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08:47 12.07.2017
Neu im Dresdner Outfit: Die finnische Nationalspielerin Pia Korhonen will mit den DSC-Damen in der Erfolgsspur bleiben. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Noch am Sonntag holte sie mit der finnischen Nationalmannschaft in der Ukraine Silber in der European League. Nach einem Zwischenstopp in Helsinki landete Piia Korhonen gestern Morgen in Dresden-Klotzsche. Nur zwei Stunden später stand der Neuzugang der DSC-Volleyballerinnen den Medien Rede und Antwort. Die erst 20-jährige Diagonalangreiferin soll in den kommenden beiden Jahren die neue Punktesammlerin beim fünfmaligen deutschen Meister werden.

Auch wenn die 1,87 m große Blondine etwas schüchtern wirkt, weiß sie absolut, was sie will. „Schon als ich vor vier Jahren in den Profibereich eingestiegen bin, war es mein großer Traum, ins Ausland zu gehen“, erzählt sie. Und nachdem sie in ihr Abi abgelegt hat, setzt sie ihren Traum nun in die Tat um. Warum zieht es das „Nordlicht“ – sie stammt aus dem kleinen westfinnischen Ort Eura – ausgerechnet nach Dresden? „Ich hatte noch ein anderes Angebot, doch als ich hörte, dass ich eine Offerte vom DSC vorliegen habe, fiel mir die Entscheidung leicht“, meint Korhonen lächelnd. Sie habe gehört, dass dies ein Top-Verein in einer starken Liga sei, ein sehr gutes Coaching habe. Sie wolle sich weiterentwickeln und sieht in Dresden dafür eine sehr gute Chance.

Zum Volleyball sei sie mit sechs Jahren durch ihre beiden älteren Brüder gekommen. Allerdings spielte sie bis zum 13. Lebensjahr auch noch Fußball, entschied sich dann aber für Volleyball. Und sorgte in ihrer Heimat schon bald für Furore. Bereits in ihrer ersten Profi-Saison avancierte die Angreiferin zur Top-Scorerin ihres Ex-Vereins HPK Hämeenlinna, mit dem sie auch finnischer Meister wurde. Dazu wurde sie zur „Newcomerin des Jahres“ gekürt. Und sie sammelte auch auf internationalem Parkett im CEV-Cup schon Erfahrungen und gehörte dort zu den besten Punktesammlerinnen.

Vor zwei Jahren stand sie dabei ihrem Vorbild, der Russin Tatiana Kosheleva, auf dem Feld gegenüber. Auch in der Nationalmannschaft ist sie längst eine feste Größe und machte 2016 bei der EM-Qualifikationsrunde auf sich aufmerksam. Zwar verpasste Finnland die Endrunde, doch Piia war mit 118 Punkten in sechs Spielen die erfolgreichste Scorerin.

Kein Wunder, dass auch DSC-Trainer Alexander Waibl in höchsten Tönen von seinem Neuzugang spricht: „Ich habe viele Spiele der finnischen Liga gesehen. Piia ist mir sofort aufgefallen, als ich sie das erste Mal sah. Sie ist eine schnelle und sehr dynamische Spielerin, gleichzeitig agiert sie sehr klug, hat viele Lösungen parat und sie strahlt auch in Stress-Situationen Ruhe und Gelassenheit aus. Ich glaube, sie hat noch viel Potenzial, aber die Basis, die sie bereits mitbringt, ist vielversprechend“, schwärmt der Coach. Korhonen selbst bestätigt: „Ich bin sicher nicht die Lauteste auf dem Feld, aber wenn es gerade schwierig ist und Mitspielerinnen meine Unterstützung brauchen, dann versuche ich zu helfen.“

Bis morgen sieht sich die Finnin noch in Elbflorenz um, bezieht eine Wohnung im Haus, in dem auch Eva Hodanova wohnt. Dann geht es zurück in die Heimat. In den drei Wochen Urlaub will Piia Korhonen relaxen, Zeit mit ihrem Freund verbringen und – in die Sauna gehen. Danach steht für die Studentin der Erziehungswissenschaften noch die Universiade in Taipeh auf dem Plan. Deshalb wird sie erst im September in Dresden zurück erwartet. Bis dahin will Alexander Waibl noch eine zweite Diagonalangreiferin und eine weitere Außenangreiferin unter Vertrag haben.

Von Astrid Hofmann

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