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Sport Regional Gebürtiger Bulgare Boyadzhiev wird Shorttrack-Bundestrainer
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17:16 09.09.2015
Keine Interims-, sondern Dauerlösung: Miroslav Boyadzhiev. Quelle: Imago/Photorarena/eis

"Er kennt die Sportler, den Verband, die Mannschaft. Miro verfügt über die nötige Ausbildung und hat in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Wir wollten keine Experimente und ständigen Wechsel mehr, sondern Konstanz", begründet DESG-Vizepräsident Uwe Rietzke die Entscheidung.

Boyadzhiev arbeitet seit sechs Jahren am Bundesstützpunkt in Dresden, führte zuletzt als Junioren-Bundestrainer Olympia-Teilnehmerin Anna Seidel in die deutsche Spitze. "Ich hatte gehofft, dass ich den Zuschlag erhalte, weil ich schon so lange mit den Sportlern arbeite. Ich bin überzeugt, dass viel Potenzial in jedem Einzelnen steckt. Das möchte ich herauskitzeln", meint Boyadzhiev, der seine Planungen nicht nur bis 2018, sondern schon bis 2022 ausrichtet: "Wir wollen langfristig etwas aufbauen."

Mit seinem Enthusiasmus und seinem Training überzeugte er auch Bianca Walter, die mit 24 Jahren mittlerweile zu den Ältesten in der verjüngten Nationalmannschaft gehört: "Er hatte die schwere Aufgabe, uns nach der schlechten Olympia-Saison aus dem Loch zu ziehen. Das hat er sehr gut gemacht. Ich bin froh, dass die Entscheidung für ihn fiel." Und Christoph Schubert, wie Walter aus Dresden, ergänzt: "Er kennt die meisten von der Jugend an und er kann unheimlich gut motivieren, uns auch mal in den Hintern treten. Wir haben harte Trainingswochen hinter uns und man sieht, es läuft."

Das wollen die deutschen Kurzbahnspezialisten nun bei den bevorstehenden Weltcups in Shanghai und Seoul unter Beweis stellen, nachdem die deutsche Mannschaft die ersten beiden Weltcups in Übersee noch weggelassen hatte, um die Zeit zum Training zu nutzen. "Die Formkurve zeigt nach oben. Wir sind heiß darauf, uns jetzt mit der Weltspitze zu messen", so Anna Seidel, die mit Bianca Walter sowie den Männern Christoph Schubert, Daniel Zetzsche (alle Dresden), Hannes und Torsten Kröger (beide Rostock) und Leon Kaufmann-Ludwig (München) am Sonnabend nach China aufbricht. Der Heim-Weltcup in Dresden steigt vom 6. bis 8. Februar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2014

Astrid Hofmann

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