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Sport Regional Lausitzer Füchse erwarten am Sonntag die Freiburger Wölfe zum Saisonauftakt
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23:00 15.09.2017
Trainer Hannu Järvenpää musste eine Vielzahl von Leistungsträgern ersetzen und hofft nun, dass sich die neuen Leute schnell zurechtfinden. Quelle: Foto: Gunnar Schulze
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WeiSSwasser

Wie schon vor Jahresfrist verdient sich der Kader der Lausitzer Füchse zum Saisonstart das Prädikat „Wundertüte“. Während es bei der Besetzung der Torhüterposition im Vergleich zum Vorjahr praktisch keine bemerkenswerte Veränderung gibt, ist das Gros der Feldspieler – erst recht, wenn man auch noch die drei in der letzten Saison nur höchst sporadisch zum Einsatz gekommenen Förderlizenzspieler Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke als „Zugänge“ zählt – neu.

Mit Niklas Zoschke im Tor sind es so 19 Spieler, die erstmals das Trikot der Weißwasseraner tragen. Und das bei einem Team, das inclusive der vier Schlussleute 29 Cracks umfasst. Der Preis für die so erfolgreiche letzte Spielzeit (Rang sechs) ist mit dem Weggang von zwölf Akteuren, darunter dem des kompletten Paradefünfers, teuer bezahlt. „Es war definitiv sportlich und wirtschaftlich eine der besten Spielzeiten seit der Wende“, bestätigt Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der gemeinsam mit Coach Järvenpää und Co-Trainer Robert Hoffmann aus der fortwährenden Not in der Oberlausitz – das Budget am östlichsten DEL2-Standort bleibt eben überschaubar – eine Tugend machte und auf eine kleine, aber feine „Nische“ setzt: „Wir sehen uns schon als Ausbildungsclub, werden stets überwiegend junge Leute holen und ihnen Zeit und Vertrauen geben, sich durchzusetzen. Denn fertige Spieler können wir uns nicht leisten. So müssen wir damit leben, oft Durchgangsstation zu sein.“

Nicht zu halten für die Ostsachsen waren so u.a. Dennis Swinnen (Ingolstadt), Jeff Hayes und Patrik Parkkonen (beide Karlskoga – SWE2), Jakub Svoboda (Ravensburg), Dennis Palka (Heilbronn) und Elia Ostwald (Crimmitschau), die für 94 von 154 Hauptrundentoren der Füchse verantwortlich zeichneten. Wer kann dafür in die Bresche springen? Feodor Boiarchinov, Artur Tegkaev, Christian Neuert, Marius Stöber oder eben die Förderlizenzler Charlie Jahnke und Vincent Hessler müssen Treffsicherheit entwickeln, damit Weißwasser konkurrenzfähig sein kann. Wie groß der Bedarf an „Scharfschützen“ ist, beweist der Umstand, dass zunächst drei der vier gestatteten Ausländerstellen in den Angriff vergeben wurden (Kyle Just, Anders Eriksson, Christopher Bodo) und schlussendlich mit Viktor Lennartsson gar noch ein vierter Kontingentstürmer nachverpflichtet wurde.

Nachgerüstet wurde auch im Abwehrverbund. Zu den jungen Deutschen Yannick Mund, Marius Nägele (beide 23) und Steven Bär (24) wurde erst der Kanadier Chris Owens geholt. Ihm folgte der Tscheche Jakub Kania, der inzwischen einen Deutschen Pass erhielt und das Ausländerkontingent nun nicht mehr belastet, sowie jetzt – nach der schweren Handverletzung von Owens – noch Martin Rygl, ein Tscheche mit der Erfahrung von über 400 Partien in der tschechischen Extraliga. Damit ist deutlich mehr Breite im Kader, als noch vor einem Jahr. Da hing der Erfolg der Ostsachsen maßgeblich von den Qualitäten des ersten Blocks ab. Aber deshalb waren die Järvenpää-Schützlinge auch ausrechenbar. Das will der finnische Coach diesmal verhindern und bemüht geometrische Körper: „Zuletzt glich das Team einer Pyramide mit einer schmalen Spitze und unten jeder Menge Breite. Nun wollen wir eher ein Quader sein, sehr eben- und gleichmäßig.“

Angesichts des Vorbereitungsprogramms der Lausitzer sind echte Schlüsse auf das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft (noch) nicht zu ziehen. Zumindest aber deuteten die Weißwasseraner im Rahmen des Turniers in Ungarn, als man durchweg auf höherklassige Gegner traf, ihre Möglichkeiten an. Jedenfalls glaubt Trainer Järvenpää, dass das Potenzial seiner neuen Mannschaft höher sei, als es das des Vorjahresteams war. Insofern wird viel davon abhängen, wie schnell sich die massiv „umgekrempelten“ Füchse finden, ob die Kontingentspieler durchweg auf hohem Niveau spielen und die vielen jungen Akteure mitreißen können.

Von Sebastian Matthieu

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