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HC Elbflorenz erkämpfen ihren ersten Punkt

Handball HC Elbflorenz erkämpfen ihren ersten Punkt

Im ersten Heimspiel in der 2. Bundesliga haben sich die Dresdner Handballer vor 1523 Zuschauern am Sonntag wacker geschlagen und den ersten Punkt erkämpft. Gegen den Wilhelmshavener HV schafften die Männer von Trainer Christian Pöhler in einer spannenden Partie ein achtbares 27:27 (11:12).

Zwei Wilhelmshavener versuchen, den Dresdner Sebastian Greß am Torwurf zu hindern.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Die Freude über den ersten Punkt hielt sich bei den Handballern des HC Elbflorenz gestern sehr in Grenzen. Eher enttäuscht schlichen viele von ihnen nach dem ersten Heimspiel vom Feld. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle und einer hochdramatischen Schlussphase trennte sich der Zweitliga-Aufsteiger vor 1523 Zuschauern vom Wilhelmshavener HV 27:27-Unentschieden (11:12).

Torhüter und Kapitän Mario Huhnstock versuchte, die positive Seite zu sehen: „Es ist ein gewonnener Punkt. Wilhelmshaven hat sehr clever das Tempo verschleppt, sie haben ihre Chancen dann genutzt und unsere Abwehr zum Teil auseinandergespielt. Wir hatten überall so ein paar Fehler drin, die vielleicht auch der Aufregung geschuldet waren“, meinte er. Es sei deshalb gut, dass das erste Heimspiel nun vorbei sei. Kreisläufer Henning Quade, der zum Auftakt der Partie die Zuschauer mit drei Toren in Folge begeisterte, marschierte dagegen frustriert in die Kabine: „Ich bin wirklich enttäuscht, leer im Kopf. Da war auf jeden Fall mehr drin“, betonte er und gab zu: „Nach der guten Startphase haben wir zwanzig Minuten Käse gespielt, praktisch eigentlich das Handballspielen eingestellt.“ Doch auch er fand doch zumindest einen wichtigen Aspekt, der Hoffnung für die nächsten Partien macht: „Wie wir uns in der zweiten Halbzeit nach einem Vier-Tore-Rückstand zurückgekämpft und Moral bewiesen haben, war sehr gut.“

Das Spiel hatte tatsächlich verheißungsvoll begonnen. Bis zur 15. Minute konnten sich die Gastgeber mit 9:5 absetzen. Dann aber schlichen sich zu viele Fehler ein, vergaben die Dresdner im Angriff gute Chancen und die Nordlichter ließen sich nicht zweimal bitten. Sie nutzten die Fehler gnadenlos und gingen mit einem Tor Vorsprung zum Pausentee. Nach dem Seitenwechsel dominierten erneut die Gäste. Dabei kamen sie immer wieder ziemlich leicht durch die Dresdner Deckung und zu Toren. In der 42. Minute stand bereits ein 15:19-Rückstand zu Buche. Dann aber bliesen die Hausherren zur Aufholjagd. Nun holten sie Tor um Tor auf und der junge Nils Gugisch, der erst eingewechselt worden war, schaffte mit seinem ersten Treffer in der 49. Minute endlich den 21:21-Ausgleich. Dann kam die Schlussphase, die nichts für schwache Nerven war. Wilhelmshaven ging erneut mit drei Toren in Front, aber die Elbestädter mit dem ebenfalls eingewechselten Sebastian Halfmann im Tor hielten dagegen. In den letzten Minuten hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Kurz vor Schluss traf erneut Nils Gugisch zum 27:26. Doch ausgerechnet der herzerfrischend aufspielende Youngster wurde dann zum tragischen Helden. Er kreuzte den Passweg der Gäste, was laut Reglement in der letzten Minute doppelt bestraft wird – mit Rot und einem Siebenmeter. Den verwandelten die Jadestädter durch ihren besten Werfer Kay Smits eiskalt.

Christian Pöhler wollte das Ergebnis nicht an dieser letzten Situation festmachen: „Alles in allem ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir hatten Phasen, wo uns zu viele Fehler unterlaufen sind. Aber wir nehmen für die Zukunft die gute erste Viertelstunde und die Schlussphase mit. In dieser Liga zählt jeder Punkt.“

Gäste-Coach Christian Köhrmann zeigte sich ebenfalls mit dem Remis ganz zufrieden und verteilte ein dickes Kompliment: „Was Elbflorenz in den letzten Jahren hier aufgebaut hat, ist ganz stark. Eine tolle Halle, gute Stimmung und sicher wird die Arena auch ganz voll sein“, prophezeite er.

Elbflorenz-Tore: De Santis 5, Greß, Gugisch je 4, Quade 3, Buschmann, Zele, Kammlodt je 2, Boese 2/2, Dierberg, Flödl je 1, Jurgeleit 1/1.

Von Astrid Hofmann

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