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Lara Schmidt freut sich auf Blau-Weiß Blasewitz

Tennis Lara Schmidt freut sich auf Blau-Weiß Blasewitz

Der Club aus dem Waldpark hat sich für die kommenden drei Jahre hochkarätig verstärkt, denn mit Lara Schmidt wechselt eines der großen deutschen Talente an die Elbe. Die 18-Jährige kommt aus Nürnberg und hat schon Wimbledon-Erfahrung gesammelt. Sie glaubt, dass mit Blau-Weiß noch einiges möglich ist – sogar der Bundesliga-Aufstieg.

Lara Schmidt verstärkt für drei Jahre das Team des TC Blau-Weiß Blasewitz.

Quelle: imago

Dresden. Seit einiger Zeit wurde es schon gemunkelt, jetzt ist es Gewissheit: Lara Schmidt, die Nummer eins der deutschen Tennis-Juniorinnen-Abschlussrangliste für 2017 in der Altersklasse U 18, wechselt zu Beginn der Freiluftsaison 2018 vom 1. FC Nürnberg zum TC Blau-Weiß Blasewitz (DNN berichtete). Mit der 1,68 Meter großen, 18-jährigen Spielerin, die im August letzten Jahres als 17-Jährige bei den Leipzig Open die 19. Auflage der Internationalen Sächsischen Tennis-Meisterschaften bisher jüngste Siegerin wurde, führten die DNN das folgende Interview.

Stellen Sie sich bitte mal kurz vor, seit wann spielen Sie Tennis?

Lara Schmidt: „Ich bin am 13. Oktober 1999 geboren, und spiele seit meinem achten Lebensjahr Tennis. Und das vom ersten Tag bis jetzt beim 1. FC Nürnberg. Vorher habe ich mich beim Fußball versucht, doch durch meine Eltern, die beide aktiv Tennis spielen, bin ich zu dieser Sportart gekommen und habe es nie bereut.“

Sicher auch deshalb, weil sich schnell Erfolge einstellten?

„Nicht sofort, aber doch schon recht schnell. 2015 wurde ich in Essen deutsche Hallentennis-Meisterin im Mädchen-Einzel der Altersklasse U 16. Meine größten Erfolge errang ich jedoch im vorigen Jahr, wo ich mich international noch einmal vorrangig auf Junioren-Turniere konzentrierte. Im schweizerischen Klosters wurde ich im Juli mit meiner deutschen Partnerin Jule Niemeier Vize-Europameisterin im Doppel. Emotionale Höhepunkte für mich waren aber die Junioren-Konkurrenzen der beiden Grand-Slam-Turniere French Open in Paris und Wimbledon, wo ich es jeweils bis ins Hauptfeld geschafft habe. Meinen ersten Auftritt auf dem heiligen Rasen in Wimbledon werde ich nie vergessen.“

Hat Sie das dann auch darin bestärkt, ganz auf die Karte Tennis zu setzen?

„Das hat sicher eine Rolle gespielt, doch der Entschluss dafür stand schon vorher fest. Denn mit dem Abschluss der zehnten Klasse im letzten Sommer habe ich die Schule verlassen und konzentriere mich ganz auf Tennis.“

Was sind Ihre Ziele als Tennis-Profi?

„Sehr, sehr hohe. Und ich rede da auch nicht lange um den heißen Brei herum. Ich möchte mal die Nummer eins der Welt werden. Ich weiß, dass das utopisch klingt. Doch nur wer sich sehr hohe Ziele setzt, der erreicht auch was.“

Wieviel Training sind dafür erforderlich?

„Täglich etwa vier Stunden Tennis. Und dazu noch Fitness und Laufen. Der ganze Tag ist damit ausgelastet, doch von Nichts kommt Nichts“

Was hat Sie zum Wechsel nach Dresden bewogen, zumal es ja auch noch Angebote anderer sehr attraktiver Tennis-Vereine wie dem MTTC Iphitos München gab?

„Zunächst erst einmal dies: Sehr viel Kopfzerbrechen hat mir schon mein Weggang vom 1. FC Nürnberg gemacht. Bei diesem Verein habe ich begonnen. bin sehr gut gefördert worden, und hier arbeitet auch mein langjähriger Trainer Günter Ganser. Aber ich möchte schon mindestens in der 2. Bundesliga spielen . Das hätte ich auch in München gekonnt, aber das Dresdner Angebot sprach mich in jeder Hinsicht viel mehr an. Dazu gehört auch, dass mir von Blasewitz ein längerfristiger Vertrag für drei Jahre angeboten wurde. Denn ständige Wechsel sind überhaupt nicht mein Ding. Hinzu kommt auch noch, dass für Blasewitz mit Emily Welker und Estella Jäger zwei fast gleichaltrige Spielerinnen mit mir in einer Mannschaft aktiv sind, die ich schon seit mehreren Jahren von Jugendturnieren kenne.“

Welche Ziele halten Sie mit dieser Mannschaft für erreichbar?

„Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ist erst einmal das vorrangige Ziel. Aber ich bin bei der Besetzung der Mannschaft eigentlich sehr sicher, dass da schon noch viel mehr drin ist. Das bedeutet im Klartext Aufstieg in die 1. Bundesliga. Ich bestreite für Sachsen aber auch die Großen Spiele des Deutschen Tennis Bundes.“

Wie soll es jetzt international weitergehen?

„Ich konzentriere mich nun in diesem Jahr vorrangig auf ITF-Turniere der Damen, um den aktuellen Weltranglistenplatz 1220 Schritt für Schritt zu verbessern. Ich weiß, dass das ein sehr harter und langer Weg wird. Die exakte Turnierplanung für dieses Jahr steht noch nicht fest, doch wahrscheinlich werde ich vom 5. bis 11. Februar im slowakischen Trnava mein erstes ITF-Weltranglistenturnier in diesem Jahr spielen. Besonders freue ich mich schon jetzt, dass ich wahrscheinlich für das im Mai stattfindende WTA-Turnier in Nürnberg eine Wild Card bekommen soll.“

Von Rolf Becker

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