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15:45 19.03.2017
René Boese (r.) beim Wurf. Quelle: Archiv/Steffen Manig
Kirchzell/Dresden

Diesen 24. Spieltag können sich die Handballer des HC Elbflorenz im Kalender anstreichen. Mit dem klaren 28:18-Pflichtsieg (14:5) bei Drittliga-Schlusslicht TV Kirchzell landeten die Dresdner den zwölften Sieg in Folge und feierten den zwanzigsten insgesamt in dieser Saison. Aber damit nicht genug. Zugleich übernahm das Team von Trainer Christian Pöhler erstmals die Tabellenführung, weil der bisherige Spitzenreiter Eintracht Hildesheim beim HSV Hannover patzte und mit 25:29 unterlag. Jetzt stehen die Elbestädter dort, wo sie seit Saisonbeginn immer sein wollten – auf dem „Platz an der Sonne“. Sie führen nun vor den Hildesheimern mit einem Punkt Vorsprung. In knapp zwei Wochen (31. März) kommt es in der EnergieVerbund Arena zum Showdown, wenn sich die beiden Aufstiegskandidaten gegenüberstehen.

Die Kunde von der Niederlage des unmittelbaren Konkurrenten erreichte die Männer um Kapitän Rico Göde unmittelbar nach dem Spiel. Allerdings nahm man es bei Elbflorenz eher gelassen zur Kenntnis. „Die Jungs haben es routiniert hingenommen. Für uns gab es deshalb nichts zu feiern, denn es ist nur eine Momentaufnahme. Die Saison hat 30 Spieltage und unser Fokus liegt auf dem nächsten in Hanau“, trat Christian Pöhler kräftig auf die Euphoriebremse.

Und trotz des deutlichen Erfolges in Kirchzell hob der Coach gleich noch hervor: „Gegen Hanau müssen wir uns noch einmal deutlich steigern, das ist ein ganz anderes Kaliber.“ Beim praktisch schon abgestiegenen Kirchzell hatten seine Schützlinge allerdings keine Mühe. Schon nach elf Minuten führten die Gäste mit 6:0, in der 20. Minute mit 10:2. „Da haben wir sehr konzentriert gespielt und Henrik Ruud Tovas hat überragend gehalten“, lobte Pöhler den Torhüter. In der zweiten Halbzeit nutzten die Dresdner ihre Torchancen nicht mehr ganz so gut, kassierten zudem recht viele (strittige) Zeitstrafen. Trotz des am Ende klaren Ergebnisses habe Kirchzell gut dagegengehalten und kein schlechtes Spiel gemacht“, zollte Christian Pöhler auch dem Tabellenletzten Respekt. „Natürlich freuen wir uns, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen konnten und konzentrieren uns aber jetzt auf die schwere Auswärtspartie in Hanau“, so der Coach.

Elbflorenz-Tore: Jurgeleit 8/5, Buschmann, de Santis je 4, Boese, Göde je 3, Quade 2, Hruscak, Kretschmer, Hoffmann, Kammlodt je 1.

Von Astrid Hofmann

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