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09:35 10.09.2018
Christian Kunath trifft per Elfmeter zum Siegtor für Striesen gegen Copitz. Torhüter Nufer ist geschlagen. Quelle: Foto: St. Manig
Dresden

Am Montagabend wird in Leipzig die 3. Runde um den Landespokal ausgelost. Nicht mehr dabei sind die Landesligisten BSG Stahl Riesa und der VfL Pirna-Copitz. Beide Vereine mussten bei einem Landesklasse-Team jeweils nach Elfmeterschießen die Segel streichen.

Die Copitzer verloren bei der SG Striesen vor 105 Zuschauern mit 5:6 nach Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten hatte es 2:2 gestanden, in der Verlängerung waren keine Tore gefallen. Mann des Tages war der Striesener Kapitän Horst Rau. Der 31-Jährige traf dreimal vom Elfmeterpunkt ins Schwarze. Nach zwei Strafstößen (49., 69.) trat er auch beim fälligen Elfmeterschießen (4:3) als erster Schütze des Landesklässlers an. Die Copitzer waren durch Florian Kärger zweimal in Führung gegangen (35., 63.). Beim Elfmeterschießen versagten Kärger aber die Nerven, ebenso Kay Weska. Martin Schmidt, Stefan Höer und Marco Fischer trafen vom Punkt. Bei den Gastgebern konnte Tim Kausch seinen Elfer nicht verwerten, aber Lev Magazanik, Franz Lampe und Christian Kunath überwanden den jungen VfL-Torhüter Philipp Nufer. Rau hätte sogar einen vierten Elfmeter verwandeln können, doch der Routinier überzeugte den Unparteiischen davon, dass dessen Strafstoßentscheidung zugunsten der Striesener falsch war. Tolles Fairplay des Spielführers (beim Stand von 2:2!), der selbst zu Fall gekommen war.

Auch Blau-Weiß Leipzig und Stahl Riesa lieferten einen wahren Pokalkrimi ab. Erst ein Elfmeterschießen mit sieben Schützen jeder Mannschaft entschied über das Weiterkommen im Landespokal. Zuvor sahen die 110 Zuschauer 19 Tore, drei Platzverweise und zwei gehaltene Elfmeter. Am Ende fehlten den Riesaern nur ein paar Zentimeter zum Sieg. Jonas Bloy traf mit seinem Elfer die Lattenunterkante, von da aus sprang der Ball auf die Torlinie und aus dem Tor heraus. John Felix Reiniger verwandelte indes für die Leipziger zum 10:9-Endstand.

Wesenitztal kassierte gegen Laubegast die ersten beiden Treffer zu psychologisch ungünstigen Momenten. Philipp Wappler traf in der 2. Minute zum 1:0 und in der 46. zum 2:0. Martin Schiefner besaß kurz nach dem ersten Gegentor die Möglichkeit zum Ausgleich, doch er scheiterte ebenso wie Maik Kühn. Tomas Hurab und Vladimir Semanco. Auf der Gegenseite parierte Tormann Alfred Leuner gegen Wappler und Aleksandre Labadze. Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel verliefen analog der ersten Hälfte. Erneut wurde durch einen individuellen Fehler Wappler freigespielt und er verwandelte zum 2:0. Labadze und Paul Laufer banden schließlich den Sack für die Dresdner endgültig zu. Den Wesenitztalern gelang keine Ergebniskosmetik mehr.

Ohne Mühe kam Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz in Weixdorf weiter (4:2), auch Eintracht Niesky hielt sich gegen Empor Glauchau schadlos (3:0). Eine starke Vorstellung lieferte Rotation Dresden gegen das Landesliga-Spitzenteam aus Grimma ab (1:2). Nach dem Anschlusstor durch Felix Fichtelmann in der 76. Minute wurde es noch einmal richtig spannend.

Von Jürgen Schwarz

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