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Kabinenpredigt: Dresdner Eislöwen drehen 0:3-Rückstand

Eishockey Kabinenpredigt: Dresdner Eislöwen drehen 0:3-Rückstand

Nach einem schwachen Start, einer Kabinenpredigt von Trainer Franz Steer und einer grandiosen Aufholjagd haben die Dresdner Eislöwen gestern die Ravensburg Towerstars mit 5:4 (0:2, 3:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung bezwungen. Damit sicherten sich die Elbestädter zwei Punkte, bevor es am Freitag nach Bad Nauheim geht.

Nick Huard trifft zum 3:3 im zweiten Drittel.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Nach einem schwachen Start, einer Kabinenpredigt von Trainer Franz Steer und einer grandiosen Aufholjagd haben die Dresdner Eislöwen gestern die Ravensburg Towerstars mit 5:4 (0:2, 3:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung bezwungen. Damit sicherten sich die Elbestädter zwei Punkte, bevor es am Freitag nach Bad Nauheim geht und am Sonntag in eigener Halle das Derby gegen Crimmitschau ansteht.

Den besseren Start erwischten vor 2144 Zuschauern die Gäste. Robin Just und Mathieu Pompei prüften Eislöwen-Keeper Marco Eisenhut schon in der 2. Minute. Auch sonst diktierten die Towerstars das Geschehen. In Minute sieben gab es die erste kalte Dusche: Sören Sturm kam frei zum Schuss und die Scheibe zappelte im Netz. Weil die Hausherren „Geschenke verteilten“ und sich viele Scheibenverluste leisteten, wie Steer später analysierte, klingelte es in der 14. Minute erneut im Kasten von Eisenhut. Daniel Schwamberger netzte aus Nahdistanz zum 2:0 ein. Bei den Elbestädtern lief auch weiterhin nicht viel zusammen, auch aus einem Powerplay konnten sie keinen Nutzen ziehen.

Die Pausenansprache sei ganz ruhig und sachlich erfolgt, so behauptete nach der Partie der Dresdner Coach grinsend. „Sie hat auf jeden Fall Wirkung gezeigt“, betonte Goldhelm Alexander Höller. Denn mit Wiederbeginn kamen die Blau-Weißen wie ausgewechselt aufs Eis. Doch mitten in ihre Angriffsbemühungen kam mit dem ersten Konter der Gäste der nächste Treffer für die Towerstars. Aus fast unmöglichem Winkel landete der Puck in den Maschen. Torschütze des 3:0 (24.) war Mathieu Pompei. Aber die Eislöwen steckten den Schock schnell weg, zeigten nun große Moral.

Gleich mit dem nächsten Powerplay starteten sie eine furiose Aufholjagd. In der 25. Minute sorgte Steven Rupprich mit einem Nachschuss endlich für den ersehnten ersten Treffer. Zwei Minuten später hatte Matt Siddall, der von der Strafbank kommend einen Sololauf startete, das 2:3 auf der Kelle, scheiterte aber an Jonas Langmann im Ravensburger Gehäuse. Aber die Angriffswellen der Blau-Weißen rollten weiter. Als Matt Siddall in der 30. Minute den Anschluss herstellte – auch der von den Schiedsrichtern bemühte Videobeweis bestätigte das – war der Jubel groß. Und drei Minuten später gelang seinen Stürmerkollegen Nick Huard der Ausgleich, bei dem die Schiedsrichter erneut das Video bemühten. „Das waren schmutzige Tore“, gab Steer später zu. Auf Torhüter Marco Eisenhut war auch bei weiteren Chancen der Ravensburger Verlass. Dieses Drittel ging klar an die Hausherren, die von den Zuschauern mit Beifall in die Pause geschickt wurden.

Und die Elbestädter knüpften mit Beginn des Schlussdrittels nahtlos an diese Leistung an, erarbeiteten sich gute Chancen. Doch erst in der 55. Minute konnte Alexander Höller den erhofften Führungstreffer erzielen. Die Gäste schlugen jedoch zurück und stellten in der 58. Minute durch Robin Just wieder den Ausgleich her. In der Verlängerung glückte dann Alexander Höller im Powerplay der umjubelte Siegtreffer (62.). „Wir sind froh, dass wir die beiden Punkte geholt haben. Wir haben als Mannschaft gezeigt, wie wir so ein Spiel drehen können. Jetzt können wir mit breiter Brust nach Bad Nauheim fahren“, sagte Höller.

Einziger großer Wermutstropfen: Martin Davidek musste schon Ende des ersten Drittels mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Eis, bekam eine Infusion. Ob er am Freitag spielen kann, steht noch nicht fest.

Von Astrid Hofmann

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