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Sport Regional Freier Sonntag nach Zittersieg: DSC steht im Playoff-Halbfinale
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23:48 09.09.2015
Dresdens Kristina Mikhailenko versucht es mit einem Schmetterball gegen den Block der Roten Raben. Quelle: Georg Gerleigner

Damit gelang dem Favoriten nach dem 3:1-Heimerfolg der zweite Sieg in der Serie "best of three" und die DSC-Damen ersparten sich ein Entscheidungsspiel am Sonntag. Der Gegner für das Halbfinale, das am 1. April startet, steht derzeit noch nicht fest.

Trainer Alexander Waibl musste vor der Partie eine Hiobsbotschaft hinnehmen. Mittelblockerin Cursty Jackson, die im ersten Spiel zu den Besten gehörte, konnte nicht auflaufen. Die US-Amerikanerin hatte im Training einen Ball an den Kopf bekommen und musste wegen einer leichten Gehirnerschütterung passen. Für sie rückte Juliane Langgemach in die Startformation.

Die Elbestädterinnen begannen konzentriert, Dank einer Aufschlagserie von Lisa Izquierdo konnten sie sich auf 9:5 absetzen. Bis zum 14:7 diktierte der DSC das Spiel, dann aber schlichen sich die ersten kleinen Fehler ein und die Raben kämpften sich auf 14:15 heran. Am Ende aber ging dieser Durchgang klar an die Waibl-Schützlinge. Im zweiten Abschnitt wandelte sich das Bild. Während beim Favoriten die Fehlerquote größer wurde, auch Diagonalangreiferin Kristina Mikhailenko gar keine Bindung zum Spiel gefunden hatte (für sie spielte dann Louisa Lippmann) und sich natürlich das Fehlen von Jackson bemerkbar machte, kam Vilsbiburg zu einer 16:11-Führung. Den Vorteil gaben die Gastgeberinnen auch nicht mehr aus der Hand.

Im dritten Satz blieb das Geschehen bis zum Schluss sehr eng, doch mit einem der insgesamt 16 Aufschlagfehler "schenkte" der DSC dem Gegner beim zweiten Matchball auch diesen Abschnitt. Hart umkämpft ging die Partie auch im vierten Akt weiter. Eine 11:7-Führung gaben die Damen um Kapitän Myrthe Schoot wieder aus der Hand, auch nach dem 19:16 ließen sie die Gastgeberinnen erneut herankommen. So blieb es bis zum 23:23 ausgeglichen. Mit einer Blockabwehr konnte der DSC jedoch den ersten Satzball nutzen und damit den Tiebreak erzwingen. Auch in diesem entscheidenden fünften Abschnitt lagen die Elbestädterinnen schon mit 13:7 in Front, doch die Raben kämpften sich auf 11:13 heran. Nach 112 Minuten aber beendete die Ex-Vilsbiburgerin Michelle Bartsch die Zitterpartie und verwandelte den ersten Matchball. Die 25-jährige US-Amerikanerin war - wie schon im ersten Match - mit 29 Punkten die überragende Scorerin. Sie wurde anschließend auch zur Wertvollsten Spielerin gekürt. Lisa Izquierdo brachte es auf 24 Zähler und Jaroslava Pencova erreichte 14 Punkte.

Alexander Waibl meinte nach dem Sieg: "Das war genau das richtige Spiel für uns, hat uns emotional alles abverlangt. Dass es in Vilsbiburg schwerer werden würde, wussten wir ja ohnehin. Zudem fehlte bei uns diesmal der richtige Angriffsdruck, wir waren einfach zu ausrechenbar und die Raben hatten ihre Annahme im Vergleich zur ersten Partie stabilisiert. Aber solche engen Begegnungen bringen uns auf jeden Fall weiter." Die Mannschaft darf sich nun auf ein freies Wochenende freuen und Alexander Waibl kann morgen entspannt seinen 47. Geburtstag feiern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.03.2015

Astrid Hofmann

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