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Sport Regional Keine 20 mehr, aber topfit
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13:57 11.03.2018
Erik Seibt, Wasserspringer des Dresdner SC, heimste bei der Masters-WM mit starken Leistungen einen kompletten Medaillensatz ein. Quelle: Archiv
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Dresden

Das Sportjahr 2017 ist vorüber – Zeit für eine Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 7.  April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Im siebenten und letzten Teil der Kandidatenvorstellung geht es um die Senioren.

Ralf Buschan

Gewichtheber Ralf Buschan vom Dresdner SC hat im vergangenen Jahr einen weiteren großen Erfolg gefeiert. Der Masters-Weltmeister von 2015 erkämpfte sich zum ersten Mal EM-Gold. Bei den Titelkämpfen im schwedischen Halmstad gewann der Superschwergewichtler in der Altersklasse 50–54 Jahre. In einem blitzsauberen Wettkampf leistete er sich keinen einzigen ungültigen Versuch. Seine Bestmarken in der Kategorie über 105 kg waren am Ende 103 Kilogramm im Reißen und 133 kg im Stoßen. Der Geschäftsführer einer Stahlbau-Firma in Großröhrsdorf war überglücklich, meinte damals: „Ich war erst mal happy, dass ich sechs gültige Versuche hatte. Dass am Ende der Titel heraussprang, ist unglaublich.“ Auch sein Teamgefährte und Abteilungschef Harald Herberg freute sich mit: „Das war ein spannender Wettkampf und er hat seine Leistung genau zum richtigen Moment abgerufen.“ Der Familienvater, der schon 1987 in seiner Heimat Spremberg mit dem Gewichtheben begann, nahm aber 2017 auch noch an den World Masters Games in Auckland (Neuseeland) teil. Mit einer Zweikampfleistung von 227 kg verfehlte er als Vierter die Medaillenränge nur ganz knapp. Auch wenn seine Freizeit knapp bemessen ist, versucht Ralf Buschan immer, zwei bis drei Trainingseinheiten in der Woche zu absolvieren und auch bei den Wettkämpfen der Landesliga-Mannschaft gehört er zu den Stützen des DSC.

Ralf Buschan Quelle: Archiv

Maria Hartmann

Für Wasserspringerin Maria Hartmann vom Dresdner SC stand 2017 unter dem Motto: Sie kam, sah und siegte. Die damals 32-Jährige gab ihr Debüt bei der Masters-Weltmeisterschaft in Budapest und erkämpfte auf Anhieb dreimal Gold – vom Einmeter- und Dreimeterbrett und vom Turm. Ein sensationeller Coup, denn erst ein reichliches halbes Jahr zuvor hatte sie nach 15 Jahren Pause wieder mit systematischem Training begonnen. In der Jugend galt die zweifache Mama als großes Talent, sie holte sich Medaillen bei Jugendmeisterschaften und war Dritte beim internationalen Printenspringen in Aachen. Doch ein zu spät erkannter Kahnbeinbruch beendete 2003 ihre Karriere, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Als Sohnemann Alexander vor einiger Zeit mit dem Wasserspringen begann, war sie wieder häufiger in der Halle am Freiberger Platz zu finden und ließ sich schließlich von Trainer Frank Taubert zu einem Comeback überreden. Im Juni holte sie auf Anhieb bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Aachen viermal Gold. Der Schlüssel zum Erfolg auch anschließend bei der WM in Budapest sei dabei ihr Schwierigkeitsgrad gewesen, der höher lag als bei den Konkurrentinnen. „Die Technik konnte ich relativ schnell wieder abrufen. Da haben sogar die Trainer gestaunt“, erklärte Hartmann, die von ihrem Arbeitgeber, der Ostsächsischen Sparkasse, sehr großzügig unterstützt wird. Die Erfolge sorgten bei ihr für neue Motivation und so will sie auch in diesem Jahr an den Masters-Europameisterschaften in Slowenien teilnehmen.

