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Sport Regional Lausitzer Füchse weiter im Rennen um den Ligaverbleib
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10:10 22.03.2018
Die Weißwasseraner benötigten bei den Tigers eine gehörige Portion Glück. Quelle: DNN
Weißwasser

Die Lausitzer Eishockeyfüchse konnten den nächsten und möglicherweise schon vorentscheidenden Misserfolg in der ersten Playdown-Serie (zunächst) verhindern. Der EHC gewann Spiel vier in Bayreuth mit 2:1. Damit steht es nach Siegen nun 2:2. Aus der ursprünglichen Serie „best of seven“ ist nun ein „best of three“ geworden. Denn wer viermal gewinnt, der sichert sich den Klassenerhalt.

Allerdings benötigten die Weißwasseraner bei den Tigers eine gehörige Portion Glück und einen lernfähigen Referee. Denn nach Ansicht des Videobeweises wurde 123 Sekunden vor dem Ende der Partie der vermeintliche Ausgleich der Wagnerstädter nicht anerkannt – und das war korrekt so. Ein kurzer Rückblick: In Spiel eins der letztjährigen Play-off-Viertelfinalserie der Lausitzer Füchse gegen Kassel erkannte Referee Jens Steinecke, in Jena geboren und lange Jahre in Weißwasser als Spieler aktiv, das 2:0 der Huskies nach Sichtung der Videobilder an. Dabei war der Puck zwar an beide Torpfosten gesprungen, aber nicht hinter der Torlinie. Die verzerrte Perspektive der Übertorkamera suggerierte allerdings, die Scheibe habe die Torlinie überquert. Steinecke unterlag da der optischen Täuschung.

Diesmal ließ sich der 40-Jährige nicht ins Bockshorn jagen. Nach einem Schrägschuss von Bayreuths Michal Bartosch klatschte der Puck an den langen Torpfosten und sprang in gleicher Richtung zurück. Aus der Übertor-Perspektive schien das Spielgerät die Linie passiert zu haben. Weil aber die Torlinie sichtbar bleiben soll, ist die Latte des Tores sozusagen „verrückt“ und nicht direkt über der Torlinie zu sehen.

„Die Schiedsrichter sind auf diese Eigenart des Videobeweises, der Position der Übertorkamera und der dadurch möglichen optischen Täuschung hingewiesen und geschult worden. Sie kennen diesen Umstand und berücksichtigen ihn bei der Überprüfung von solchen Szenen“, stellte die Ligenleitung der DEL2 heute klar. Schließlich waren die Gemüter erhitzt. „Unser zweites Tor war aus meiner Sicht aber klar hinter der Linie. Es ist also ein klares Tor nicht gegeben worden – ich bin sprachlos“, klagte Tigers-Trainer Sergej Waßmiller nach der Schlusssirene.

Derweil freute sich EHC-Coach Robert Hoffmann, dass das neue Defensivkonzept der Füchse gegriffen hatte. Am Freitag ab 19.30 Uhr folgt nun Spiel fünf im Fuchsbau. Nachdem bisher alle vier Begegnungen nur mit einem Tor Unterschied, zwei davon gar nach Verlängerung, geendet hatten, wird es weiter ein (Abstiegs-)Kampf auf Biegen und Brechen bleiben.

Von Sebastian Matthieu

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