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HC Elbflorenz glückt der erste Saisonsieg

Handball HC Elbflorenz glückt der erste Saisonsieg

Die Handballer vom HC Elbflorenz können auch in der 2. Bundesliga gewinnen. Am Sonntag feierten sie vor gut 1200 Zuschauern in der neuen Ballsportarena einen knappen, aber verdienten 27:25-Erfolg gegen die Rhein Vikings. Bester Werfer der Dresdner war Julius Dierberg mit zehn Treffern.

Der überragende Julius Dierberg vom HC Elbflorenz setzt sprunggewaltig zum Torwurf an. Zehn Treffer gelangen dem Dresdner am Sonntag.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Als René Boese 72 Sekunden vor Spielende in Unterzahl zum 26:25 einnetzte, bogen die Handballer des HC Elbflorenz endlich auf die Siegerstraße ein. Und während anschließend Brian Gipperich den erneuten Ausgleich für die Gäste vergab, machte der überragende Julius Dierberg 17 Sekunden vor der Schluss-Sirene endgültig alles klar. Mit 27:25 (13:13) besiegten die Dresdner Mitaufsteiger HC Rhein-Vikings und landeten damit den ersehnten ersten Doppelpunktgewinn.

Bei den Gastgebern gab es nun kein Halten mehr, Spieler, Trainer und Betreuer vollführten Freudentänze und ließen sich von den heimischen Fans in der Ballsportarena feiern. Henning Quade, der zwei Wochen nach seinem Bänderriss schon wieder auf der Platte stand, strahlte vor Glück: „Heute ist alles egal, Hauptsache, wir haben gewonnen. Sicher war es nicht das schönste Spiel, wir sind vor allem über den Kampf gekommen. Wichtig sind aber diese beiden Punkte.“ Linksaußen Julius Dierberg, an diesem Tag mit 10/1 Toren und einer Wurfquote von 83,33 Prozent nicht nur der erfolgreichste HCE-Werfer, sondern auch der auffälligste Mann auf der Platte überhaupt, meinte nach dem hart erkämpften Sieg: „Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Der Gegner hat auch viele Leute mit Erstligaerfahrung dabei und sie haben eine sehr aggressive Abwehr gespielt. Doch wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt.“

Dabei begannen die Gastgeber etwas nervös. Der erste Angriff brachte nichts, dagegen nutzte Alexander Oelze für die Rhein-Vikings seine Möglichkeit zum 1:0. Nach einem Ballverlust der Dresdner erhöhte Teo Coric sogar auf 2:0. Erst Kapitän Arseniy Buschmann löste mit seinem Anschlusstreffer die Bremse bei seinem Team. Anschließend entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe. Nach dem 3:3-Ausgleich zogen die Gäste nach einigen Fehlern der Hausherren auf 6:3 (12.) davon. Doch Elbflorenz kam wieder heran. Dierberg markierte in der 18. Minute die erstmalige Führung für die Hausherren und erhöhte mit einem verwandelten Siebenmeter auf 9:7. Aber die Rheinländer hielten dagegen. Während Elbflorenz immer wieder einige Chancen liegenließ, kamen die Rheinländer mehrfach zu leichten Treffern.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der enge Schlagabtausch fort. Die 1206 Zuschauer hielt es in der Schlussphase nicht mehr auf ihren Sitzen. In der 58. Minute gelang den Gästen in Überzahl der Treffer zum 25:25 und das Spiel stand auf Messers Schneide. Dann aber kam jenes wichtige Tor von Boese. Trainer Christian Pöhler gab später zu: „Da hatten wir dann einen psychologischen Vorteil und der Sieg war klar.“

Insgesamt zeigte sich der Coach sehr erleichtert: „Ich bin froh, dass wir den Bock im sechsten Spiel umgestoßen haben. Es war klar, dass es keinen Schönheitspreis gibt, sondern ein Kampf wird. Der handballerische Aspekt und die Finesse treten bei solchen Spielen in den Hintergrund.“ Boese befand: „Wir haben uns etwas schwer getan, es fehlte ein wenig die Durchschlagskraft im Angriff. Wie groß unsere Erleichterung war, hat man am Schluss gesehen, als 20 erwachsene Männer wie kleine Kinder im Kreis gehüpft sind.“ Sebastian Greß meinte: Diesmal haben wir in kritischen Situationen nicht den Kopf verloren. Das war mit ausschlaggebend.“

Dierberg 10/1, Greß 4, Boese 3, Buschmann, Hruscak, Gugisch, de Santis je 2, Quade 1, Jurgeleit 1/1.

Von Astrid Hofmann

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