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18:19 28.07.2017
Michail Kraft (l.) und Tim Sebastian wurden nach ihrer Rückkehr aus Polen am Freitanachmittag herzlich beim Dresdner SC empfangen. Quelle: Foto: Matthias Rietschel
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Dresden

Als Tim Sebastian am Freitag in der DSC-Turnhalle zu seiner kleinen Rede ansetzte, konnte man eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Die rund 100 Gäste, die zum Empfang der Goldjungs von Breslau gekommen waren, lauschten gespannt und manche mit feuchten Augen. „Wenn ich die Goldmedaille nicht um den Hals hängen hätte, könnte ich es immer noch nicht glauben. Wir arbeiten jetzt drei Jahre daran, in die Weltspitze zu kommen. Schon vor zwei Jahren, als wir EM-Bronze holten, dachte ich, das Größte erreicht zu haben. Zwischenzeitlich hatten wir auch manche Verletzung und einige Tiefs. Seit der WM in China, als wir uns für die World Games qualifizieren konnten, haben wir viele tausend Stunden in der Trainingshalle verbracht und hatten jetzt eine lange und verdammt starke Saison“, zieht der 22-Jährige DSC-Sportakrobat, der mit dem Riesaer Michail Kraft mit der Goldmedaille bei den World Games Historisches geleistet hat, sein persönliches Fazit. Er lässt noch einmal den glorreichen Wettkampf Revue passieren und bekennt abschließend: „Wir sind über uns hinausgewachsen. Daran haben wir vorher nicht zu träumen gewagt. Wirklich realisieren können wir das noch nicht.“

Nachdem die beiden besten deutschen Sportakrobaten am Mittag schon in Riesa gefeiert wurden, gab es anschließend den „großen Bahnhof“ beim DSC. Auch Sportbürgermeister Peter Lames, der zugleich die Glückwünsche des Oberbürgermeisters überbrachte, stimmte in den Jubel ein: „Wir sind als Landeshauptstadt natürlich tierisch stolz auf diese Leistung.“ Er freue sich, dass in der Stadt eine steigende Aufgeschlossenheit für den Leistungssport zu verzeichnen sei. „Wir haben mit den beiden Stipendien für unsere erfolgreichen Kanuten den Anfang gemacht. Jetzt haben wir das Volumen auf fünf Stipendien aufgestockt. Wer Gold bei den World Games gewinnt, ist auf jeden Fall ein potenzieller Kandidat für ein solches Stipendium“, ließ er durchblicken. DSC-Vizepräsident Lars Rohwer erklärte: „Eigentlich haben wir ja jetzt hier Olympiasieger stehen, wenn Sportakrobatik olympisch wäre. Tim und Michail haben den größten Erfolg in der Geschichte dieser Sportart gefeiert. Deshalb sind wir sehr stolz darauf, solche Athleten in unserer Halle zu haben.“ Natürlich gab es Blumen, Geschenke und viele Umarmungen. Ganz besonders bedankte sich Tim Sebastian auch noch einmal bei seiner Entdeckerin und langjährigen Trainerin Petra Vitera. Sie hatte schon in Breslau mitgefiebert und gefeiert und meinte: „Mit drei Jahren habe ich Tim zu uns geholt. Er war schon immer ein zielorientierter Sportler, wollte immer der Beste sein. Die Kombination mit Riesa und Michail Kraft war ein Glücksfall.“

Nach ein paar freien Tagen, auf die sich beide Jungs jetzt freuen, geht die Arbeit jedoch schon weiter. „Unser Ziel ist die EM in drei Monaten. Zuvor nehmen wir Anfang September am Solotov-Cup in Russland teil. Den haben wir schon zweimal gewonnen“, blickt Tim Sebastian schon wieder voraus. Wenn Michail Kraft in nächster Zeit nicht zu sehr wächst und an Gewicht zulegt, wollen die beiden auch noch die WM nächstes Jahr im April in Antwerpen anvisieren.

Von Astrid Hofmann

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