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20:48 19.03.2017
Der Dresdner Alexander Höller umkurvt mit dem Puck das Tor den Kasten der Gäste aus Kaufbeuren. Quelle: Matthias Rietschel
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Dresden

Die Dresdner Eislöwen haben ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. Nach den beiden Auftaktniederlagen im Play-off-Viertelfinale landeten die Schützlinge von Trainer Bill Stewart am Sonntag gegen den ESV Kaufbeuren den ersten Sieg. Sie setzten sich vor 3682 Zuschauern, unter denen auch Ex-Trainer Thomas Popiesch war, nach starker Vorstellung mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) durch und schafften damit in der „best-of-seven-Serie“ den 1:2-Anschluss. Bereits am Dienstag folgt in Kaufbeuren das vierte Spiel. Auch diesmal reisen die Elbestädter schon einen Tag früher an. „Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt“, lobte Stewart seine Jungs. Kapitän René Kramer betonte aber: „Das war nur ein Sieg. Jetzt dürfen wir uns 20 Minuten freuen, dann geht es weiter.“

Im Tor vertraute Stewart diesmal wieder Kevin Nastiuk. Und der Kanadier hielt zum zweiten Mal in der Saison seinen Kasten rein. Weil der erkrankte Steven Rupprich immer noch fehlte, beorderte der Coach Verteidiger Sebastian Zauner in die Offensive. Und der 22-Jährige setzte gleich ein Ausrufezeichen. Nach schönem Pass von Kramer zog Zauner knapp hinter der blauen Linie ab und netzte zum 1:0 (5.) ein. Stewart freute sich später: „Ich bin stolz auf ihn. Er ist der Spieler, der in dieser Saison den größten Schritt nach vorn gemacht hat.“ Weitere Gelegenheiten hatten Teemu Rinkinen (7.), Tomas Schmidt (10.) oder Ville Hämäläinen (11.), aber Stefan Vajs bewahrte sein Team vor einem höheren Rückstand. Auch die Gäste erarbeiteten sich einige Chancen, konnten Nastiuk aber nicht überwinden. Nach der Pause starteten die Stewart-Schützlinge erneut wie die Feuerwehr. In der 24. Minute schlugen sie ein zweites Mal zu. Arturs Kruminsch markierte aus Nahdistanz das 2:0 für die Blau-Weißen. Und auch das Schlussdrittel begannen die Hausherren mit einem frühen Tor. Rinkinen beförderte in der 42. Minute nach einem Schlagschuss von Alexander Höller den Puck in die Maschen. Das bestätigte auch der Videobeweis, den die Schiris zu Rate zogen. Nur zwei Minuten darauf jubelten schon die Allgäuer, aber das Tor wurde nach Videobeweis nicht anerkannt.

Am Freitag verloren die Elbestädter in Kaufbeuren mit 3:4 (0:1, 1:1, 2:1, 0:1) nach Verlängerung. Dabei hatte Bill Stewart im Tor Hannibal Weitzmann für Kevin Nastiuk aufgeboten, um die Personalsituation im Sturm zu entspannen. So konnte auch Juuso Rajala als weiterer Importspieler zum Einsatz kommen. Dennoch fanden die Eislöwen nur mühsam in die Partie, gerieten durch Tore von Branden Gracel (12.) und Sami Blomqvist (31.) ins Hintertreffen. Erst danach starteten sie eine Aufholjagd, drehten nach Treffern von Brendan Cook (33./45.) und Teemu Rinkinen (53.) den Spieß um. Aber sie konnten den Vorsprung nicht verteidigen. Jere Laaksonen (56.) gelang der Ausgleich und Maximilian Schäffler (64.) in der Verlängerung der Siegtreffer.

Von Astrid Hofmann

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