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Kein Ruhmesblatt für Dresdens Tennis

Tennis-Ostliga Kein Ruhmesblatt für Dresdens Tennis

Kaum einer Punktspielsaison in der erst seit 2010 bestehenden Tennis-Ostliga war mit so hohen Erwartungen und Spannung entgegen gesehen worden wie der am letzten Sonntag beendeten. Denn noch nie zuvor war die höchste ostdeutsche Spielklasse so stark besetzt wie diesmal. Nicht alle konnten die Erwartungen erfüllen.

Quelle: dpa

Dresden.  Kaum einer Punktspielsaison in der erst seit 2010 bestehenden Tennis-Ostliga war mit so hohen Erwartungen und Spannung entgegen gesehen worden wie der am letzten Sonntag beendeten. Denn noch nie zuvor war die höchste ostdeutsche Spielklasse so stark besetzt wie diesmal. Das trifft vor allem für die Herren zu, wo erstmals zehn Mannschaften in Aktion waren (normal sind acht), von denen zudem drei hätten höher spielen können. Blau-Weiß Blasewitz sogar zwei Klassen, denn das Team aus dem Waldpark gehörte im Vorjahr noch der 2. Bundesliga an, aus der man auch nicht abgestiegen war, sich aber zurückstufen ließ. Außer den Blasewitzern gehörten mit den Herren von SV Dresden-Mitte und den Damen von TC Bad Weißer Hirsch noch zwei weitere Dresdner Mannschaften dieser Ostliga an.

Ein Blick auf die Abschlusstabelle zeigt, dass sich von ihnen die Hirsche-Damen mit dem vierten Platz am besten platzieren konnten. Sie erfüllten damit auch die eigenen Erwartungen, denn den sicheren Klassenerhalt hatten sie bereits frühzeitig in Sack und Tüten gebracht. Dazu trugen mit Vendula Zizkova, Jana Kustkova und Tereza Vodickova auch drei Tschechinnen bei. Doch die fleißigste Punktebringerin war die 21-jährige Mandy Müller. Vor allem im Einzel trumpfte die diesjährige Dresdner Bezirksmeisterin mit einer 5:1-Bilanz mächtig auf. Auch die frühere Sachsen-Meisterin Louisa Werner und Julia Fülling machten ihre Sache sehr ordentlich.

Ziel der Herren von Blau-Weiß Blasewitz war nicht der Titel und Aufstieg in die Regionalliga Südost (in der hätte man ja schon in diesem Jahr spielen können). Ganz bestimmt wollte man aber viel mehr als den sechsten Platz, der am Ende nur wurde. Ganz bitter für den Tennis-Krösus der neuen Bundesländer waren die Pleiten gegen die sächsischen Kontrahenten RC Sport Leipzig mit 1:8 und Leipziger TC 1990 mit 2:7. Dabei schlugen für die Blasewitzer immerhin noch fünf Profis aus Tschechien und der Slowakei, die auch schon in der 2. Bundesliga spielten. Auch sie erfüllten nicht alle Erwartungen, hatten aber immerhin den Hauptanteil darab, dass es zum Klassenerhalt reichte. Denn die heimischen Talente, die in der Ostliga schrittweise an das Spitzentennis herangeführt werden sollten, waren dazu, wie es auch die Statistik klar ausweist, noch nicht in der Lage. Mit einer 5:1-Bilanz in den Einzeln war Mark Tanz bester deutscher Spieler, doch der aktuelle Landesmeister wird in Kürze 30.

Dem Neuling SV Dresden-Mitte war von vornherein klar, wie schwer es in der neuen Umgebung wird. Der gelungene Auftakt mit den beiden 5:4-Siegen gegen Orange-Weiß Friedrichshagen und beim Berliner SV 92 nährte dann beim Team um Kapitän Marc-Robert Szelig die Hoffnung, dass es vielleicht doch zum Klassenerhalt reichen könnte. Es blieben aber die beiden einzigen Punktgewinne für die Truppe aus dem Ostragehege, sieht man einmal vom mit 9:0 am grünen Tisch gegen Blasewitz gewonnenen Dresdner Derby ab. Damit reichte es für SV Dresden-Mitte nur zum vorletzten Platz, der den Abstieg bedeutet. Mit dem zu späten Erscheinen zu dieser Begegnung erwiesen die in dieser Saison sportlich ohnehin stark angeschlagenen Blasewitzer Herren dem Image des größten und bedeutendsten Tennis-Vereins in den neuen Bundesländern noch einen Bärendienst.

Von Rolf Becker

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