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Jessica Tiebel will Titel in Altenberg verteidigen

Rodeln Jessica Tiebel will Titel in Altenberg verteidigen

Noch ist Jessica Tiebel entspannt. Doch morgen, wenn sie am Start steht, wird das Kribbeln bei der 19-Jährigen schon steigen. Denn die Rodlerin aus Geising will bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf der Heimbahn in Altenberg ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und zum dritten Mal JWM-Gold holen.

Jessica Tiebel startet bei der Junioren-Weltmeisterschaft.

Quelle: dpa

Dresden. Noch ist Jessica Tiebel entspannt. Doch morgen, wenn sie am Start steht, wird das Kribbeln bei der 19-Jährigen schon steigen. Denn die Rodlerin aus Geising will bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf der Heimbahn in Altenberg ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und zum dritten Mal (vorher 2015) JWM-Gold holen. Beim gestrigen Training war die Lokalmatadorin die Schnellste, meinte danach: „Ich hoffe, jetzt habe ich das richtige Material gefunden.“

Dass es für die dreimalige Junioren-Europameisterin bei ihrem Heimspiel ein Selbstläufer wird, weist das Talent weit von sich: „Der Vorteil ist, dass ich die Bahn gut kenne. Aber den Druck, den man gerade daheim hat, ist schon deutlich höher, als wenn ich jetzt irgendwo in der Welt unterwegs wäre. Und die Konkurrenz gerade aus dem eigenen Lager ist groß“, weiß die bodenständige Athletin vom RRC Altenberg. Da sei vor allem die erst 17-hährige Cheyenne Rosenthal aus Winterberg, die vor knapp zwei Wochen auf ihrer Heimbahn Junioren-Europameisterin geworden war – hauchdünn vor Tiebel – und die sich auch den Sieg im Junioren-Gesamtweltcup sicherte. Allerdings fehlte die Sächsin in dieser Saison bei den Junioren mehrfach, denn sie gab zu Jahresbeginn mit einem sensationellen dritten Platz am Königssee schon ihren vielbeachteten Weltcup-Einstand bei den Großen, war danach auch noch in Oberhof am Start. „Es waren schon sehr viele Wettkämpfe für mich, deshalb war ich zuletzt über eine Woche Rodelpause recht froh“, so Tiebel, die im vorigen Jahr ihr Abitur erfolgreich abschloss und später einmal Maschinenbau studieren möchte. „Die Weltcups sind die eine Sache, aber jetzt wird es darauf ankommen, wer sich hier am besten auf diesen einen Wettkampf konzentrieren kann“, sagt die Mitfavoritin.

Neben Tiebel hofft auch die zweite Starterin vom RRC Altenberg, Jessica Degenhardt, auf den Heimvorteil. Die erst 15-Jährige, die seit 2010 rodelt, stand diesen Winter im Junioren-Weltcup zweimal als Dritte auf dem Podium und sicherte sich Rang fünf in der Gesamtweltcup-Wertung. Chancen auf eine WM-Medaille darf sich außerdem die Gesamtweltcup-Dritte Anna Berreiter vom RC Berchtesgaden ausrechnen. Auf den Startlisten auftauchen wird zudem ein Name, der Rodelfans bekannt sein dürfte: die 16-jährige Nina Zöggeler, Tochter des zweimaligen Olympiasiegers Armin Zöggeler aus Südtirol, wird ebenfalls um die Medaillen fahren. Insgesamt werden 163 Athleten aus 22 Nationen an den Titelkämpfen im Kohlgrund teilnehmen.

Die Favoritenrolle beim weltbesten Herren-Nachwuchs hat der frisch gebackene Junioren-Europameister Max Langenhan (18) aus Friedrichroda inne. Der JWM-Dritte von 2017 hat in diesem Winter alle sechs Rennen im Junioren-Weltcup gewonnen und sich den ersten Platz in der Gesamtweltcup-Wertung gesichert. Bei den Doppelsitzern gehören die Titelverteidiger Hannes Orlamünder und Paul Gubitz (RRC Zella-Mehlis) erneut zu den heißen Gold-Kandidaten.

Freitag, 10 Uhr: zwei Rennläufe der Junioren-Einsitzer; 13.30 Uhr zwei Rennläufe der Juniorinnen-Einsitzer

Sonnabend, 10 Uhr: zwei Rennläufe der Doppelsitzer; 12.30 Uhr Team-Wettbewerb

Von Astrid Hofmann

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