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Libera Michelle Petter kehrt zurück nach Dresden

Volleyball Libera Michelle Petter kehrt zurück nach Dresden

Der Traum erfüllt sich schneller, als es Michelle Petter erwarten konnte. Denn eigentlich war im Frühjahr klar, dass die 20-Jährige auch in der kommenden Saison beim VfB Suhl spielen würde. Dann aber kam alles anders. Doch nun kehrt sie zu ihrem Heimatverein zurück.

Michelle Petter agiert künftig als Libera des Dresdner SC

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Der Traum erfüllt sich schneller, als es Michelle Petter erwarten konnte. Denn eigentlich war im Frühjahr klar, dass die 20-Jährige auch in der kommenden Saison beim VfB Suhl spielen würde. Dann aber kam alles anders. Als die Thüringer Ende Mai erst mal entschieden, die Lizenz zurückzuziehen, sah es nach dem Erstliga-Aus in der Wolfsgrube aus. Man riet den Spielerinnen, sich anderweitig umzusehen. Für die gebürtige Dresdnerin war klar: „Ich frage zuerst in der Heimat nach.“ So habe sie am 28. Mai zum Hörer gegriffen, erzählt die Libera, und Alexander Waibl angerufen.

„Das ging ganz locker“, meint die Blondine schmunzelnd. Der Coach wiederum freute sich, dass er von Michelle nicht nur eine Nachricht, sondern einen persönlichen Anruf erhielt. Schließlich kann sich der DSC-Chefcoach noch gut an jene Zeit erinnern, als „Flummi“, wie sie von ihren Freunden genannt wird, mit dem VCO-Talenten in der Margon-Arena „auf der anderen Seite des Vorhangs“ trainiert habe. „Seitdem hat sie eine tolle Entwicklung genommen und gerade in den vergangenen beiden Jahren mit Suhl neue und wertvolle Erfahrungen in der Bundesliga sammeln können“, so Waibl, der besonders ihren Kampfeswillen schätzt, der auf dieser Position sehr wichtig sei.

Der Coach weiß natürlich, dass gerade auf der Spielerin mit dem andersfarbigen Trikot ein besonderer Druck in Annahme und Abwehr laste. „Wenn man dann Fehler macht, fällt es umso mehr auf und Liberos müssen im Laufe ihrer Karriere lernen, damit umzugehen“, betont der DSC-Trainer, der glaubt, dass Liberos viel Erfahrung und deshalb mehr Zeit zur Reife brauchen.

Die soll Michelle Petter auf jeden Fall bekommen. Und er freut sich, dass das Talent, das bis vor zwei Jahren alle Nachwuchsmannschaften in der eigenen Kaderschmiede durchlief, dabei von Kapitän Myrthe Schoot profitieren kann, die „über enorme internationale Erfahrung“ verfügt. Das sieht Michelle Petter ganz genauso: „Von ihr kann ich ganz viel lernen. Sowohl spielerisch, als auch als Persönlichkeit auf und neben dem Spielfeld. Ich weiß, dass ich an ihrem Level noch nicht dran bin. Aber dafür bin ich hier. Ich möchte im Training lernen, weiter vorankommen und den Sprung auf’s Feld schaffen“, erklärt Petter. Als sie vor zwei Jahren erst einmal aus Dresden weggehen musste, sei ihr das nicht schwer gefallen. „Ich wollte den nächsten Schritt gehen. Das war zu diesem Zeitpunkt beim DSC nicht möglich, weil mit Myrthe und Lisa Stock die Position doppelt besetzt war. Und ich wollte zu einem Klub, wo ich spielen und so Erfahrung sammeln kann, um meinem Traum, einmal bei meinem Heimatverein zu spielen, wahr machen kann“, sagt die Elbestädterin.

Übrigens half damals Alexander Waibl bei der Vermittlung nach Suhl. Dass dieser „Umweg“ keineswegs umsonst war, sieht auch Michelle Petter so: „Ich habe in den letzten beiden Jahren gelernt, dass man immer hart arbeiten und geduldig sein muss, wenn man nach ganz oben kommen möchte.“ Thomas Kettmann, Vorstand des VCO betont ebenfalls: „Wir sind froh, dass Michelle nach zwei Jahren Bundesligaerfahrung zurück kommt. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht immer der direkte Weg sein muss.“

Dass es allerdings jetzt so geklappt hat, verdanken die DSC-Volleyballerinnen auch einem externen Sponsor. Die 5G Lab GmbH hat die Verpflichtung einer zweiten Libera, die ursprünglich nicht im Budget vorgesehen war, erst möglich gemacht.

Von Astrid Hofmann

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