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19:13 04.09.2018
Das Zweitliga-Team des HC Rödertal für die Saison 2018/19 besteht nur noch aus 15 Spielerinnen. Im verpatzten Bundesliga-Jahr waren es noch 21. Quelle: Foto: Steffen Manig
Großröhrsdorf

Wenige Tage vor dem Punktspiel-Start gab es am Dienstag für die Handballerinnen des HC Rödertal schon etwas zu feiern. Die Losfee bescherte dem Erstliga-Absteiger für die zweite Runde des DHB-Pokals ein attraktives Spiel. So trifft der Zweitbundesligist auf die Neckarsulmer Sport-Union und genießt am 6. Oktober dabei auch noch Heimrecht.

HCR-Präsident Andreas Zschiedrich freute sich: „Einen besseren Gradmesser für unser junges Team konnten wir nicht finden.“ Vielleicht sei es sogar ein gutes Omen, denn ausgerechnet gegen Neckarsulm holten die Rödertalbienen in der vergangenen Erstliga-Spielzeit beim 26:26-Unentschieden den einzigen Punkt.

Wenn das neuformierte Bienen-Team am Sonnabend dann in Waiblingen in die neue Punktspiel-Serie startet, sollen in Großröhrsdorf endlich auch wieder Siege gefeiert werden. Das „Abenteuer 1. Bundesliga“ war – wie fast nicht anders zu erwarten – für die Sachsen einfach eine Nummer zu groß. Im Nachhinein gibt Zschiedrich auch unumwunden zu: „Diese Entscheidung war ein großer Fehler von mir.“ Es seien zu viele Kompromisse nötig und die finanzielle Basis für diesen Quantensprung nicht vorhanden gewesen. „Wir hatten keine erstligataugliche Mannschaft“, gesteht Zschiedrich und fügt an: „Obwohl uns viele im Umfeld geholfen haben, brauchen wir jetzt zwei Jahre, um uns wirtschaftlich zu konsolidieren und die Schulden abzutragen.“

Allerdings musste das Aufgebot von 21 auf 15 Spielerinnen reduziert werden. Dabei verließen nach dem Abstieg insgesamt zwölf Spielerinnen das Rödertal, zuletzt die Ungarin Sarolta Selmeci, die zwar noch einen Vertrag hatte, aber Ex-Bienentrainer Maximilian Busch nach Bremen folgte. „Wir haben uns jetzt mit Werder geeinigt und ihr die Freigabe erteilt“, erklärte Zschiedrich. Wie es der Zufall will, bestreiten die Rödertalbienen am 15. September das erste Heimspiel gerade gegen Bremen. Mit den frei werdenden Geldern von Selmeci soll in naher Zukunft aber zumindest eine Verstärkung noch geholt werden. „Eine Linkshänderin“, wie der HCR-Chef verrät.

Nach den letzten Vorbereitungsspielen und dem ersten Pokal-Auftritt hat sich bei Zschiedrich die Nervosität gelegt: „Die Leistungen der Mädels lassen auf eine gute Saison hoffen. Die Mischung zwischen erfahrenen Athletinnen und jungen Wilden stimmt. Im Gegensatz zum letzten Jahr passt auch die Chemie im Team, es gibt keine Grüppchen, sondern alle ziehen an einem Strang.“

Gut integriert haben sich nach Aussage von Trainer Frank Mühlner bislang die sechs Neuzugänge. Das bestätigt Rabea Pollakowski. Die 20-jährige Linksaußen, die von Hannover-Badenstedt kam, betont: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und wir wachsen von Tag zu Tag immer besser zusammen.“ Neben ihr sind noch die Dänin Thilde Boesen, Meret Ossenkopp, die japanische Torhüterin Yuko Minami sowie die Youngster Victoria Hasselbusch und Jasmin Eckart neu im Kader.

Dass ein sofortiger Wiederaufstieg im Rödertal kein Thema ist, hat Andreas Zschiedrich schon mehrfach klar gemacht. „Das Ziel ist in dieser Saison ein Mittelfeldplatz. Wir wollen eine neue Mannschaft aufbauen und etablieren, mit der wir uns in Zukunft vielleicht wieder höhere Zeile stecken können.“ Dabei wollen die Rödertalbienen „wieder Spaß am Handball haben“, wie es „Urgestein“ Ann Rammer formuliert. Damit und natürlich mit Siegen wollen die Bienen auch wieder mehr Zuschauer anlocken. „Wenn wir einen Schnitt von 400 bis 600 Fans wie im Aufstiegsjahr bei uns begrüßen können, wäre ich zufrieden“, meint Andreas Zschiedrich, für den auch die Entwicklung weiterer Talente aus der eigenen Kaderschmiede wichtig ist. „Der Trainer hat die Aufgabe, weitere drei Nachwuchsspielerinnen an die erste Mannschaft heranzuführen“, so seine klare Vorgabe.

Von Astrid Hofmann

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