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HC Elbflorenz ist dem Aufstieg jetzt ganz nah

Handball HC Elbflorenz ist dem Aufstieg jetzt ganz nah

Die Dresdner Spieler haben am Freitagabend in der Ballspielhalle einen ganz großen Schritt in Richtung 2. Bundesliga gemacht. Gegen den Verfolger aus Hildesheim setzten sich die Männer von Trainer Christian Pöhler knapp mit 23:22 (9:9) durch.

Der Jubel der Dresdner Spieler nach dem Abpfiff war ausgelassen und ohrenbetäubend.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Als Sebastian Greß den Ball eine Sekunde vor Schluss im Tor versenkt, gibt es kein Halten mehr. Die Spieler springen jubelnd, schreiend und tanzend aufs Feld und anschließend wild im Kreis. Es ist geschafft. Mit 23:22 (9:9) setzten sich die Handballer des HC Elbflorenz im Spitzenspiel gegen Eintracht Hildesheim durch. Damit stießen die Dresdner die Tür zur 2. Bundesliga ganz weit auf. Sie führen vier Spieltage vor Schluss nunmehr mit drei Punkten Vorsprung vor den Niedersachsen. „Das sind 80 oder sogar 90 Prozent zum Aufstieg“, sagte auch ein überglücklicher Trainer Christian Pöhler, den die 60 Minuten in diesem heiß umkämpften Spiel mehr Nerven gekostet haben als erwartet. Und auch die über 950 Zuschauer, die die Ballspielhalle in der Energieverbund-Arena in einen Hexenkessel verwandeln, erlebten Dramatik und Spannung pur.

Wie groß die Anspannung und der Druck bei beiden Mannschaften sind, zeigt sich schon in den ersten Minuten. Kein Team will sich einen Fehler leisten, beide sind hochkonzentriert und so dominieren erst einmal die Abwehrreihen. Erst in der 7. Minute fällt das erste Tor, allerdings für die Gäste – Kapitän Robin John verwandelt einen Siebenmeter. Zwei Minuten später dann endlich der erste Jubel bei Elbflorenz, als auch Tim-Philip Jurgeleit vom Strafpunkt erfolgreich ist. Schon eine Minute zuvor aber gibt es für Eintracht-Spieler Nikoaos Tzoufras die zweite Zeitstrafe. Damit haben die Elbestädter einen der wichtigsten Leistungsträger von Hildesheim aus dem Spiel genommen. Pöhler wird später sagen: „Das war ein Big point. Wir hatten uns auch vorgenommen, ihn hart zu bearbeiten.“ Bis zur Halbzeit entwickelt sich der erwartete Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Dresdner gehen mehrfach mit zwei Toren in Führung, aber Hildesheim schafft immer wieder den Ausgleich. So geht es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel setzten sich dann die Pöhler-Schützlinge auf 14:11 (37.) ab, aber durch einige leichte Fehler geben sie den Vorsprung aus der Hand.

Und den Dresdner Fans stockt das Herz, als die Gäste dann ihrerseits mit 18:16 (48.) und 20:18 (52.) in Front ziehen. Aber die Männer um Kapitän Rico Göde behalten die Nerven. Die Zuschauer hält es längst nicht mehr auf ihren Plätzen. In der hochdramatischen Schlussphase schreien und klatschen die Fans die Gastgeber zum Sieg, in einer letzten Auszeit vor dem entscheidenden Dresdner Angriff weist Christian Pöhler seinen Jungs den Weg und Sebastian Greß setzt mit seinem Tor den grandiosen Schlusspunkt. „Die Erleichterung ist jetzt riesengroß“, sagte der Siegtorschütze später.

Tim-Philip Jurgeleit meinte: „Wie jedes Spitzenspiel gab es auch in diesem Höhen und Tiefen. Wir sind aber inzwischen so weit gefestigt, dass wir die Höhen immer wieder ausbauen können. Ich glaube, wir wollten den Sieg heute noch etwas mehr. Jetzt wollen wir den Aufstieg beim Derby in Leipzig endgültig perfekt machen.“ Gäste-Trainer Gerald Overbeck zeigte sich als fairer Verlierer: „Das war Werbung für Handballsport. Man hat gesehen, dass hier die beiden besten Teams der Liga aufeinandertrafen. Elbflorenz ist durch und wir versuchen es jetzt über die Relegation zu schaffen.“

Elbflorenz-Tore: Jurgeleit 6/4, Greß 4, de Santis 3, Boese 3/2, Buschmann, Quade je 2, Hruscak, Desler, Kammlodt je 1.

Von Astrid Hofmann

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