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Sport Regional HC Elbflorenz feiert Sieg im Sachsenderby
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09:30 31.03.2018
Dresdens Sebastian Gress muss sich in der Ballsport-Arena einer harten Attacke von zwei Dessauer Spielern erwehren. Die Partie am Donnerstagabend war von Beginn an sehr umkämpft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Quelle: Foto: Matthias Rietschel
Dresden

Schon zwei Minuten vor der Schluss-Sirene feierten die Fans in der rappelvollen Ballsport Arena ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen. Ein Derby-Sieg ist eben immer etwas Besonderes. Mit Spielende fielen sich die Männer des HC Elbflorenz jubelnd in die Arme und vollführten ausgelassene Freudentänze. Dagegen schlichen die Männer vom Dessau-Roßlauer HV enttäuscht in die Kabine. Hatte der Dresdner Zweitliga-Aufsteiger das Hinspiel beim Traditionsverein noch mit 20:23 verloren, so drehte das Team von Trainer Christian Pöhler vor 2581 Zuschauern und damit restlos ausverkauften Haus den Spieß diesmal um. Mit 24:21 (14:10) setzten sich die Elbestädter nach einer überzeugenden Vorstellung durch und feierten damit den elften Saisonsieg.

Revanche für das Hinspiel glückt

„Im Hinspiel gab es bei uns einige unglückliche Sachen, deshalb waren alle heiß auf Revanche“, bekannte Kapitän Mario Huhnstock. Der 31-jährige Torhüter gehörte an diesem Abend zu den Sieggaranten. Mit acht Paraden, allein sechs davon in Halbzeit eins, erwies sich der gebürtige Staßfurter als überaus sicherer Rückhalt. „Wichtig war, dass wir von Anfang an auch mit der Körpersprache präsent waren“, erklärte Christian Pöhler, der seine Jungs taktisch hervorragend eingestellt hatte. Seinem ehemaligen Lehrmeister - Gäste-Coach Uwe Jungandreas - schwante schon nach fünf Minuten angesichts der schnellen 5:1-Führung der Gastgeber nichts Gutes: „Da war mir schon klar, in welche Richtung das gehen würde“, gab er später unumwunden zu.

Tatsächlich agierten die Hausherren von der ersten Minute an bissig, entschlossen und voll konzentriert. Auch den Schock, dass Spielmacher Roman Becvar, der nach einem Schlag in die Hüfte bereits nach sieben Minuten verletzt passen musste, steckten die Dresdner gut weg. Bitter übrigens für den zuschauenden tschechischen Nationaltrainer Jan Filip, der nun auf Becvar beim Lehrgang verzichten muss. Auch wenn sich die Dessauer dann vor allem über den Ex-Dresdner Florian Pfeiffer und Tomas Pavlicek besser in die Partie kämpften, fanden die Gastgeber bis zur Pause stets die passende Antwort. Arseniy Buschmann, der für Roman Becvar ins Spiel kam, fand sofort die richtige Bindung und fügte sich nahtlos ein.

Einwechsler bringen neuen Schwung

„Das ist eine unserer großen Stärken, dass wir einen großen und ausgeglichenen Kader haben. Alle, die eingewechselt wurden, haben ihren Teil zum Sieg beigetragen“, befand Sebastian Greß. Auch nach dem Seitenwechsel diktierten die Dresdner aus einer stabilen Abwehr heraus lange Zeit das Geschehen. Bis zur 46. Minute spielten sie einen Sieben-Tore-Vorsprung (21:14) heraus. Dann allerdings nahmen sie ein wenig das Tempo raus und verteilten unter anderem mit zwei vergebenen Siebenmetern vorfristige Ostergeschenke an die Gäste, die zumindest auf 18:21 verkürzen konnten. Doch anders als noch in der Hinrunde blieben die Pöhler-Schützlinge cool und ließen sich die den Sieg nicht mehr nehmen. „Ich denke, wir waren von Anfang bis Ende die bessere Mannschaft. Dabei hat uns auch die Kulisse getragen“, freute sich Christian Pöhler, der vor allem die „geschlossene Mannschaftsleistung“ hervorhob.

Vorsprung auf die Abstiegszone wächst

Mit insgesamt zehn Punkten aus den letzten sechs Spielen haben die Elbestädter den Vorsprung auf die Abstiegsränge wieder auf sieben Zähler anwachsen lassen. Ob der Aufsteiger am Ende vielleicht sogar beste ostdeutsche Mannschaft in Liga zwei werden kann, sei eher „schmückendes Beiwerk“, wie Mario Huhnstock meinte. „Wichtig ist in erster Linie der Klassenerhalt“, betonte er. Weil die Mannschaft nun zwei Wochen Spielpause hat, bevor es am 15. April in Hildesheim weiter geht, dürfen die Elbestädter jetzt vier freie Tage über Ostern genießen.

HCE-Tore: Jurgeleit 8/8, Dierberg, Quade je 3, Boese, de Santis, Gress je 2, Buschmann, Kretschmer, Kammlodt, Becvar je 1.

Von Astrid Hofmann

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