, weil er nichts anderes kann und nicht weiß, was er nach der Karriere machen soll. Darüber kann der Wahl-Belgier nur lachen: „Ich hätte sofort zwei Sachen gehabt, wo ich hätte einsteigen können. Doch Biathlon macht mir noch immer wahnsinnig viel Spaß. Zudem hat es mich schon gewurmt, dass ich in den Einzelrennen kaum einmal ohne Schießfehler durchgekommen bin, das geht besser. Dazu kommt, dass die Staffelrennen mir schon einen Kick gegeben haben und wir in diesem Jahr eine richtig gute Staffel stellen können. Das ist auch für den belgischen Verband wichtig“, begründet Michael Rösch seine Entscheidung und fügt an: „Ich gucke jetzt von Jahr zu Jahr. Wenn die Gesundheit mitspielt, schiele ich auch 2020 auf die WM in Antholz. Dort nochmal zu laufen vor einer tollen Kulisse, wäre schön.“

Trainiert hat der Wahl-Belgier auch in diesem Sommer wieder mit dem Schweizer Team. Voraussetzung, dass die Kooperation mit den Eidgenossen funktioniert, war die Bereitschaft seiner Sponsoren, ihn auch weiterhin zu unterstützen. So hat er einen Teil mit der Gruppe absolviert, sich aber diesmal auch allein zu Hause vorbereitet. Und weil man gerade im „hohen Alter“ neue Reize brauche, hat „Ebs“ das Training etwas umgestellt. „Viele Intervalle und erstmals hartes Krafttraining mit Gewichten, was bisher nicht so mein Ding war“, verrät er. Vor knapp zwei Wochen testete er bei der Sommerbiathlon-WM in Nove Mesto seine Form. „Die Laufform stimmt, das Schießen klappte noch nicht, aber ich weiß, woran es lag. Das ist das Wichtigste“, so der Altenberger.

Von den Athleten des heimischen Stützpunktes kann sich lediglich Justus Strehlow Hoffnungen machen, einen Startplatz im IBU-Cup zu ergattern. Der 21-jährige Schmiedeberger trainiert und lebt allerdings in Oberhof. Die Sachsen drücken natürlich noch ganz besonders Denise Herrmann (Oberwiesenthal) die Daumen, die in beiden Disziplinen von Altenberg als Titelverteidigerin startet. Die Wettkämpfe beginnen am Sonnabend um 11 Uhr, am Sonntag um 10.45 Uhr.

Von Astrid Hofmann

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