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Sport Regional Maase verlässt Dresden und geht nach Delitzsch
Sportbuzzer Sport Regional Maase verlässt Dresden und geht nach Delitzsch
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07:53 14.07.2017
Lukas Maase ist mit seinem Gardemaß von 2,08 Metern am Netz sowohl im Block als auch im Angriff eine Bank – und in vielen Vereinen heiß begehrt. Quelle: Steffen Manig
Dresden/Delitzsch

Eine freudige Botschaft war es nicht, die Sven Dörendahl, Sportdirektor des VC Dresden, erhielt. Nach Daniel Schmitt, Martin Kroß, Christian Heymann und Richard Peemüller wird auch Mittelblocker Lukas Maase den Zweitliga-Absteiger verlassen. Das 18-jährige Talent will weiter in der 2. Liga aufschlagen und wechselt deshalb zum GSVE Delitzsch, der in der abgelaufenen Saison auf Rang fünf einkam.

VC-Sportdirektor Sven Dörendahl ist nicht begeistert: „Es ist ärgerlich, wenn ein Spieler, den wir über Jahre aufgebaut haben und den wir gut gebrauchen könnten, geht. Aber wir mussten nach dem Abstieg mit solchen Szenarien rechnen.“ Weil Maase die 13. Klasse und damit das Abitur am Sportgymnasium absolviert, wird er nur zweimal pro Woche in Delitzsch trainieren.

Für einen Spieler, der mal in der 1. Liga spielen möchte, nicht ausreichend. Dörendahl: „Zweimal Training in Delitzsch und zweimal das Frühtraining am Sportgymnasium sind zu wenig. Deshalb suchen wir nach einer Lösung.“ Der VC Dresden will seinem Ex-Spieler vielleicht ermöglichen, die eine oder andere Einheit mit dem Heimatverein zu absolvieren.

Der Kontakt zu Delitzsch lief über den Stiefvater von Lukas Maase, der Anfang Juni bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften mit GSVE-Trainer Frank Pietzonka ins Gespräch kam. Wenig später traf man sich dann in der Loberstadt.

„Die Fahrten nach Delitzsch sind kein Problem, ich bin abgehärtet, abends geht es wieder heim“, meint Maase, der seit Monaten Angebote aus der ersten und zweiten Liga hat. Vom Tisch seien Absichten, mal in der höchsten Liga zu spielen, keineswegs. Warum war Trainer „Spitz“ Pietzonka so spitz auf den talentierten Mittelblocker? Um den besten Block der Liga zu stellen. Gemeinsam mit dem gebürtigen Dresdner Robert Karl wird es zukünftig am Netz der Delitzscher Beckerhalle dunkel. Der 27-jährige Mittelblocker schmettert seit 2012 für Delitzsch. „Ich kenne Robert aus Dresden von den Spielen, als er noch mit seinem Punk auf dem Feld stand“, sagte Maase. Er kennt nicht nur die „Schrankwand“, sondern auch deren Schöpfer. Mama Romy Karl trainierte den kleinen Lukas einst.


Von Astrid Hofmann und Johannes David

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