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Sport Regional Michael Rösch startet Crowdfunding-Aktion
Sportbuzzer Sport Regional Michael Rösch startet Crowdfunding-Aktion
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21:43 12.09.2017
Michael Rösch arbeitet hart für seinen Olympia-Traum. Quelle: Foto: imago
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Dresden

Michael Rösch ist immer für eine Überraschung gut. Der Altenberger Biathlet, der seit 2014 für Belgien startet, hat jetzt eine einzigartige Aktion angeschoben. Wer ihn auf seinem Weg zu den Olympischen Spielen nach Pyeongchang unterstützt, wird mit seinem Konterfei auf seiner Waffe in Südkorea mit am Start stehen. Unter dem Motto „I believe in you“ (Ich glaube an dich) lief sein Crowdfunding-Projekt, für das er mit Freunden auch ein witziges Video drehte, vor vier Tagen an.

Die Gründe für seine Aktion erläutert der Staffel-Olympiasieger von 2006, der in den vergangenen Jahren viele Tiefpunkte überwinden und Rückschläge verkraften musste, aber niemals aufgab: „Ein langer steiniger Weg neigt sich dem Ende zu. Mein Traum, noch einmal bei den olympischen Winterspielen zu starten, ist zum Greifen nah“, so der 34-Jährige, der schon seit vergangenem Winter mit den Schweizer Skijägern zusammenarbeitet. Diese Symbiose trägt Früchte, er gab mit zwei sechsten Plätzen ein starkes Comeback im Weltcup. „Allein für diesen Moment haben sich alle Kosten und Mühen gelohnt“, betont der Wahl-Belgier. Er gibt zugleich zu: „Um alles zu finanzieren, haben meine Eltern, private Ersparnisse und Sponsoren geholfen.“ Die Kosten für die Olympia-Saison beziffert er mit rund 60 000 Euro. Zwar habe er nach wie vor Sponsoren, die ihm treu zur Seite stehen, doch je professioneller man arbeiten wolle, umso preisintensiver sei alles. Deshalb sei die Idee für diese Aktion entstanden. Mit einem Mindestbetrag von 50 Schweizer Franken ist man dabei. Und das Projekt lief schon gut an, bis Dienstag kamen 6800 Franken zusammen. „Allerdings müssen es mindestens 20 000 Franken werden“, erklärt Rösch die Regularien.

Während das Projekt in vollem Gange ist, läuft für Rösch die sportliche Vorbereitung auf Hochtouren. Nach dem ersten Teil der Deutschen Meisterschaft, bei der er im Sprint Platz 19 und in der Verfolgung Rang zehn belegte, zeigte er sich ganz zufrieden: „Mir war kurz vorher der Schaft meiner Waffe gebrochen und musste repariert werden. Das brachte schon ein wenig Stress mit sich. Das Sprint-Resultat sieht schlechter aus als es eigentlich war. Aufgrund von starken Windböen habe ich sehr langsam geschossen und beim Laufen ging es etwas schwer, aber der Verfolger war wirklich ein solides Rennen. Darauf kann ich aufbauen.“ An diesem Wochenende folgt der zweite Teil in Ruhpolding.

Alle Infos zum Projekt gibt es bei www.ibelieveinyou.ch

Von Astrid Hofmann

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