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Sport Regional Galopp: 6000 Besucher und 116.172 Euro Umsatz am vierten Dresdner Saisonrenntag
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18:13 09.09.2015
Natalie Arendsen führte Not Allowed zum Sieg im Gelos-Triumph. Das gleiche Rennen hatte die Stute schon im Vorjahr gewonnen. Quelle: Matthias Rietschel

Doch der Reihe nach. Gleich im zweiten Rennen wollte der dreijährige Hengst Korsakow partout nicht in die Startbox und musste vom Start verwiesen werden, was die Rückzahlung von rund 1800 Euro an Wetteinsätzen zur Folge hatte - vor allem für den Dresdner Rennverein ärgerlich, weil damit der Umsatz geschmälert wurde.

Im dritten Rennen musste Amateurreiterin Olga Jaznovska auf Bel et bien für den kurzfristig erkrankten Pascal Jonathan Werning einspringen. Mit der Favoritin suchte die in Dormagen lebende Tschechin ihr Heil in der "Flucht". Sie führte von Beginn an mit mehreren Längen Vorsprung und krönte ihren "Kistenritt" (wird in der Fachsprache so genannt, wenn ein Reiter kurzfristig für einen anderen einspringt) mit dem überzeugendsten Sieg des Tages. Bevor anschließend das vierte Rennen wirklich gestartet werden konnte, erlebten die Zuschauer einige aufregende Szenen. Weil Sorea in der Startbox randalierte, machte Olga Jaznovska einen unfreiwilligen Abgang und die Stute galoppierte reiterlos um die Bahn. Dazu hatte auch noch die Mechanik der Startmaschine ihren Geist aufgegeben. Weil alle Versuche einer Reparatur scheiterten, musste dieses und auch die folgenden drei Rennen mit traditionellem Flaggenstart auf die Reise geschickt werden. "Wir hatten nach dem letzten Renntag die Startmaschine überarbeitet, aber jetzt sind die Probleme wieder aufgetreten", bedauerte Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch das Dilemma. Es zeigte sich, dass sowohl für den Starter als auch für die Jockeys dieses Prozedere inzwischen eher ungewohnt ist und deshalb zu einigen Problemen führte. So wurde im Hauptereignis des Tages, dem mit 5200 Euro dotierten Gelos-Triumph, Vorjahressiegerin Not Allowed erst einmal reiterlos und büchste aus. Doch zum Glück war Natalie Arendsen nichts passiert. Nachdem die zehnjährige Stute eingefangen war, konnte es endlich losgehen.

Und die Zuschauer trauten ihren Augen kaum. Denn die Titelverteidigerin, die wie im Vorjahr ohne Form angereist war, stahl über die 1400 m erneut allen Favoriten die Show. Die 171:10 gewettete Außenseiterin holte sich souverän den Sieg vor der Dresdnerin Concordia (Trainer: Stefan Richter) und Lemorton. Die Besitzer von Not Allowed konnten ihr Glück kaum fassen und verdrückten mehr als nur ein paar Freudentränen. Zum Schluss konnten die Lokalmatadoren, die bis dahin noch keinen Treffer gelandet hatten, sogar über einen Doppelerfolg jubeln. Der von Claudia Barsig betreute Ascanio siegte nach hartem Kampf und Zielfotoentscheid vor A Miracle aus dem Stall von Lutz Pyritz. Für Barsig war es nach dem zweiten Platz von Lenndormanik und dem dritten Rang von House of Orange die Krönung des Tages. Angesichts der nur 59 Starter in den sieben Rennen zeigte sich Geschäftsführer Uwe Tschirch mit dem Gesamtumsatz von 116 172,04 Euro zufrieden, zumal davon immerhin über 63 000 Euro auf der Bahn verwettet wurden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2013

A. Hofmann

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