Maria Hartmann Quelle: Archiv

Harald Herberg

Gewichtheber Harald Herberg vom Dresdner SC setzte auch im vergangenen Jahr seine Erfolgsserie fort. Der 63-jährige sechsmalige Masters-Weltmeister gewann bei den World Masters Games in Auckland (Neuseeland) in seiner Altersklasse Gold. In der Gewichtsklasse bis 77 Kilo brachte er im Reißen 82 kg und im Stoßen 104 kg zur Hochstrecke und siegte mit der Zweikampfleistung von 186 kg vor den Konkurrenten aus Polen und Japan. Für den Dauerbrenner war dies bereits die vierte Medaille bei den World Games. Zuvor hatte er schon einmal Gold und zweimal Silber geholt. Noch immer trainiert der Abteilungsleiter der DSC-Gewichtheber zwei- bis dreimal wöchentlich. „Natürlich wird das Training vor solchen Höhepunkten etwas intensiviert, um gut vorbereitet zu sein“, sagt Herberg, der im vergangenen Jahr auch bei der Europameisterschaft der Masters in Halmstad (Schweden) – fast schon selbstverständlich – eine Medaille erkämpfte. Er musste sich in seiner Altersklasse in der Kategorie bis 77 kg nur dem Neu-Ulmer Waldemar Altvater geschlagen geben. Allerdings hatte den Dresdner bei diesen Titelkämpfen eine Handgelenksverletzung etwas eingeschränkt.

Harald Herberg Quelle: Archiv

Angela Müller

Leichtathletin Angela Müller vom Dresdner SC ist seit Jahren eine Bank ihres Vereins im Masters-Bereich. Die 55-Jährige gewann zuletzt stets Titel und Medaillen bei nationalen und internationalen Meisterschaften. Auch im vergangenen Jahr kehrte sie mit zweimal Edelmetall von den Deutschen Meisterschaften aus Zittau zurück und nahm dann auch an der Masters-Europameisterschaft im dänischen Aarhus teil. Zu Beginn startete die Radiologin im Siebenkampf, den sie übrigens erst seit rund fünf Jahren betreibt. Diesmal verpasste sie zwar mit nur zwölf Punkten Rückstand als Vierte das Podest sehr knapp, aber dafür erkämpfte sie sich anschließend noch ihre Medaille. In ihrer Paradedisziplin Speerwurf erreichte sie 34,69 Meter und wurde dafür mit Bronze belohnt. Die Ärztin findet in der Leichtathletik schon seit Jahren einen guten Ausgleich zu ihrer anstrengenden Arbeit in der Uniklinik.

Angela Müller Quelle: Archiv

Werner Schnabel

Schwimmer Werner Schnabel vom USV TU Dresden gehört im Seniorensport schon seit Jahren zu den Dauerbrennern. Auch im vergangenen Jahr feierte der gebürtige Chemnitzer, der seit 1955 in der sächsischen Landeshauptstadt lebt, großartige Erfolge. Der mittlerweile 81-Jährige, der bei deutschen Meisterschaften wie gewohnt Medaillen am Fließband sammelte, war auch bei der Masters-Weltmeisterschaft in Budapest einer der erfolgreichsten Athleten. Insgesamt viermal Gold fischte der Senior aus dem Wasser des Schwimmbeckens, gewann über 100 m, 200 m, 400 m und 800 m Freistil und holte dazu noch Silber über 50 m Freistil. Als Student an der Dresdner Verkehrshochschule hatte er übrigens einst als Ruderer begonnen und war auch auf dem Wasser mit vier DDR-Meistertiteln sehr erfolgreich. Danach stieg er jedoch ins Wasser und hielt sich über alle die Jahre, in denen er auch beruflich als Wissenschaftler und unter anderem als Institutsleiter für Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik sehr eingespannt war, mit seinem Lieblingssport fit.

Werner Schnabel Quelle: Anja Schneider

Erik Seibt

Wasserspringer Erik Seibt vom Dresdner SC ist wie sein Trainings- und Synchronpartner Alexander Gorski nach seiner leistungssportlichen Laufbahn seinem Sport treu geblieben. Bei der Masters-WM in Budapest musste der 45-Jährige diesmal allerdings kurzfristig auf seinen Vereinsgefährten verzichten. Gorski hatte sich unmittelbar vor den Wettkämpfen verletzt. So trat der Bankkaufmann im Turm-Synchron mit dem Heilbronner Alexej Schulz an und erkämpfte sich mit ihm auf Anhieb den Weltmeistertitel. Im Einzel-Wettbewerb vom Turm musste er seinem Synchron-Partner den Vortritt lassen, holte sich hinter Schulz aber die Silbermedaille. Den Medaillensatz machte Erik Seibt dann im Mixed-Wettbewerb vom Turm komplett, gewann mit Jana Hönmann aus Köln die Bronzemedaille. „Nach den vielen Verletzungssorgen in der Vorbereitung, die mich begleitet haben, bin ich froh und erleichtert, dass die WM derart erfolgreich verlaufen ist“, freute sich der Senior über eine sehr erfolgreiche WM-Teilnahme.

Erik Seibt Quelle: Archiv

Von Astrid Hofmann

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