Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional Kriegerstein und Liebscher starten in die Kanu-Saison
Sportbuzzer Sport Regional Kriegerstein und Liebscher starten in die Kanu-Saison
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:01 04.04.2017
Steffi Kriegerstein und Tom Liebscher taufen den Katamaran des KC Dresden.   Quelle: A. Hofmann
Anzeige
Dresden

 Die Sonne aus Florida haben sie mit an die Elbe gebracht. Das zumindest verriet am Montag Kanu-Olympiasieger Tom Liebscher bei der kleinen Saisonauftaktfeier des KC Dresden an der Oehmestraße. Erst am Wochenende waren er und die olympische Silbermedaillengewinnerin Steffi Kriegerstein aus dem Trainingslager im amerikanischen „Sonnenschein-Land“ zurückgekehrt. Bereits am 22. April steht für die beiden Dresdner Vorzeigesportler in Brandenburg die erste nationale Qualifikation für die neue Saison an.

Liebscher gibt zu: „Nach dem grandiosen Erfolg in Rio kam die Motivation nicht ganz so von allein zurück. Nach dem Lehrgang bei der Bundeswehr Anfang des Jahres und einigen Prüfungen im Studium fiel der Anfang doch noch etwas schwer. Doch jetzt stehen wieder neue Ziele vor uns.“ Um seinen Trainingsrückstand im Vergleich zu den Konkurrenten etwas aufzuholen, verlängerte der den Aufenthalt in Florida um eine Woche und schrubbte rund 1000 Kilometer auf dem Wasser. „Man merkt schon, dass die anderen angreifen wollen. Im letzten Jahr um diese Zeit hatte ich schon 2500 Kilometer in den Knochen, aber ich habe mich jetzt wieder ran gearbeitet“, ist der Modellathlet zuversichtlich.

Dabei muss er sich in Zukunft umstellen, denn bei den nächsten Olympischen Spielen in Tokio stehen beide Bootsklassen, in denen er in Rio startete, nicht mehr auf dem Programm. „Im Vierer geht es jetzt nicht mehr über 1000 m, sondern über 500 m, den Zweier über 200 m gibt es gar nicht mehr. Ich will auf jeden Fall bei der WM im August in Racice in einem Boot sitzen, das Medaillenchancen besitzt“, betont Liebscher, der sich im Hinblick auf die nächsten Spiele möglichst alle Optionen offen halten will.

Bei Steffi Kriegerstein ist die Sache etwas einfacher. „Ich konzentriere mich weiter ganz auf den Vierer, mit dem wir Silber geholt haben“, so die 24-Jährige, die schon etwas eher ins Training eingestiegen ist. Die jetzt ebenfalls für den KC Dresden startende Olympia-Zweite ackerte schon im Januar in Kienbaum, war im Februar drei Wochen im italienischen Sabaudia und nun drei Wochen in Florida. „Zwischendurch hatte ich mal einen kleinen Hänger. Aber da haben mir die Gespräche mit meinen Vierer-Kolleginnen Tina Dietze und Franziska Weber sehr geholfen, die mir berichten konnten, wie es bei ihnen nach den Spielen in London lief. Wir wollen in Racice möglichst an Olympiasieger Ungarn vorbeiziehen“, verkündet sie kämpferisch. Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal bei den Ungarinnen eine wichtige Leistungsträgerin Mama wird und deshalb nicht mehr dabei ist.

Die beiden Olympia-Medaillen von Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein trugen maßgeblich bei, dass es gestern noch eine besondere Bootstaufe gab. Nach 37 Jahren wurde endlich das alte Motorboot, mit dem Trainer Jens Kühn seine Sportler beim Training begleitet, ausrangiert. Mit Unterstützung des sächsischen Innenministeriums erhielt der Trainer einen nagelneuen hochmodernen Katamaran. „Das ist der gleiche Typ, der auch in Rio zum Einsatz kam. Er verursacht weniger Wellen und man sitzt erhöht und kann damit die Sportler viel besser sehen“, freut sich Jens Kühn. Das neue Wassergefährt kostet rund 11 700 Euro, dafür kamen vom Innenministerium 10 000 Euro, den Rest legte der KC Dresden dazu.

Von Astrid Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach René Kramer, Alexander Höller und Martin Davidek hat jetzt auch Dominik Grafenthin seinen Vertrag bei den Dresdner Eislöwen verlängert. Der 21-Jährige kam 2014 als Förderlizenzspieler von den Eisbären an die Elbe, erhielt ein Jahr später einen festen Kontrakt beim Zweitligisten.

04.04.2017

Die Zweitliga-Handballerinnen des HC Rödertal haben zu Hause gegen Zwickau die zehnte Saison-Niederlage kassiert und rutschten auf Platz fünf ab. Der Aufstieg ist spätestens jetzt kein Thema mehr.

02.04.2017

Am Sonnabend trafen sich die Fans noch einmal mit der Mannschaft, um die Saison bei einer kleinen Feier Revue passieren zu lassen. Doch die Stimmung war nicht nur wegen des frühen Ausscheidens im Play-off-Viertelfinale getrübt, sondern vor allem, weil sich wichtige Spieler verabschiedeten.

02.04.2017
Anzeige