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Sport Regional Elbe und Hamann für EM nominiert
Sportbuzzer Sport Regional Elbe und Hamann für EM nominiert
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09:52 23.06.2016
DSC-Leichtathlet Lars Hamann darf nun auch bei der EM zeigen, wie weit er den Speer werfen kann. Quelle: Imago
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Kassel

Mit den Weltmeistern Christina Schwanitz und Katharina Molitor, aber wie erwartet ohne Olympiasieger Robert Harting reist der Deutsche Leichtathletik-Verband zur EM nach Amsterdam (7. bis 10. Juli). Während sich Harting nach dem Sieg bei der deutschen Meisterschaft in Kassel ins Training zurückzieht, führen Kugelstoßerin Schwanitz und Speerwerferin Molitor das am Mittwoch bekanntgegebene DLV-Aufgebot von 104 Athleten an. Mit zum Aufgebot zählt der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe, der verletzungsbedingt noch keinen Wettkampf in diesem Jahr bestritten hat. Nicht nominiert wurde die Ex-Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll, die bei der DM nur Platz vier belegt hatte.

„Gerade im Hinblick auf Christina Obergföll, die zu unseren herausragenden Athletinnen zählt, war es eine sehr schwere und knappe Entscheidung. Allerdings ermöglichen die DOSB-Nominierungsrichtlinien Christina wie allen weiteren Athleten, die nicht für die Europameisterschaften nominiert werden konnten, sich mit einer Weiterentwicklung ihrer Leistungen bis zum 10. Juli für eine Nominierung zu den Olympischen Spiele zu empfehlen“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

Chefbundestrainer Idriss Gonschinska meinte: „Wir haben das seit 1998 größte DLV-Team für eine EM nominiert, das sich aus jungen, weniger erfahrenen und arrivierten Athleten zusammensetzt. Die Europameisterschaften bieten somit für einen Teil der Athleten die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln und ihre Wettkampfkompetenz weiter zu entwickeln.“

Aufatmen konnte auch DSC-Speerwerfer Lars Hamann. Der Bundesausschuss Leistungssport (BAL) hat den 27-Jährigen nominiert. Damit wird er neben der frischgebackenen deutschen Meisterin Jenny Elbe die Dresdner Farben in den Niederlanden vertreten. Während die Dreispringerin mit dem Titelgewinn in Kassel gleichzeitig das EM-Ticket buchte, musste Hamann nach seinem fünften Platz noch bangen. Zumal in Kassel mit dem Mainzer Julian Weber noch ein vierter Speerwerfer die Olympia- und damit auch EM-Norm geknackt hatte. Allerdings hatte Hamann dreimal die für Rio geforderte Weite von 83 Metern übertroffen und mit 85,67 m deutlich weiter geworfen als Weber (83,79 m).

Die Titelkämpfe in Amsterdam gelten als Generalprobe vor den Olympischen Spielen. Unmittelbar danach findet am 12. Juli die offizielle Olympianominierung statt. Auch da ist Jenny Elbe im Vorteil, als deutsche Meisterin wird sie aber schon am 28. Juni offiziell das Rio-Ticket erhalten.

Astrid Hofmann

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