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Sport Regional Erstmals Tennisdamen aus Sachsen in der 1. Bundesliga
Sportbuzzer Sport Regional Erstmals Tennisdamen aus Sachsen in der 1. Bundesliga
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09:09 23.10.2018
Tereza Smitkova hatte ihren Anteil am zweiten Rang der Blasewitzerinnen in der Vorsaison. Quelle: Archiv/Steffen Manig
Dresden

Die Anlage des TC Blau-Weiß Blasewitz im Waldpark hat nach der Wende schon viel großes Tennis erlebt. Im Jahr 2002 rangen hier die deutschen Damen im Fedcup Russland mit 3:2 nieder. Bis 2006 fanden insgesamt zehn ATP-Turniere statt, bei denen Weltklassetennis geboten wurde. Doch das, was seit Montag Gewissheit ist, hat es zuvor noch nie gegeben und stellt einen wirklichen Paukenschlag dar. In der kommenden Saison spielen die Blasewitzer Damen in der 1. Bundesliga, und sie sind damit die erste sächsische Tennis-Mannschaft, die der deutschen Eliteliga angehört.

Das wird letztlich dadurch möglich, dass ausgerechnet mit dem Eckert-Tennisteam Regensburg der deutsche Serienmeister der vergangenen drei Spielzeiten seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurückgezogen hat. Doch dass der Deutsche Tennis-Bund (DTB) dem Dresdner Club diesen Platz angeboten hat, war überhaupt nur machbar, weil die Blasewitzerinnen die diesjährige Saison in der 2. Bundesliga in der Gruppe Süd auf dem zweiten Platz hinter TC Bad Vilbel abschlossen und dadurch legitimer Nachrücker sind.

„Das Angebot des DTB hat uns natürlich sehr stolz gemacht. Denn dass wir mit unseren Damen in der 1. Bundesliga spielen, ist nicht nur für unseren Verein, sondern für die Sportstadt Dresden ein riesiger Zugewinn. Wir werden im kommenden Jahr Weltklassespielerinnen im Waldpark erleben. Wir waren schon in dieser Saison in der 2. Bundesliga der Zuschauerkrösus und sind ganz sicher, dass wir in den Heimspielen noch mehr Fans auf unsere Anlage locken“, freut sich der langjährige Blasewitzer Clubpräsident Michael Stephan.

Konkret bekommen es die Blau-Weißen im kommenden Mai und Juni mit TC Rüppurr Karlsruhe, TEC Waldau Stuttgart, DTV Hannover, Blau-Weiß Aachen sowie den beiden weiteren Neulingen TC Bredeney Essen und TC Bad Vilbel zu tun. Der Blasewitzer Cheftrainer Tomas Jiricka freut sich riesig: „Das ist natürlich eine große Herausforderung für unsere Truppe. Das Gerüst dafür wird unsere diesjährige Mannschaft bilden. Aber sicher müssen wir uns verstärken, um in der 1. Bundesliga konkurrenzfähig zu sein. Erste Kontakte dafür sind schon geknüpft.“ Mit der diesjährigen Leipzig-Open-Siegerin Varvara Flink steht auch schon der erste Neuzugang fest. Die 21-jährige Moskauerin will vom kommenden Frühjahr an auch ihren Lebensmittelpunkt in Dresden haben.

Frank Lepschy, der Vorsitzende des Blasewitzer Fördervereins, sieht in der Finanzierung einer Erstligamannschaft keine unüberwindbaren Probleme: „Die 1. Bundesliga ist mit einem überschaubaren Mehraufwand finanzierbar. Hierfür führen wir bereits erfolgversprechende Gespräche mit Sponsoren. Auf gar keinen Fall gehen die Kosten dieser Mannschaft zu Lasten unserer Mitglieder.“

Christoph Hagedorn, seit dem 1. März 2018 Clubmanager beim TC Blau-Weiß, sieht sich nach dem Aufstieg der Damenmannschaft in die 1. Bundesliga auch selbst in der Pflicht, den gesamten Verein noch professioneller aufzustellen. „Dazu gehört beispielsweise, dass wir dem Cheftrainer wieder einen Teammanager an die Seite stellen. Da unsere ersten Damen nun in der 1. Bundesliga spielen, hat der Aufstieg der zweiten Mannschaft als wichtiger Unterbau noch größere Bedeutung bekommen. Bekanntlich spielen ja auch unsere Herren als diesjähriger Ostligameister in der kommenden Saison in der Regionalliga Südost, also in die 3. Liga. Ich denke, dass ich keinesfalls übertreibe, aber so gut war unser Verein leistungssportlich noch nie aufgestellt. Und das sollte unseren Talenten weiteren Auftrieb geben.“

Von Rolf Becker

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