Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Liebscher holt mit dem Vierer Gold
Sportbuzzer Sport Regional Liebscher holt mit dem Vierer Gold
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:06 27.08.2018
Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher aus Dresden und der Mannheimer Max Lemke (v. l. n. r.) holten WM-Gold im K4 über 500 m. Quelle: Foto: Ute Freise
Dresden

Die beiden Dresdner Kanu-Asse Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein kehren mit einem kompletten Medaillensatz von der Weltmeisterschaft aus dem portugiesischen Montemor-o-Velho zurück. Nachdem Olympiasieger Tom Liebscher bereits am Freitag Silber im K1 über 500 m erkämpft hatte, sicherte sich der 25-Jährige am Sonntag mit seinen Teamgefährten Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam) und Max Lemke (Mannheim) Gold im K4 über 500 m. Die Titelverteidiger fuhren ein starkes und kontrolliertes Rennen, verwiesen in 1:20,056 Minuten die favorisierten Spanier (1:20,423) sowie das Boot aus Ungarn (1:21,480) auf die Plätze.

Heimtrainer Jens Kühn, der das Finale auf der Tribüne verfolgte, meinte anschließend: „Sie sind gut rausgefahren, lagen nach der Hälfte auf Platz zwei und haben dann alles rausgehauen. Insgesamt haben sie sich das Rennen sehr gut eingeteilt. Der wind blies diesmal von vorn und war zum Glück für alle gleich. Unsere vier Jungs haben am Schluss die nötige Standfestigkeit gehabt.“

Tom Liebscher selbst war nach dem Sieg glücklich: „Den WM-Titel verteidigt, besser hätte es nicht laufen können. Wir konnten zeigen, was unsere Stärken sind. Dennoch lief noch nicht alles perfekt, da gibt es in den nächsten zwei Jahren auch noch einiges zu verbessern. Wir sind vier unterschiedliche Charaktere, die sich an einem gewissen Punkt zusammenfinden, sich gegenseitig fordern und fördern. Das macht unheimlich viel Spaß“, so der Student, der damit seinen vierten WM-Titel gewann und schon wieder kämpferisch hinzufügte: „Jetzt müssen wir im Winter wieder neu angreifen.“

Es sei ein schöner Abschluss nach einer Saison mit Höhen und Tiefen gewesen. „Ich bin am Ende mit Gold und Silber sehr zufrieden. Der Titel gibt natürlich viel Aufwind für neue Aufgaben“, meinte der Dresdner, der aber gestern Abend bei einem gemeinsamen Essen mit der gesamten Mannschaft erst einmal den Erfolg genießen wollte. „Und dann gucken wir mal, ob wir noch eine hübsche Bar finden, wo wir ein wenig weiter feiern können“, meinte er grinsend.

Einen Grund zum Feiern hatte auch Vereinsgefährtin Steffi Kriegerstein, die im K2 über 500 m mit der Magdeburgerin Jasmin Fritz wie bei der EM überraschend Bronze holte. Sie musste sich nur den favorisierten Ungarinnen und Neuseeländerinnen, die sich ein Herzschlagfinale lieferten, geschlagen geben. „Das ist gigantisch, ich bin total happy über die Medaille, denn unser Rennen war eigentlich gar nicht so gut. Aber die Ungarinnen und die Neuseeländerinnen haben uns mit ihrer Welle mitgezogen“, jubelte Steffi Kriegerstein nach dem Rennen.

Jasmin Fritz fügte hinzu: „Für mich ist es die erste WM bei den Großen, ich bin sehr glücklich, dass es gleich mit einer Medaille geklappt hat. Das stärkt die Motivation für die Olympischen Spiele 2020.“ Lediglich mit dem K4 über 500 m gab es für die 25-jährige Dresdnerin eine kleine Enttäuschung. Das Quartett, zu dem noch die Leipzigerin Tina Dietze und die beiden Potsdamerinnen Franziska Weber und Conny Waßmuth gehörten, musste sich mit Platz fünf begnügen. Der Sieg ging an Ungarn. Neuseeland und Polen folgten auf dem Plätzen zwei und drei.

„Eigentlich hätte man nach den Leistungen in den Zweier-Konkurrenzen mehr erwartet, aber insgesamt fehlte dem Vierer durch viele verletzungsbedingte Ausfälle in dieser Saison die Konstanz“, schätzte Trainer Jens Kühn ein. Für die Athleten geht es nun zum Saison-Abschluss am nächsten Wochenende in Hamburg noch einmal um Titel und Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften.

Von Astrid Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit 24:7 haben die Dresden Monarchs ihren letzten Heimauftritt der GFL-Nord-Hauptrunde 2018 gegen Köln gewonnen. Doch die Konkurrenz hat nicht tatenlos zugesehen. Im Kampf ums Playoff-Heimrecht heißt es nun: Alles oder nichts!

27.08.2018

Yazan Nasser hat es als erster Runningback aus dem Monarchs-Talenteschuppen in das Dresdner Bundesliga-Team geschafft. Dass sich Nasser so in Szene setzen konnte, ist besonders bemerkenswert, spielen die Monarchs doch erstmals eine Bundesliga-Serie mit einem Runningback, der aus dem eigenen Nachwuchs stammt.

27.08.2018

Der Dresdner Olympiasieger Tom Liebscher hat bei der Kanu-Weltmeisterschaft im portugiesischen Montemor-o-Velho im K1 über 500 m Silber gewonnen. Im Finale musste sich der 25-Jährige in 1:38,912 Minuten nur Titelverteidiger Josef Dostal aus Tschechien (1:37,905) geschlagen geben. Bronze ging an den Ungarn Bence Nadas (1:39,516).

26.08.2018