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Sport Regional Löwen & Füchse streiten um den Playoff-Platz
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23:33 09.09.2015
Dresden

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Bei den Lausitzer Füchsen läuft es derzeit blendend, sie gewannen sechs der letzten sieben Spiele und rangieren mit vier Zählern mehr als Dresden auf dem begehrten achten Platz. Der Kampf um das Erreichen der Meisterrunde spitzt sich zu. Schon in dieser Konstellation liegt die besondere Brisanz des Derby-Doppelpacks zwischen den beiden sächsischen Teams in dieser Woche. Heute (20 Uhr) treffen sich die Rivalen in der Energie-Verbund-Arena, am Freitag folgt die Fortsetzung im Fuchsbau.

Nach der Talfahrt in den vergangenen Wochen konnten die Eislöwen schon gegen Schwenningen den Schalter umlegen, wenn auch die Punkte noch fehlten. "Uns war nach dem 0:4 gegen Rosenheim bewusst, dass es so nicht weitergehen kann. Trotz der Niederlagen war die Stimmung in der Kabine immer gut. Die Mannschaft hält zusammen und gegen Schwenningen haben wir gesehen. Wenn jeder dem anderen hilft, dann läuft es", erklärt Verteidiger David Hajek, der sich auf die Derbys freut. "Ich liebe diese Stimmung, sie pusht uns unheimlich. Für mich könnte es immer so sein", meint der 32-Jährige.

Löwen-Coach Thomas Popiesch hat die jüngsten Ergebnisse der Lausitzer registriert. "Sie fanden zuletzt immer Wege, die engen Spiele zu gewinnen. Das zeugt von viel Selbstvertrauen", glaubt der 47-Jährige. Er ist gleichfalls überzeugt, dass auch seine Schützlinge bereit für die Derby-Kämpfe sind. "Das Selbstvertrauen war am Wochenende wieder zu sehen. Dazu kehrt Alec Richards ins Tor zurück. Das sollte dem Team noch einmal einen Schub geben", hofft er und gibt seinen Jungs die Marschroute vor: "Wir müssen ganz viel Druck aufbauen, damit die Füchse nicht zu ihrem Laufspiel kommen." Beim letzten Derby in Dresden bekamen die Elbestädter das glänzend hin, bezwangen die Lausitzer mit 4:1.

Harte Arbeit und "Überstunden" waren für die Weißwasseraner nötig, um das vergangene Wochenende als doppelter Sieger abzuschließen und auf Play-off-Kurs zu bleiben. Erst wurden die Hannover Indians mit 5:4 nach Penaltyschießen bezwungen. Dann gab es ein 2:1 nach Verlängerung beim Tabellenletzten Riessersee. Die erhoffte Ausbeute von sechs Zählern blieb den Füchsen allerdings verwehrt. Gut möglich, dass die zwei "verspielten" Punkte in der Endabrechnung doch fehlen. Gegen Hannover kamen sie mit dem Druck des "Gewinnen-Müssens" anfangs nicht zurecht. "Wir waren Zuschauer beim eigenen Spiel", fasste EHC-Trainer Dirk Rohrbach den Auftakt zusammen. Nach 16 Minuten lagen seine Cracks mit 0:3 hinten.

Aber frühe Gegentore haben den Vorteil, sie länger ausgleichen zu können. Und so kämpften sich die Ostsachsen zurück und kauften den Indians mit körperlicher Präsenz den Schneid ab. Immer wieder war es der erste Block, der für Torchancen sorgte und bis zur zweiten Sirene auf 2:3 verkürzte. Als Sean Fischer in der 44. Minute zum 3:3 traf, schien die Begegnung komplett zu kippen. Doch direkt aus einem Bully heraus trafen die Gäste zur neuerlichen Führung. Weißwasser schüttelte sich kurz und machte seinem Ruf als "Comeback-Mannschaft" alle Ehre. Nach torloser Verlängerung verwandelten alle Füchse ihre Penaltys. Es war der achte Sieg aus den letzten elf erfolgreichen Auftritten, der nach einem Rückstand gelang.

So verhieß die 1:0-Führung des EHC beim SC Riessersee zunächst gar nichts Gutes. Nur dem wieder ganz starken Jonathan Boutin war es zu danken, dass nicht mehr als ein Gegentor fiel. Zwar hatten auch die Rohrbach-Schützlinge eine Reihe guter Tormöglichkeiten. Aber wie so oft wurden diese versiebt, auch das Überzahlspiel blieb erneut harmlos. Nur ein Geniestreich des Lausitzer "Turbo-Duos" Richard Mueller und Kevin Lavallee rettete die Blau-Gelben. "Beim letzten Derby in Dresden waren wir nicht bereit. Diesmal müssen wir über 60 Minuten mit höchster Konzentration und Leidenschaft agieren", verlangt Dirk Rohrbach.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2013

A. Hofmann, S. Matthieu

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