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HC Elbflorenz gewinnt gegen den haushohen Favoriten HSC Coburg

Handball HC Elbflorenz gewinnt gegen den haushohen Favoriten HSC Coburg

„Vielleicht gelingt uns eine Sensation“, hatte Christian Pöhler vor diesem achten Spieltag Zweitliga-Aufsteiger orakelt. Und seine Schützlinge lieferten. Der Aufsteiger setzte sich mit einer grandiosen Vorstellung gegen den Erstliga-Absteiger und haushohen Favoriten HSC Coburg mit 29:25 (13:9) durch.

Vierfach-Torschütze Roman Becvar (2. v. l.) und der HC Elbflorenz spielten sich in einen Rausch und besiegten Coburg

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. „Vielleicht gelingt uns eine Sensation“, hatte Christian Pöhler vor diesem achten Spieltag Zweitliga-Aufsteiger orakelt. Und seine Schützlinge lieferten. Der Aufsteiger setzte sich mit einer grandiosen Vorstellung gegen den Erstliga-Absteiger und haushohen Favoriten HSC Coburg mit 29:25 (13:9) durch und feierte damit den zweiten Saisonsieg. „Es war von Anfang bis Ende eine super Mannschaftsleistung“, sagte ein freudestrahlender Christian Pöhler.

Eigentlich standen die Vorzeichen aus Sicht der Gastgeber alles andere als großartig. Christian Pöhler musste neben dem Langzeitverletzten Nils Kretschmer auch auf Sebastian Greß (Fußverletzung), René Boese (Rippenprellung) und Daniel Zele (Bänderdehnung im Knie) verzichten. Doch dafür sprangen andere in die Bresche. Von Beginn an zeigten die „Tiger“ dem Gegner die Zähne. Pöhler hatte im Vorfeld berichtet, dass er mit seinen Schützlingen viel am Abwehr- und Zweikampfverhalten gearbeitet habe. Und das zeigte sich auf der Platte. Die Dresdner packten energisch zu, ließen die Coburger kaum zur Entfaltung kommen. Und Torhüter Hendrik Halfmann, der diesmal den Vorzug vor Mario Huhnstock erhalten hatte, erwies sich als glänzender Rückhalt.

In den ersten zwölf Minuten blieb das Geschehen ausgeglichen (4:4). Selbst eine doppelte Unterzahlsituation überstanden die Hausherren unbeschadet. Dann konnten sich die Pöhler-Schützling erstmals eine Zwei-Tore-Führung erkämpfen (6:4/14.). Sie hätten sogar noch weiter davonziehen können, aber Gabriel de Santis traf einmal nur den Pfosten und scheiterte das zweite Mal am erfahrenen Gäste-Keeper Oliver Krechel. Aber Elbflorenz ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Die Männer um Henning Quade ackerten weiter hochkonzentriert, gaben keinen Zentimeter preis und als Gabriel de Santis in der 22. Minute das 9:6 erzielte, führten die Dresdner erstmals mit drei Toren. Und die Coburger bissen sich immer wieder an der Elbflorenz-Abwehr und Hendrik Halfmann die Zähne aus. Und in der Offensive lief es ebenfalls besser als in den vergangenen Partien. Als Nils Gugisch einen schönen Konter einnetzte, rissen seine Mitspieler mit Ertönen der Halbzeitsirene die Arme jubelnd in die Höhe. Aber noch war ja nichts gewonnen.

Doch nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeber nahtlos an diese Leistung an. Wie entfesselt kamen sie aus der Kabine, setzten sich durch Tore von Nils Gugisch und de Santis binnen drei Minuten auf 15:9 ab. Danach spielten sich die Elbestädter fast in einen Rausch, während die Franken leicht verunsichert wirkten. Als Tim-Philip Jurgeleit in der 39. Minute mit einem schnellen Tempogegenstoß das 19:11 erzielte, stand die Halle Kopf. Allerdings gaben sich die Coburger keinesfalls geschlagen. Sie kämpften sich auf 24:27 (65.) heran. Es wurde noch einmal eng.

Aber an diesem Abend ließen sich die Dresdner nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Der inzwischen eingewechselte Mario Huhnstock parierte glänzend und als Gabriel de Santis in der 59. Minute in Unterzahl das 28:24 markierte, klatschte Christian Pöhler seine Spieler auf den Bank schon ab. Als die Schluss-Sirene ertönte, gab es für die Gastgeber kein Halten mehr. Glücklich zeigte sich auch Roman Becvar, der eine sehr gute Partie machte: „Wir sind nach den Ausfällen noch enger zusammengerückt und jeder hat für jeden gekämpft. Heute haben wir gezeigt, was wir für ein Team sind. Ich bin unheimlich stolz auf uns.“

Elbflorenz-Tore: Gugisch 7, Kammlodt 5, Becvar, de Santis je 4, Jurgeleit 4/2, Hrucsak 2, Dierberg, Flödl, Quade je 1.

Von Astrid Hofmann

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