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Sport Regional Großreinemachen bei flutgeschädigten Sportvereinen in Dresden beginnt
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18:06 09.09.2015
Dresden

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Derzeit sind Stadt und Vereine damit beschäftigt, Gebäude und Anlagen bestmöglich zu reinigen und zu trocknen. Daneben werden die Schäden aufgenommen, Spendenaufrufe gestartet, Terminkalender neu geordnet.

Beim Wassersportverein "Am Blauen Wunder" an der Fidelio-F.-Finke-Straße sind die Aufräum- und Reinigungsarbeiten in vollem Gange. Alle Gebäude sind wieder trockenen Fußes zu betreten. Bootshauswart Tom Kaltofen und seine Helfer befreiten gestern auch das Innere des Haupthauses von Schlamm und Unrat. Auf dem Hof spülten Freiwillige mit Hochdruckreinigern Umkleideschränke sauber.

Welche Schäden das Hochwasser angerichtet hat, das können die WSV-Verantwortlichen noch nicht genau sagen. "Im alten Bootshaus ist die Elektrik im Untergeschoss wahrscheinlich hin, obwohl die Steckdosen an der Decke installiert worden sind. Zum Glück ist die Holzbalkendecke trocken geblieben", sagt Pressesprecher Robert Ringel. "Inventar ist nicht zu Schaden gekommen, weil wir fast alles raus geräumt haben. Im Moment sieht es so aus, als ob wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Ob an der Bausubstanz noch was gemacht werden muss, wissen wir noch nicht. Die Stützmauer der Terrasse können wir noch nicht überprüfen, weil da noch das Wasser steht. Wann wir die Abwasserhebeanlage wieder flott kriegen, ist auch noch nicht klar", fügt Ringel hinzu.

Der Verein hofft, dass die Anlage, die das Abwasser vom Vereinsgebäude zur Kanalisation unter der Finke-Straße hoch pumpt, rasch wieder läuft, denn spätestens zum Drachenbootfestival am 29. und 30. Juni werden die Toiletten dringend gebraucht. Das Probetrainingswochenende und das Teamcaptainsmeeting wurden um eine Woche verschoben und finden nun am Wochenende vor dem Festival statt. Derweil hat der Verein einen Spendenaufruf gestartet. Spenden können unter dem Kennwort Hochwasser 2013 bei der Ostsächsischen Sparkasse (BLZ: 850 503 00, Konto: 312 00 53 863) eingezahlt werden.

Beim SV Loschwitz ist das Wasser ganz vom Vereinsgelände verschwunden. Der Platz ist jetzt verschlammt."Diese Saison können wir nicht mehr drauf", weiß Fußball-Abteilungsleiter Lutz Quidenus. "Was gemacht werden muss, um ihn wieder bespielbar zu machen, das entscheidet die Stadt", ergänzt er. Derzeit müssen die Fußballer umherfahren, um Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Bei den Keglern sieht die Welt schon wieder etwas freundlicher aus. Im Vereinshaus haben Abteilungsleiter Wolfgang Fehre und seine Helfer Küche, Aufenthaltsraum und die Umkleide vom Dreck befreit. Froh sind die Kegler, dass die Mechanik, die die Kegel auf der Zwei-Bahnen-Anlage aufstellt, trocken geblieben ist. "An den Bahnen selbst muss aber was passieren", weiß Fehre, der sich dafür ein Angebot von einer Firma einholen will. "Wir werden mit der Stadt beraten, wie wir die Sanierung so unaufwändig wie möglich machen können", sagt der Chef der Kegler. Froh ist Fehre über die Hilfe der Mitglieder: "Es ist schön, dass alle mitziehen." Auch ein befreundeter Kegelklub wolle die Loschwitzer unterstützen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2013

Jochen Leimert

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