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Sport Regional Eislöwen starten beim Titelfavoriten in Kassel
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19:35 14.09.2017
Immer für einen Spaß zu haben und nah dran am Publikum: Eislöwen-Legende Petr Sikora wird am Sonntag noch einmal geehrt. Quelle: Foto: Frank Dehlis
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Dresden

Vor dem heutigen Saisonstart bei den Kassel Huskies (19.30 Uhr) steigt bei den Dresdner Eislöwen das Kribbeln. Denn neben der Vorfreude herrscht auch ein wenig Ungewissheit. „Es ist mir als Trainer jedes Jahr so gegangen, dass ich nicht einschätzen konnte, wo wir stehen“, bestätigt Trainer Franz Steer.

Er habe bei seinen Torhütern eine gute Entwicklung gesehen. Den Vorzug erhält erst einmal Marco Eisenhut, zumal sich Sebastian Stefaniszien im Training eine Knieverletzung zuzog, die noch nicht genau diagnostiziert werden konnte. Insgesamt fehle noch die Kompaktheit, aber beim gestrigen Training hätte das Team seine Vorstellungen erstmals so umgesetzt, wie er es sich vorstellt. Der Coach verweist noch einmal darauf, dass es seine Zeit braucht, bis die Automatismen greifen.

Allerdings gewinnt er diesem noch nicht abgeschlossenen Prozess auch etwas Positives ab: „Die Gegner wissen nicht, wie wir spielen.“ Als „elementar“ sieht Steer aber von der ersten Minute an etwas anderes: „Jeder Spieler muss bereit sein, für die Mannschaft und das gemeinsame Ziel alles zu geben.“ Mit Kassel warte auf seine Jungs gleich einer der Meisterschaftsfavoriten, zu denen der Eislöwen-Trainer noch Titelverteidiger Frankfurt, Bietigheim und auch Ravensburg zählt.

Zugleich betont der neue Dresdner Coach vor dem schweren Auftakt: „Ich denke, dass wir jede Mannschaft dieser Liga schlagen können.“ Zuversichtlich zeigt sich ebenfalls Neuzugang Thomas Pielmeier: „Unser Hauptziel war in der Vorbereitung, die neue Taktik in die Köpfe zu hämmern. Das hat ganz gut funktioniert, jetzt müssen wir es nur noch in der Liga umsetzen.“

Bevor die Eislöwen am Sonntag zum ersten Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren auflaufen, gibt es noch ein ganz besonderes Highlight für alle Fans. Das Trikot von Idol Petr Sikora wird nun endlich unters Hallendach gezogen. Der Publikumsliebling, der zwischen 2001 und 2009 insgesamt sieben Jahre für die Blau-Weißen die Schlittschuhe schnürte, wird gemeinsam mit seiner Familie extra aus dem heimatlichen Karvina anreisen. Der Stürmer, dessen Nummer 22 bei den Dresdnern nicht mehr vergeben wird, erzielte in 297 Partien für die Elbestädter 135 Tore und ist mit 401 Scorerpunkten noch immer der Rekordhalter.

Der mittlerweile 46-Jährige spielte nach seinem Engagement bei den Eislöwen übrigens auch noch zwei Jahre für Gegner Kaufbeuren, später für Kassel, Erfurt, Sonthofen und zuletzt in der Saison 15/16 für den Viertligisten Memmingen. Danach beendete „Siki“ seine erfolgreiche Karriere, die er einst 1989 in seiner Heimatstadt Karvina startete und in der er unter anderen in Vitkovice auch in der tschechischen Extraliga stürmte. Die Ehrung des Eislöwen-Idols findet etwa 20 Minuten vor Spielbeginn (17 Uhr) statt.

Von Astrid Hofmann

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