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Europameisterschaft in Dresden: Deutsche Shorttracker starten stark

Anna Seidel, Bianca Walter und Co. überzeugen Europameisterschaft in Dresden: Deutsche Shorttracker starten stark

Besser hätte Tag eins der Heim-EM für die deutschen Shorttracker nicht laufen können. Bianca Walter und Anna Seidel überzeugten auf allen drei Strecken, schafften den Sprung in das Viertelfinale über 500 m und 1000 m und das Halbfinale über 1500 m. Christoph Schubert hat sich ebenfalls für die Hauptrunden am Wochenende qualifiziert. Auch die Staffelteams sind weiter.

Die Dresdnerin Anna Seidel schaffte am Freitag bei der Heim-EM auf allen drei Strecken den Sprung in die nächste Runde.
 

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden.  Besser hätte Tag eins der Heim-EM für die deutschen Shorttracker nicht laufen können. Die beiden schon für Olympia qualifizierten Einzelstarterinnen Bianca Walter und Anna Seidel überzeugten auf allen drei Strecken, schafften den Sprung in die nächsten Runden – jeweils das Viertelfinale über 500 m und 1000 m und das Halbfinale über 1500 m. Und auch Christoph Schubert (alle Dresden) hat sich über alle drei Distanzen für die Hauptrunden am Wochenende qualifiziert und seine Chance auf das Olympia-Ticket gewahrt. Zur Krönung des Tages lieferten auch beide Staffel-Teams bravouröse Rennen ab und dürfen in den Semifinals an diesem Sonnabend um den Einzug ins Finale am Sonntag laufen.

Nur die EM-Debütanten Adrian Lüdtke (Rostock) und Tobias Pietsch (Dresden) mussten erwartungsgemäß in den Vorrunden die Segel streichen. Da aber auch sie gemeinsam mit Schubert und dem Münchner Felix Spiegl in der Staffel noch mal ran dürfen, sorgte dieser gelungene EM-Auftakt im deutschen Team für rundum gute Laune. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft, und bin deshalb sehr erleichtert“, meinte eine glückliche Bianca Walter, die in der Vorbereitung durch einen Muskelfaserriss ausgebremst wurde und die vor der EM meinte: „Ich habe so viel geackert und bin noch ein wenig platt.“ Doch davon war gestern nichts zu spüren und am Wochenende will die 27-Jährige sogar noch zulegen und wie sie sagt „die Rakete zünden“. Sie sei erst einmal auf Sicherheit gelaufen, um über alle Strecken eine Runde weiterzukommen. „Jetzt will ich noch aggressiver laufen“, kündigt sie wild entschlossen an.

Auch Anna Seidel hatte ein Lächeln auf den Lippen: „Ich bin sehr zufrieden, konnte mit einer Ausnahme über 1000 m alle Läufe gewinnen. Die Krönung war die Staffel. Der Abstand zu den starken Holländerinnen war nicht tragisch. Es ging vor allem um das Weiterkommen“, erklärte die 20-Jährige, die wie Bianca Walter und Christoph Schubert in den vergangenen sechs Monaten bei der holländischen Trainerin Wilma Boomstra vor allem im technischen Bereich viel gearbeitet und Fortschritte gemacht hat.

Eisschnelllauf Shorttrack - Europameisterschaft in Dresden

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Diesen Vorzug konnten allerdings Gina Jacobs und Tina Grassow nicht genießen, absolvierten das Training daheim. Dennoch lieferte das Quartett schon bei den Weltcups dennoch erstaunliche Leistungen ab, auch wenn es leider zum Olympia-Ticket am Ende nicht reichte. Gewisse Leistungsunterschiede konnte die vier Läuferinnen auch gestern im Staffelrennen glänzend kompensieren. „Unsere Taktik war genau darauf ausgerichtet, diese Defizite auszugleichen und mit unseren guten Wechseln haben wir das auch super hinbekommen“, freute sich Tina Grassow, die weiß: „Im Halbfinale wird es noch mal härter, da müssen wir von der ersten Runde an richtig Gas geben.“ Besonders erleichtert war Gina Jacobs, die im Rennen eine Schrecksekunde überstehen musste, als die polnische Läuferin sie beim Überholversuch fast zum Straucheln brachte. „Da war ich kurz erschrocken, konnte mich aber noch retten.“ Das polnische Quartett wurde dann auch disqualifiziert.

Sehr zufrieden zeigte sich natürlich Christoph Schubert, der für das Olympia-Ticket am Wochenende mindestens ein A- (1500 m) oder B-Finale (500 m oder 1000 m) erreichen muss. „Ich hatte den Fokus ursprünglich auf die 1500 m gelegt, dass es auf den anderen Strecken auch so gut gelaufen ist, hat mich selbst ein wenig überrascht und macht mich stolz“, sagte der 23-Jährige, der nicht den Eindruck macht, als könne er dem Druck nicht standhalten.

Die Haupt-Wettkämpfe beginnen am Sonnabend und Sonntag jeweils 13 Uhr.

Von Astrid Hofmann

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