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Friedrich peilt Gold mit FES-Zweier an

Bobpilot Friedrich peilt Gold mit FES-Zweier an

Für die Bob- und Skeletonfahrer läuft der Countdown für Olympia. An diesem Wochenende findet auf der Bahn am Königssee das Weltcup-Finale und damit die Generalprobe statt. Die wichtigsten Entscheidungen im Hinblick auf Korea sind im deutschen Team aber bereits gefallen – die um das richtige Gefährt.

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Im FES-Zweier haben Francesco Friedrich und sein Anschieber Thorsten Margis (l.) viele Materialtests hinter sich.

Quelle: imago

Dresden. Für die Bob- und Skeletonfahrer läuft der Countdown für Olympia. An diesem Wochenende findet auf der Bahn am Königssee das Weltcup-Finale und damit die Generalprobe statt. Die wichtigsten Entscheidungen im Hinblick auf Korea sind im deutschen Team aber bereits gefallen. So wird der Pirnaer Francesco Friedrich, der vor allem im Zweier als Gold-Kandidat gilt, mit einem Gerät der Berliner FES-Schmiede starten. Heimtrainer Gerd Leopold: „Schon nach dem Weltcup in Altenberg war die Tendenz klar, der zweite Platz von St. Moritz hat das noch mal bestätigt.“ Erst zum Jahreswechsel hatte der viermalige Zweier-Weltmeister nach nicht befriedigenden Ergebnissen mit dem Bob des Österreichers Hannes Wallner dessen Schlitten gegen ein neues der FES getauscht.

Dabei sollen nun am Königssee die letzten Feinabstimmungen am Bob vorgenommen werden, denn in der kommenden Woche werden die Schlitten nach Korea verschifft. „Königssee ist die letzte Standortbestimmung. Dabei basteln wir ein wenig weiter, um die Details an der Lenkung zu optimieren“, so Leopold, der sich noch immer über den Fauxpas von Nico Walther ärgert. Nachdem der ebenfalls für Oberbärenburg startende Sachse in St. Moritz den Zweier gewonnen hatte, wurde er im Vierer nach dem ersten Lauf disqualifiziert, weil sein Gerät um drei Kilo zu leicht war. „So eine Nachlässigkeit beim Wiegen darf einfach nicht passieren. Damit hat er sich nicht nur den Podestplatz verbaut, sondern er verliert im Ranking des Gesamt-Weltcups, das ausschlaggebend für die Startreihenfolge bei Olympia ist, und nicht zuletzt büßt er auch finanziell ein, denn die Prämien werden nach der Gesamt-Platzierung ausgeschüttet“, so Leopold.

Walther fährt, wie die gesamte Saison, in Korea in beiden Disziplinen mit einem FES-Bob. Friedrich bleibt im großen Schlitten beim Wallner-Gerät, das bisher sehr gut gelaufen ist und mit dem er in der Weltcup-Gesamtwertung hinter seinem deutschen Konkurrenten Johannes Lochner auf Platz zwei liegt.

Sehr zufrieden ist Gerd Leopold mit dem dritten sächsischen Bob-Team von Stephanie Schneider, die in diesem Winter zwei Weltcup-Siege und den EM-Titel einfuhr. Jetzt ist auch die schwierige Entscheidung gefallen, mit welcher Anschieberin die 27-Jährige Pilotin in Pyeongchang antreten wird. „Wir treffen bei den Spielen auf drei ganz starke Teams aus Übersee. Um vor allem mit ihren sehr guten Startleistungen mithalten zu können, wird Stephanie mit Annika Drazek fahren“, verrät der Co-Bundestrainer.

Mit der Winterbergerin, die schon Anja Schneiderheinze zum WM-Titel schob, war Schneider bereits Europameisterin geworden, hatte aber auch mit Lisa Marie Buckwitz (Potsdam) gute Ergebnisse erzielt. „Zum Glück hat sich in St. Moritz mit Anna Köhler auch unsere dritte Athletin das Olympia-Ticket gesichert, so dass wir mit der maximalen Zahl an Anschieberinnen nach Korea reisen können“, so Leopold. Neben Schneider und Köhler ist die Thüringerin Mariama Jamanka, Europameisterin von 2017, die dritte Pilotin im Bunde. Gesetzt ist als Anschieberin neben Drazek, Buckwitz und Erline Nolte (Winterberg) auch noch Ann-Christin Strack (Wiesbaden).

Wer als fünfte Athletin mit nach Korea darf, wird nach einem letzten Starttest am heutigen Mittwoch in Oberhof entschieden. Mit Franziska Fritz-Glahn ist dabei noch eine weitere Oberbärenburgerin im Rennen. Auch bei den Männern geht es beim heutigen Test darum, wer die beiden Ersatzanschieber für die Spiele sein werden. Darunter sind mit Jannis Bäcker (Team Friedrich) sowie Kevin Korona und Alexander Rödiger (beide Team Walther) drei Kandidaten aus den sächsischen Mannschaften. Insgesamt 14 Anschieber können die drei Mannschaften von Friedrich, Walther und Johannes Lochner mit nach Pyeongchang nehmen.

Von Astrid Hofmann

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