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09:39 31.03.2017
Auf Dresdens Torhüter Henrik Ruud Tovas wartet am Freitagabend viel Arbeit. Der Norweger will dem HC Elbflorenz aber den gewohnten Rückhalt geben. Quelle: Foto: soccerfoto
Dresden

Die Spannung ist fast greifbar und die Euphorie riesengroß – heute Abend um 19 Uhr steigt für die Drittliga-Handballer des HC Elbflorenz das „Spiel der Spiele“ gegen Eintracht Hildesheim. Bereits am Donnerstag vermeldete der Verein, dass die Ballspielhalle in der Energieverbund-Arena komplett ausverkauft sei und dass die Abendkasse geschlossen bleibt. Es werden also mindestens 950 Zuschauer diese Partie zwischen Spitzenreiter Dresden und dem Tabellenzweiten Hildesheim verfolgen. Fest steht, der Sieger dieser Partie geht einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg.

Derzeit trennt beide Teams nur ein Punkt. Allerdings spricht die Erfolgsserie von 13 Spielen ohne Punktverlust klar für die Gastgeber. Seit dem Hinspiel am 20. November hat die Mannschaft von Trainer Christian Pöhler keinen einzigen Zähler mehr abgegeben. Dagegen kassierten die Niedersachsen in den letzten sieben Partien zwei Niederlagen und mussten ein Remis hinnehmen. „Unsere Fieberkurve zeigt deutlich nach oben und natürlich wollen wir sie nicht abreißen lassen“, so die klare Ansage von Pöhler, der nach einem Fehlstart (3 Niederlagen) die Mannschaft von Elbflorenz zu einer verschworenen Gemeinschaft geformt und das Potenzial aller Spieler herausgekitzelt hat. „Ohne die Einigkeit im Team wären die Erfolge der letzten Wochen nicht möglich gewesen und ich spüre auch jetzt diesen unbändigen Willen der Jungs, das Ding zu ziehen“, erklärt der 36-Jährige.

Die Trainingswoche sei gut verlaufen. „Natürlich ist eine gewisse Anspannung spürbar, aber die Spieler sind konzentriert und fokussiert. Es kommt dabei auch darauf an, nicht zu viel nachzudenken, denn am Ende ist es auch nur ein Handballspiel“, will Pöhler den Druck auf sein Team nicht zusätzlich erhöhen. Aber er betont auch: „Wir haben uns diese Konstellation eines Spitzenspiels hart erarbeitet und wollen uns für die Mühen der vergangenen Monate belohnen und die beiden Punkte holen. Damit können wir die Weichen für uns in die richtige Richtung stellen, ohne aber zu vergessen, dass danach noch vier weitere schwere Spiele anstehen“, so der Coach.

Dabei hat er sich mit seinen Schützlingen wie gewohnt akribisch auf die Begegnung vorbereitet. Das Hinspiel war von zwei starken Deckungsreihen und dem Glanzauftritt des Hildesheimer Torhüters Jakub Lefan geprägt. Am Ende siegte das Team von Trainer Gerald Oberbeck mit 26:21. „Wir haben die Stärken und Schwächen des Gegners analysiert. Wir wissen, dass die starke Achse mit Lefan sowie Kapitän Robin John als bestem Torwerfer der Eintracht, sowie Nikolaos Tzoufras die Basis des Hildesheimer Spiels ist. Dagegen müssen wir Mittel finden. Zudem kommt es darauf an, dass wir uns auf jede Situation im Spiel schnell einstellen, so wie uns das auch in den letzten Partien gelungen ist“, erläutert Christian Pöhler, Er gibt auch zu: „Es ist kein Geheimnis, dass sehr viel von den Torhütern abhängt.“

Doch nicht nur die Gäste haben mit Jakub Lefan einen außerordentlich guten Mann zwischen den Pfosten, auch die Dresdner können mit Henrik Ruud Tovas einen echten Könner aufbieten, der zudem vom erfahrenen Timo Meinl unterstützt wird. Der 30-jährige Norweger, der nach der Saison Elbflorenz in Richtung Heimat verlassen wird, ist derzeit in starker Form und bekommt heute Abend sogar noch Unterstützung von seinem Leipziger Fanclub „Feuerball“, der gemeinsam mit dem hauseigenen Fanclub „Tigerpranke“ für Stimmung sorgen wird.

Kapitän Rico Göde freut sich schon auf das Highlight heute Abend: „Es treffen die beiden besten Teams der Liga aufeinander, die beide ein großes Ziel haben. Keiner muss uns zusätzlich motivieren. Wir gehen selbstbewusst in die Begegnung, haben eine tolle Serie im Rücken und zuletzt die knifflige Aufgabe in Hanau sehr gut gelöst. Das ist nicht jedem Team in letzter Zeit gelungen. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Auch die Verantwortlichen des DHB haben reagiert und schicken ein Erstliga-Schiedsrichter-Gespann und einen Spielbeobachter nach Dresden.

Von Astrid Hofmann

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