Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sport Regional HC Elbflorenz verschenkt Sieg in letzter Sekunde
Sportbuzzer Sport Regional HC Elbflorenz verschenkt Sieg in letzter Sekunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:57 19.02.2018
Dresdens Henning Quade (M.) zeigt beim Abschluss gegen Lübeck-Schwartaz eine schöne Flugeinlage. Quelle: Matthias Rietschel
Dresden

Auch wenn die Handballer des HC Elbflorenz gestern Abend gegen den Tabellendritten VfL Lübeck-Schwartau mit einem 25:25-Remis (13:7) einen wichtigen Punkt erkämpften, stand den Spielern und Trainer Christian Pöhler anschließend die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten gab auch Tim-Philip Jurgeleit, mit sechs Toren bester HCE-Werfer, frustriert zu: „Das ist eindeutig ein verlorener Punkt. Wir sind in der zweiten Halbzeit von den Emotionen her nicht so reingekommen wie in der ersten Hälfte und haben binnen neun Minuten unseren Vorsprung hergegeben.“ Roman Becvar sah das ähnlich: „Wir haben die Tore zu leicht bekommen und vorn zu viel verballert. Aber dennoch ist es ein Punkt im Abstiegskampf.“

Tatsächlich hatten die Dresdner vor 1712 Zuschauern einen perfekten Start hingelegt. Sie signalisierten mit ihrer Körpersprache: „Das ist unsere Halle.“ Mit einem glatten 4:0-Lauf verschaffte sich Elbflorenz bis zur fünften Minute sofort ein kleines Polster. Als Nils Kretschmer in der 14. Minute mit einem Hüftwurf das 8:2 markierte, tobten die Fans. Grundlage der Sechs-Tore-Führung waren ein glänzend aufgelegter Torhüter Hendrik Halfmann, der immer wieder die gegnerischen Angriffe entschärfte und mit zwölf Paraden in der ersten Hälfte auf eine Quote von 63,2 kam, und eine bissig agierende, stabile Abwehr. Dazu nutzten die Hausherren diesmal auch ihre Chancen in der Offensive konsequent.

Als sich Lübeck-Schwartau auf 7:11 (26.) herankämpfte, nahm Christian Pöhler eine Auszeit. Henning Quade sorgte mit dem nächsten Treffer wieder für etwas mehr Luft und Neuzugang Gabor Pulay, der Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel kam, setzte mit einem schönen Heber beim letzten Freiwurf einen glänzenden Schlusspunkt unter die ersten dreißig Minuten. „In dieser ersten Halbzeit haben wir wirklich wie aus einem Guss gespielt“, sagte Christian Pöhler später.

Doch nach der Pause wurde der Elan beider Mannschaften erstmal ausgebremst. Weil die Software der elektronischen Anzeigetafel streikte (nicht das erste Mal), mussten sich die Spieler neun Minuten gedulden, bis es weitergehen konnte. „Wir hatten uns so viel vorgenommen und waren so heiß, deshalb war diese zusätzliche Wartezeit ärgerlich“, gab Pöhler später zu. Zumindest kamen die Gäste offensichtlich besser damit klar. Nun machten sie Druck, starteten eine Aufholjagd und kämpften sich auf 13:13 (39.) heran. In dieser Phase war den Dresdnern kein einziges Tor gelungen. Danach war es ein harter Schlagabtausch, bei dem sich kein Team wirklich absetzen konnte. Bei den Lübeckern lief nun Torhüter Marino Mallwitz zu sehr guter Form auf und verhinderte das eine oder andere Tor der Hausherren.

Als in der Schlussphase Daniel Zele ins Spiel kam, konnte er noch einmal Akzente in Angriff und Abwehr setzen. Als er wenige Sekunden vor Schluss zum 25:24 traf, schien der Sieg greifbar nah, doch Elbflorenz konnte den schnellen Gegenzug der Gäste nicht stoppen und so gelang dem Tabellendritten noch der Ausgleich. Gäste-Trainer Torge Greve meinte: „In der ersten Halbzeit war unsere Leistung unerklärlich, in der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft das gespielt, was ich von ihr gewohnt bin. Am Ende haben wir auch glücklich einen Punkt gewonnen.“ Christian Pöhler erklärte: „Auch dieses Spiel unserer beiden Mannschaften war nichts für schwache Nerven. Für mich ist das mittlerweile unbefriedigend, wie lange wir nach der Pause brauchen, um die Spannung aufzubauen. Zumindest aber haben wir dann Charakter gezeigt und uns zurückgefightet. Die Leistung aus der ersten Halbzeit können wir mitnehmen.“

Elbflorenz-Tore: Jurgeleit 6/5, Zele 4, de Santis, Quade je 3, Kretschmer, Greß, Boese je 2, Hoffmann, Becvar, Pulay je 1.

Von Astrid Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Basketballer der Dresden Titans wollen nach der Auswärtsklatsche gegen den Tabellenletzten aus Karlsruhe in der vergangenen Woche nun endlich in Playoff-Form kommen. Mit dem Farmteam der Frankfurt Skyliners ist aber eine der am tiefsten und interessantesten besetzten Mannschaften der gesamten Liga zu Gast.

19.02.2018

Das Sportlerjahr 2017 ist vorüber – Zeit für eine Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen ab sofort Dresdens Sportler des Jahres. Wählen sie in sieben Kategorien ihren Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 7. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. In Teil sechs der Kandidaten-Vorstellung sind nun Athleten mit Handicap dran.

19.02.2018

Wer Cricket, den Nationalsport Englands, live erleben möchte, hat an diesem Wochenende Gelegenheit dazu. Der Rugby Cricket Dresden e. V. trägt das 7. Internationale Cricket-Indoor-Turnier in der Energieverbund-Arena Dresden aus. Es ist das größte Hallenturnier dieser Art in Deutschland.

16.02.2018