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Michael Rösch absolviert für zwei Wochen Heimtraining in Altenberg

Biathlon Michael Rösch absolviert für zwei Wochen Heimtraining in Altenberg

Meist trainiert er in der Schweiz, zuletzt weilte er in Norwegen, doch nun schwitzt Sachsens Biathlon-Ass Michael Rösch für zwei Wochen in der Heimat. Der Wahl-Belgier hat sich für die kommende Olympia-Saison eine Menge vorgenommen. Dass er bislang gut drauf ist, das konnte er bei einem Wettkampf in Norwegen beweisen.

Der Altenberger Biathlet Michael Rösch blickt mit Zuversicht auf die kommende Wintersport-Saison.

Quelle: dpa

Dresden. An die „Affenhitze“ daheim muss sich Michael Rösch erst einmal gewöhnen. Noch am vorigen Wochenende war der 34-Jährige im deutlich kühleren Norwegen unterwegs. Nach einigen Jahren Pause hatten die Veranstalter den für Belgien startenden Altenberger Biathleten zum traditionsreichen „Blink-Festival“ nach Sandnes eingeladen. „Das hat mich schon gefreut, denn ich sehe es auch als Anerkennung für die Leistungen, die ich in der vergangenen Saison gebracht habe“, so Rösch, der bei den Weltcups dreimal Top-ten-Plätze erkämpft hatte.

Und in Norwegen konnte sich der Staffel-Olympiasieger von 2006 mit internationalen Spitzenathleten und den einheimischen Top-Stars wie Tarjei Boe oder Emil Hegle Svendsen messen. In einem Wettkampf konnte der Erzgebirgler sogar als Dritter die beiden Norweger hinter sich lassen. Bei den weiteren Ausscheidungsrennen verpasste er durch einige Fehler beim Stehendschießen zwar das Finale, aber insgesamt zeigte sich Michael Rösch zufrieden: „Das waren sehr ordentliche Rennen mit tollen Leuten, einfach ein gelungenes Event.“

Für ihn war es in der Olympia-Vorbereitung ein erster Test. „Ich bin seit April im Training mit den Schweizern. Gegenüber dem letzten Jahr habe ich im Mai und Juni noch eine Schippe draufgelegt. Das trägt Früchte, die Laufform passt und auch das Grundniveau beim Schießen ist höher als im vergangenen Winter“, berichtet der Wahl-Belgier, der alles auf seine zweite Olympia-Teilnahme ausgerichtet hat und sagt: „Ich liege voll im Plan.“ So ackerte er mit der Schweizer Nationalmannschaft und unter Leitung des ehemaligen Oberhofers Jörn Wollschläger in den Schweizer und Südtiroler Bergen.

„Jedes Schießen ist bei uns ein Wettbewerb, für die drei Erstplatzierten gibt es was Süßes. Ich mag aber Schokolade nicht so sehr, deshalb habe ich sie meist verschenkt“, erzählt Rösch grinsend, fügt aber ernst hinzu: „Dieses Sich-Messen ist wichtig für den Kopf. Wenn man weiß, es zählt. Da läuft das Gleiche ab, wie dann beim Wettkampf im Winter.“ Er sei vor allem weitestgehend gesund und ohne Verletzungen durchgekommen. „Nur in Antholz bin ich vom Rad abgestiegen, hatte einige Schürfwunden und Blutergüsse, die ich auch in Norwegen noch etwas gespürt habe.“

Aus jedem seiner Worte klingt der unbändige Ehrgeiz durch, der nach wie vor in ihm brennt. Der vergangene Winter habe ihm gezeigt, was möglich ist. „Auch wenn ich nicht in jedem Rennen mehr vorn ankommen kann, will ich doch meine Leistungen bei den Weltcups und bei Olympia bestätigen und unter die Top-ten laufen, vielleicht sogar mal auf einen Podestplatz schielen. „Unter den besten Zehn in einem Einzelrennen bei Olympia wäre natürlich ein Traum“, so Rösch, der jetzt zwei Wochen Heimtraining absolviert, anschließend noch einmal zwei Wochen in der Schweiz ist. „Dann bereite ich mich noch eineinhalb Wochen gezielt auf die Deutsche Meisterschaft Anfang September vor. Das wird für mich der nächste wichtige Gradmesser.“

Von Astrid Hofmann

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